Schlagwort-Archive: Workshop

Gospelkirchentag Kassel – Auftakt zur Workshopserie

© Creative Kirche, Witten.
© Sebastian WewerWorkshop Nummer eins in Hamm. Die konkreten musikalischen Vorbereitungen für unsere Teilnahme am Gospelkirchentag im September laufen an. In der Gospelnacht werden wir mit einem großen Projektchor in einer kasselaner Kirche auftreten. Dieser setzt sich aus SängerInnen der von Sebastian Wewer betreuten Chöre zusammen, wobei der Gospeltrain Hamm stark vertreten ist.

Nun ging es also los. Im Pfarrheim der Herz-Jesu-Kirche in Hamm-Norden trafen sich erstmals Leute aus verschiedenen Chören der Region. Nach ein paar organisatorischen Hinweisen und dem altvertrauten Einsingen wurde uns die geplante Titelauswahl erläutert.
Damit niemand ein komplettes Auftrittsprogramm völlig neu erlernen muss, hat sich der Chorleiter aus den verschiedenen Repertoires bedient, die sich teilweise sowieso überschneiden. Jeder Teilnehmer trifft im Laufe der Vorbereitung also auf mehrere vertraute Titel und muss nur zwei bis drei Songs neu lernen. Man hat folglich immer einige Sänger um sich herum, die das jeweilige Lied schon kennen, und so eine wichtige Stütze beim Lernprozess sein können. Lediglich ein Stück ist für alle neu. Es sollte also genug Spielraum für den Feinschliff da sein. Welche Titel derzeit auf der Auswahlliste stehen, behalten wir erst mal für uns. Falls sich einer als wenig geeignet erweisen sollte, haben wir immer noch einige andere in der Hinterhand. Bunt gemischt wird es allemal.

Der Auftakt des Workshops mit einem deutschsprachigen Lied war schon mal recht gut. Auch wenn man zwischen vielen Leuten saß, denen der erste Song noch fremd war, so brachten die bereits erfahrenen Stimmen ein ganzes Stück Sicherheit. Natürlich wackelte es noch sehr, aber jeder bekam schon mal einen Eindruck, wie es später klingen könnte. Die Auswahl stieß jedenfalls auf Zustimmung.

Foto: trainarchivator
Da gilt es eine Menge Text zu lernen!

Als nächstes war ein englischsprachiger Gospel neueren Datums an der Reihe. Temporeich und stilistisch für uns etwas ungewöhnlich. Zunächst haben wir uns den Titel angehört, um das Ziel unserer Bemühungen kennen zu lernen. Könnte vor Publikum ein Knaller werden, verlangt aber Tempo und sehr präzise Aussprache. Eine Herausforderung.

Foto: trainarchivatorEin neues Stück wurde gemeinsam angehört

Foto: trainarchivatorEine Leseprobe machte den Rhythmus begreifbar

Foto: trainarchivatorDanach ging es an erste Singversuche

So, jetzt war eine Pause verdient. Untereinander harmonierte es prima. Dennoch gab es vom Chorleiter die klare Ansage: „Beschnuppert Euch mal ein bisschen“. Einige kannten sich bereits von früheren gemeinsamen Aktionen, andere lernten sich beim folgenden Small-Talk kennen. Die Stimmung war echt entspannt und man ging offen aufeinander zu.

Nach der Pause wurde schnell mal ein Klassiker angestimmt, um locker zu werden. Weiter ging es dann mit einem Anbetungssong, der eine weitere Klangfarbe in unser Programm für Kassel bringen soll. Noch stecken wir ganz im Anfangsstadium – da wird noch zu arbeiten sein. Eine Wiederholung des als erstes geübten Titels belegte den Lernerfolg bei diesem ersten Workshop. Man konnte mit gutem Gefühl nach Hause gehen.

Foto: trainarchivatorNach wie vor konzentriert bei der Sache

Zum Abschluss sangen wir uns selbst ein Segenslied. Wunderbar, den anderen mal so ins Gesicht sehen zu können, statt wie sonst nebeneinander zu stehen. Allgemeine Zufriedenheit machte sich breit. Es war ein schöner Nachmittag, der uns vielmehr Freude an der Musik bot als harte Trainingsqualen. So kann es weiter gehen.

Foto: trainarchivatorEine nette Truppe hatte der Chef um sich versammelt

Gospelkirchentag Kassel – Das sieht nach „Arbeit“ aus

© Creative Kirche, Witten.
© Sebastian WewerDie Teilnehmer am Gospelkirchentag 2014 in Kassel aus unseren Reihen stehen fest. Ein angemessener Name für den entstehenden Projektchor ist gefunden. Viele Gospeltrainer werden sich mit Aktiven aus mehreren anderen Chören aus dem musikalischen Universum unseres gemeinsamen Chorleiters Sebastian Wewer unter dem Namen „WeST!“ (We Sing Together!) vereinen. Jetzt geht es aber erst richtig los.

Angesichts der über siebzig Personen umfassenden Truppe fragt man sich, wie das miteinander gehen kann. Bis auf einzelne Ausnahmen haben alle Chorerfahrung, verschärfend: Chorerfahrung mit Sebastian. Das ist aber auch unsere Chance. Es gibt ein gemeinsames Fundament. Nun besteht die Aufgabe darin, aus der bunten Truppe ein homogenes Ganzes zu machen, das sich guten Gewissens und voller Überzeugung in der Gospelnacht auf eine Bühne stellt. Also ist Training angesagt. Viel Training.

Unser Chef hat schon einen konkreten Schlachtplan entwickelt. Er bietet eine Reihe von Workshops an, bei denen sich die Teilnehmer kennen lernen, gemeinsam singen und musikalische Erfahrungen miteinander machen können. Wie es wohl mit der Stimmenverteilung aussieht? Gibt es Kandidaten für Solopassagen? Wird man zeitnah eine Harmonie schaffen können? Für uns SängerInnen viele große Fragezeichen. Zumal uns angesichts der „normalen“ Proben- und Auftrittspläne der Einzelchöre die Zeit davon laufen könnte.
STOP!!! Bevor jetzt Unruhe aufkommt: seien wir doch ganz gelassen; das kennen wir doch alles. Wie oft haben wir kurzfristig und spontan, oft mit wechselnden Besetzungen eilig einen Auftritt vorbereitet und erfolgreich bestritten. Speziell im letzten Jahr. Diese Erfahrungen kommen uns jetzt zu Gute.
Damit alle an Workshops teilnehmen können, werden diese reihum an den Probenorten der einzelnen Chöre durchgeführt. Zwei Workshops sollen mit möglichst vollständiger Gruppenstärke stattfinden, soweit das die persönlichen Kalendarien zulassen. Man möchte doch zumindest mal einen Gesamteindruck bekommen, bevor es in Kassel ernst wird.

Eine Frage stellt sich uns auch nach einigen Trainingsjahren mit Sebastian immer wieder: woher nimmt der Mann die Sicherheit, dass solche Aktionen mit vielen, kaum einschätzbaren Faktoren am Ende musikalisch erfolgreich sind und wir mit beeindruckenden Erlebnissen belohnt werden? – Vermutung: gute Menschenkenntnis, persönliche Überzeugungskraft und eine Portion Gottvertrauen.
Also, auf in ein neues Abenteuer.

Nachbesprechung Auftakt zur Chorsaison am 11.01.2014 in Herz-Jesu

Jetzt liegt der Start ins neue Jahr schon wieder hinter uns. Die Kombination von Workshop und anschließendem Auftritt in der Vorabendmesse in der Herz-Jesu-Kirche nebenan hat sich wieder bewährt. Die Pause über die Feiertage war zwar nicht sehr lang, dennoch ist es ein Neubeginn. Das vergangene Jahr mit seinen Ereignissen liegt hinter uns, ebenso die entsprechenden Rückblicke und Erinnerungen. Nun wendet sich unsere Aufmerksamkeit den neuen Aufgaben zu, der Blick geht nach vorne.

© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 10.01.2014© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 10.01.2014

Der Workshop

Die Teilnahme am Workshop war mit gut 35 Leuten richtig gut. Nach der Pause freute man sich wieder aufeinander und war gespannt, was dieser Nachmittag wohl bringen werde. Außer unserem Trainer Sebastian Wewer hatte der Gospeltrain mit Kirsten G., einer Sängerin und Chorleiterin, eine Co-Trainerin an Bord. Schon im letzten Jahr hatten wir mit Spaß und Engagement zusammen gearbeitet.

Foto: trainarchivator Unser Trainergespann an diesem Nachmittag

Um es vorweg zu nehmen: auch dieses Mal war es so. Es war ein lockeres Wechselspiel der Trainer; man war vertraut miteinander und so ergab sich mancher Flachs. Dennoch wurde seriös (prust – das ich das mal so ausdrücken muss, wer hätte das gedacht?!) gearbeitet. Kirsten trug ihre eigene Facetten zur Probenarbeit bei, brachte v.a. den Ausdruck voran. Dazu wurde immer wieder der Bezug zwischen Inhalt/Text und Emotion betont, die sich dann fast von alleine ihren Ausdruck sucht. Ist also weniger Arbeit als ein „in sich hinein spüren“.

Beim Einsingen haben wir zwar die altbekannten Übungen gemacht, von Kirsten kamen noch mal ganz andere Hinweise als sonst. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, am Ende einer Übung wirklich nur noch einen gemeinsamen Ton zu erzeugen. Das hieß also genau aufeinander zu hören und individuell die notwendigen Korrekturen zu machen. Dies gelang nach zwei-drei Versuchen richtig gut. Erstaunlich, mit welch‘ kleinen Maßnahmen man durchaus große Wirkung erzielen kann.

Auf den Stundenplan hatte Sebastian eine bunte Mischung von Titeln gesetzt. Es galt sowohl die Stücke für den Gottesdienst frisch zu halten, als auch an zwei neuen Liedern zu arbeiten. Bei diesen stecken wir noch in der Lernphase, und deren Premiere vor Publikum steht noch aus. Mit „Lord, hold me“, „Immanuel“ und „Peace shall be with you” standen zunächst drei Titel auf dem Programm, die später in der Messe gesungen werden sollten. Also normale Probenarbeit, lediglich durch Co-Trainerin Kirsten ergänzt.

Einer der neuen Songs ist ein wunderschönes Segenslied – wenn wir es erst mal richtig drauf hätten. Dessen Titel wird an dieser Stelle natürlich nicht genannt ;-). Es bringt seine ganz eigenen Schwierigkeiten mit, besonders für den Sopran. Die hohen Töne sind’s, die vielen noch Mühe machten. Kirsten erkannte die Unsicherheiten. „Keine Angst vor der Höhe. Ihr müsst richtig Bock haben!“ lautete ihr Ratschlag. Völlig richtig. Je lockerer die Sopranos wurden, je mehr Freude hinzu kam, desto näher kam man dem Ziel. Sebastian meinte begeistert, dies sei die schönste Stelle. „Sie werden es lieben [in Bezug auf den Klang], sie werden es hassen [in Bezug auf die Probenarbeit]“ die Erklärung für Kirsten. Solche Äußerungen seien destruktiv, bekam Sebastian sein Fett weg von der erfahrenen Chorleiterin.
Foto: trainarchivatorAch Kirsten, Du kennst doch unseren Chef 😉 !
Er ist ein Meister der wohlwollenden und gut gesetzten Provokation. Natürlich ist dies  nur ein Stilmittel aus Chorleiters Werkzeugkiste. Darin befindet sich auch einiges an Ermunterung und Schmeichelei, an sachlicher Korrektur und viele weitere Hilfestellungen.
Der Chor amüsierte sich angesichts der Methodendiskussion. Wir hatten das Ganze längst durchschaut.
Nach dem Sopran bekam auch der Alt ganz konkrete Hinweise. Hier ging es v.a. um die richtige Atemtechnik, um Passagen ganz weich verbunden singen zu können. Nach etlichen Durchläufen einzelner Abschnitte wollten wir das Stück zum Schluss nochmals im Ganzen gemeinsam singen. Von Kirsten kam an dieser Stelle der Tipp des Tages: „Keine Angst vor hohen Tönen, befreit Euch, singt!“ – Einige Minuten später waren Chor und die beiden Trainer mit dem erreichten Zwischenergebnis zufrieden; einige schwierige Klippen waren genommen. Sebastian erinnerte grinsend daran, dass bisher jedes Lied, welches anfangs ganz schrecklich klang, irgendwann als Geburtstagslied endete (Geburtstagskinder dürfen sich einen Lieblingstitel wünschen). Stimmt. Geben wir gerne zu.

Foto: trainarchivator Viele Gospeltrainer beim Workshop zum Saisonauftakt

Nach einer kleinen Kaffeepause ging es mit zwei Liedern weiter, die wir im letzten Jahr sehr häufig gesungen haben – „This is the day“ und „Let me fly“. Hier gab es wenig zu korrigieren, so dass wir beim letzteren mit ausgestreckten Flügeln schön entspannt segeln konnten. Ein echtes Vergnügen für alle.
„Jesus is right here“ ist zwar noch relativ neu im Repertoire, hat seine erfolgreiche öffentliche Feuertaufe aber bereits hinter sich. Hier galt es die richtige Dosierung zu finden, anfangs die „Power einzuregeln“ wie jemand es nannte, an anderer Stelle konnte man dann die ganze Energie raus lassen.
Damit nicht nur Schmusesongs gesungen werden sollten, kam anschließend „Sia hamba“ dran, das wesentlich rhythmischer daher kam. Klappte auch ganz prima, so dass zu Abschluss des Workshops erneut ein neuer Titel in Angriff genommen werden sollte. Auch dieser wird nicht genannt, denn man will vor den anstehenden Konzerten ja nicht das Programm verraten. Bis zur Auftrittsreife waren wir bei diesem Song noch weit entfernt, doch man konnte schon erkennen, wie es einmal werden soll. Zunächst stand aber die Arbeit mit einzelnen Stimmen an den verschiedenen Teilstücken an. Inzwischen war die Zeit weit fortgeschritten und die Konzentration ließ nach intensiver Arbeit allmählich nach. Es war an der Zeit den Workshop zu beenden, einige Minuten Pause einzulegen und dann in die Kirche hinüber zu gehen.

Die Vorabendmesse

Die Herz-Jesu-Kirche war an diesem letzten Wochenende der offiziellen Weihnachtszeit noch festlich geschmückt. Im Vordergrund befand sich die wie jedes Jahr liebevoll arrangierte Krippenszene, im Hintergrund große schlichte Weihnachtsbäume. Einige letzte Dinge wurden besprochen, dann begann auch bald der Gottesdienst.

Foto: trainarchivator Die jedes Jahr etwas anders phantasievoll aufgebaute Krippenlandschaft

Der Gospeltrain eröffnete die Messe mit dem schwungvollen Song „This is the day“, zu dem Pfarrer Paul Markfort einzog. Die Kirche war recht gut besucht, und wir entdeckten einige altbekannte Gospelfreunde unter den Anwesenden. Hatte die Ankündigung unserer Mitgestaltung doch ihre Wirkung erzielt.
Nach der Begrüßung und Einleitung durch den Pfarrer wurde Gott mit unserem „Immanuel“ angerufen. Vom leisen, intensiven und persönlichen Beginn steigerte sich das Stück zum furiosen Finale. Hatte Pfarrer Markfort zunächst noch völlig gebannt Solistin Danny zugehört, strahlte er am Ende den Chor begeistert an.
Mit „Jesus is right here“ hatten wir für den Gottesdienst auch einen für uns relativ neuen Gospel vorbereitet, der erst seit dem Herbst im Repertoire ist. Manche unserer Lieder kennt unser Stammpublikum natürlich schon. Doch gerade die Reaktion auf neue Titel ist für uns immer wieder spannend zu erleben. Wie oft auch bei anderen Liedern wiederholte der Pfarrer den Namen des soeben gehörten Stückes und übersetzte diesen im Anschluss daran ins deutsche. Wer des englischen nicht mächtig war, bekam so auf ganz leichte Art Zugang zum Text; die musikalische Stimmung hatte zuvor schon das Ihrige zum Verständnis beigetragen.

© Hartwig Krause„Der Gospeltrain unter’m Weihnachtsbaum – das hat ´was“ meinte Pfarrer Paul Markfort

Inzwischen gibt es kaum noch Songs beim Gospeltrain, bei denen einfach die Strophen gleichartig nacheinander weggesungen werden. Wenn nicht schon die Komposition eine Steigerung oder andere Besonderheiten im Aufbau bietet, so macht sich unser musikalischer Direktor ans Werk und peppt das Stück ein wenig auf, bis wir eine individuelle Version anbieten können. Auch „Lord, hold me“ als nächstem Beitrag entsprach diesem Muster.

Nachdem der Segen gesprochen wurde, durften wir allen Besuchern ein warmherziges „Peace shall be with you“ mit auf den Heimweg geben. Wie immer bedankte sich Pfarrer Markfort kurz vor dem Ende des Gottesdienstes für unsere Mitwirkung. Wir durften anschließend den verdienten Applaus der Gäste entgegen nehmen.
Zum Auszug gab es dann mit „Sia hamba“ einen deutlichen musikalischen Kontrast zu hören. Waren einige der zuvor gehörten Songs doch eher melancholisch, eine persönliche Sache zwischen Sänger/Zuhörer und Gott, so ging es jetzt rhythmischer und schwungvoller zur Sache. So konnte man gestärkt und mit frischem Elan nach Hause gehen.

Foto: trainarchivatorKurzer Abschluss des Saisonauftakts

Der Workshop war ein Erfolg, denn trotz ernsthafter Probenarbeit haben wir viel Spaß miteinander gehabt. Die Mischung aus Konzentration und Lockerheit war gut gelungen. Auch die anschließende Vorabendmesse war eine musikalisch runde Sache, wie uns die Rückmeldungen bestätigten. Wir waren mit uns zufrieden und durften nun ins private Wochenende starten.

Auftakt zur Chorsaison am 11.01.2014 in Herz-Jesu

Winterschlaf is nich! Nach einer ereignisreichen Chorsaison 2013 geht es nach einigen freien Tagen bereits kurz nach dem Jahreswechsel weiter.

Am Samstag, den 11.01.2014 wollen wir um 17 Uhr in der Vorabendmesse in unserer Herz-Jesu-Kirche im Hammer Norden singen. Damit wir nicht möglicherweise etwas eingerostet klingen, werden wir uns ab 12 Uhr in einem Workshop im benachbarten Pfarrheim etwas in Schwung bringen. Chorleiter Sebastian Wewer hat uns bereits über das geplante Übungsprogramm in Kenntnis gesetzt. Dieses ist sicher bereits auch mit Hinblick auf die anstehenden Konzerte (23. Februar Beckum, 23.März Hamm) ausgewählt. Bestimmt existiert schon eine Idee, wie das Programm der Auftritte ungefähr aussehen soll. Lassen wir uns überraschen.

Damit niemand den Saisonauftakt verpasst, trudelten schon entsprechende Mails unserer Chor-Chefetage in unseren Postfächern ein. Sogar in der Lokalzeitung erschien heute ein kleiner Artikel, der nicht nur den Auftakt mit Workshop und Messe thematisierte, sondern auch bereits auf die Konzerte hinwies.

© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 10.01.2014

© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 10.01.2014

Im letzten Jahr war unser Auftakt genauso mit Workshop und anschließender Messe gestaltet. Wir hatten viel Spaß und erzielten gleichzeitig einige guten Lerneffekte. Erfreulicherweise ist Kirsten G. als externe Trainerin wieder mit von der Partie. Gut so. Wir freuen uns schon drauf.

Jahresrückblick 2013 – Teil 1

Die letzten Auftritte im Jahr 2013 liegen hinter uns, der Jahreswechsel ist vollzogen. Bevor wir uns neuen Aufgaben zuwenden, lohnt sich ein Blick zurück. Wir erinnern uns: nach dem ereignisreichen Jahr 2012 mit Gospelkirchentag in Dortmund, Gospelday in Hamm und zahlreichen Auftritten wollten wir es 2013 etwas ruhiger angehen lassen. Um es vorweg zu nehmen – dieses Ziel wurde erwartungsgemäß 😉 völlig verfehlt.

Gottesdienste

Foto: trainarchivatorNicht zum ersten Mal begann das Chorjahr mit einer Vorabendmesse in unserer Herz-Jesu-Kirche (12.01.2013), vorbereitet durch einen Workshop am selben Nachmittag. Zum zweiten Male nahmen wir an der Erstkommunion in Herz-Jesu teil (14.04.2013).

Foto: trainarchivator© Ev. Kirchenkreis Hamm
Bei der „Himmlischen Nacht“ (28.06.2013) auf Haus Caldenhof in Hamm-Westtünnen durften wir uns schon als Stammgäste fühlen; wie immer schloss sich der Andacht in der hauseigenen Kapelle ein gemütlicher Ausklang in der Bildungsstätte an.

Foto: trainarchivatorAm 13.10.2013 gratulierten wir in unserer Herz-Jesu-Kirche am Ende des Sonntagsgottesdienstes Pfarrer Paul Markfort zu dessen 70sten Geburtstag – für ihn als Überraschungsgäste.

.

Foto: trainarchivatorEin weiteres Jubiläum feierte die benachbarte Johanneskirche mit ihrem 75jährigen Bestehen, das wir in einem besonderen Gottesdienst am 03.11.2013 musikalisch mitgestalteten.
.

Hochzeiten

Bei den Hochzeiten war ein Rekord von neun Auftritten zu verzeichnen. Die Hochzeit in Pelkum war zudem als Goldhochzeit eine Besonderheit. Man darf uns getrost auch als Hochzeitschor bezeichnen, nicht zuletzt aufgrund vielfältiger dementsprechender Erfahrungen in den letzten Jahren. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Trauungen in katholischen oder evangelischen Kirchen stattfinden.
So verschieden die besuchten Kirchen hinsichtlich Alter, Architektur und Ausgestaltung waren, so unterschiedlich waren die Hochzeiten selbst – wie immer sehr persönlich und individuell. Die Chorleitung beriet die Paare bei der Zusammenstellung ihrer Wunschprogramme. Einige Titel erwiesen sich als ausgesprochene Hochzeitsklassiker, wurden sehr häufig gefragt (Oh, happy day, This little light of mine, u.a.). Der Einsatz von Solistinnen ergab sich aus deren zeitlicher Verfügbarkeit und der Auswahl der Titel. Zudem wurden häufig auch die Gemeindelieder unterstützt. Der Wechsel zwischen Keyboard und Orgel gehörte fast schon zum Standard.
Das Jahr bewies zudem eindrucksvoll, dass man nicht nur bei mildem Wetter im Mai heiraten kann. „Unsere“ Paare trauten sich sowohl bei Schnee, heftigen Winden, empfindlicher Kühle oder Hitze als auch bei Hochzeits-Bilderbuchwetter.
Zwei Veranstaltungen führten uns weit über die Stadtgrenze hinaus. Bei Anfragen spielt neben persönlichem Erleben und Hörensagen zunehmend auch das Internet als Informationsquelle eine Rolle.

© Fotos und Montage trainarchivator

23.02.2013   Johanneskirche Hamm-Norden
16.03.2013   St.Jacobus-Kirche Hamm-Pelkum (Goldhochzeit)
06.04.2013   St.Agnes-Kirche Hamm-Mitte
01.06.2013   St.Bonifatius-Kirche Hamm-Werries
06.07.2013   Herz-Jesu-Kirche Hamm-Norden
13.07.2013   St.Elisabeth-Kirche Hamm-Berge
03.08.2013   St.Pankratius-Kirche Hamm-Mark
10.08.2013   Ev.Preußenkirche Lünen-Süd
24.08.2013   Klosterkirche Oelinghausen

Konzerte

Foto: trainarchivatorGleich drei große Konzerte hat der Gospeltrain Hamm gestaltet, vorbereitet und anschließend erfolgreich absolviert. Im Jahr 2012 hatten wir unser Jahreskonzert in Hamm, ursprünglich geplant für November, aufgrund der Terminfülle ausfallen lassen müssen; uns war einfach die Zeit davongelaufen. Stattdessen haben wir ein neues Programm aufgestellt, uns gut vorbereitet und im März 2013 in unserer Herz-Jesu-Kirche (17.03.2013) ein Konzert veranstaltet.

Foto: trainarchivatorZusätzlich haben wir ein weiteres Konzert dem Termin in Hamm vorangestellt, bei dem wir in Beckum (17.02.2013)  das Programm erstmals öffentlich präsentiert haben. Beide Konzerte waren große Erfolge und brachten viele positive Rückmeldungen. Für uns war es reizvoll das Programm zweimal in sehr unterschiedlichen Kirchen vorzustellen, erst als „Auswärtspiel“, dann als „Heimspiel“. Es war eine hochinteressante Erfahrung, wie Architektur und Publikum die Gesamtatmosphäre beeinflussen, obwohl beide Konzerte klasse waren.

Foto: trainarchivator© Deutscher Kinderhospizverein e.V.Erst im Laufe des Jahres reifte die Idee einer Benefizveranstaltung heran. Nach langer intensiver Vorbereitung, in enger Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Kinderhospizdienst Hamm als begünstigter Organisation, durften wir eine wunderbare Konzertandacht in der Josefskirche in Hamm-Westen (12.10.2013) erleben. Mit von der Partie waren die Chöre CHORios aus Ahlen und Crescendo aus Bockum-Hövel, welche zu einer musikalisch abwechslungsreichen Veranstaltung beitrugen. Die arbeitsintensive und anstrengende Vorbereitung wurde reich belohnt. Musik, Emotion, Atmosphäre – mal feierlich und besinnlich, dann wieder heiter und schwungvoll. Alles passte an diesem Tag. Ein gutes Spendenergebnis von 2.416,07 € war dann die Krönung der Veranstaltung.

PlakatGOSPELTRAINBeckum2013…….© Gospeltrain Hamm e.V.……© Gospeltrain Hamm e.V.

Unterstützung von Öffentlichkeitsarbeit

Copyright FUgE HammAuch 2013 kam es zu einer Zusammenarbeit mit dem Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung Hamm (FUgE e.V.). Dieses war bei beim Eine-Welt- und Umwelttag am 14.09.2013 zwischen Bahnhof und Kleist-Forum in Hamm mit jede Menge Information und Aktion am Start. Das Schwerpunktthema war Mobilität und Verkehr – da passte der Gospeltrain doch genau ins Unterhaltungsprogramm der Veranstaltung. Zu erwähnen ist, dass uns viele SängerInnen von CHORios aus Ahlen beim Auftritt im Saal des Forums unterstützt haben.

Foto: trainarchivator Gospeltrain in Fahrt beim Aktionstag zur Mobilität der Zukunft

Medienpräsenz

Eine Sache fällt erst bei genauerem Studium der Ereignisse auf. Der Gospeltrain Hamm hatte eine noch nie dagewesene Präsenz in den Medien. Hier der entsprechende Überblick:

  • Printmedien

In der Lokalzeitung „Die Glocke“ aus Beckum fand man sowohl eine Ankündigung als auch eine Besprechung unseres Konzerts in der dortigen Christuskirche.
09.02.2013 „Lord, hold me: Gospeltrain aus Hamm in der Christuskirche“
19.02.2013 „Gospeltrain präsentiert solide Chorarbeit“

Allein der „Westfälische Anzeiger“ als Hammenser Lokalblatt berichtete 10-mal von unseren Veranstaltungen oder erwähnte uns als Mitwirkende:
Jahreshauptversammlung
13.02.2013 „Ohne Nachwuchssorgen“
Konzert in Hamm
14.03.2013 „Gospeltrain gibt Konzert in Herz-Jesu“ Ankündigung
17.03.2013 „Gospeltrain in Herz-Jesu“ Ankündigung in Stadtanzeiger
20.03.2013 „Gospeltrain verbreitet Lebensfreude“ Veranstaltungsbericht
Erstkommunion in der Herz-Jesu-Kirche
17.04.2013 „Erstkommunion in der Herz-Jesu-Kirche“
Benefiz-Konzertandacht
19.09.2013 „Gospel allerorten“ Vorankündigung
11.10.2013 „Chöre singen für Kinderhospiz“ Einladung
14.10.2013 „Drei Chöre singen fürs Kinderhospiz“ Veranstaltungsbericht
07.11.2013 „Gospeltrain übergibt Spende“ Abschluss
Gottesdienst zum 75jährigen Jubiläum der benachbarten Johanneskirche:
06.11.2013 „Johanneskirche feiert Jubiläum mit 75jährigen“ Veranstaltungsbericht

Leider mussten wir eine Todesanzeige eines Ex-Mitglieds zur Kenntnis nehmen: 03.07.2013 Hildegard R.

  • Online

Die Online-Ausgabe der Lokalzeitung veröffentlichte außerdem eine Fotostrecke zum Eine-Welt-und Umwelttag mit einigen Aufnahmen von unsere Auftritt

  • Sonderveröffentlichungen

©Clemens August Graf von Galen Gemeinde, HammAußerdem bekamen wir in der 2013er Ausgabe des Pfarrbriefs unserer Clemens-August-Graf-von-Galen-Gemeinde Raum zur Selbstdarstellung.

© Stadtteilbüro Hamm-NordenSchließlich berichtete auch die Juliausgabe des „Nordwind“, die Stadtteilzeitung des Hammer Nordens, von unseren Aktivitäten als Nordener Verein.

  • Lokalradio

@ Radio Runde HammEchtes Neuland betraten dann Chorleiter Sebastian Wewer, Vorsitzende Christa und Uwe beim Besuch der Sendung „Stammtisch“ im Bürgerradio beim Lokalsender Lippewelle Hamm. Fast eine Stunde lang durften die drei in mehreren Interviewsequenzen Fragen rund um den Gospeltrain beantworten, Hintergrundinformationen liefern und zur zu dem Zeitpunkt noch ausstehenden Konzertandacht einladen. Am 06.10.2013 wurde die Sendung ausgestrahlt und von vielen Gospeltrainern verfolgt; man wollte ja wissen, wie sich unsere „Chefetage“ über uns geäußert und insgesamt geschlagen hat. Urteil: Daumen hoch!

Nachbesprechung Auftakt 2013

Der Workshop

Foto: trainarchivatorDas ging ja gleich schwungvoll los. Direkt nach der mehrwöchigen Weihnachtspause sollte in der Vorabendmesse am 12.01.2013 gesungen werden. Um uns Singpraxis für die möglicherweise eingerosteten Stimmen zu verschaffen, war der ganze Samstagnachmittag in Form eines Workshops organisiert. Dazu hatten wir Kirsten G. eingeladen, eine Kollegin unseres Chorleiters Sebastian Wewer. Sie sollte mal eine Blick „von außen“ auf unser Tun werfen, ihre fachliche Meinung kundtun und uns Anregungen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Dabei sollte der Gesamteindruck der musikalischen Präsentation im Vordergrund stehen.

Die zu singenden Titel ergaben sich aus der geplanten Liedfolge des Gottesdienstes. Zunächst sangen wir uns aber unter der Beobachtung unseres Gastes ein wie immer, anschließend führte Kirsten G. mit uns weitere Einsingübungen mit uns durch. Dabei gab es Hinweise zur Durchführung und zum Zweck der Übungen. Schließlich wurde die Leitung wieder übergeben mit den Worten:“Sebastian, der Klangkörper ist vorbereitet“. Jetzt fand sich auch endlich die Gelegenheit Kirsten offiziell zu begrüßen. „Wir freuen uns, dass Du da bist“. Nach den guten ersten Eindrücken holte sich unser Gast gleich den ersten zustimmenden Applaus ab.

Foto: trainarchivatorLos ging es mit der Probe des Titels „Lord hold me“. Sebastian und Kirsten hatten sich nicht mit einem strengen Konzept für den Nachmittag vorbereitet, sondern ließen es relativ frei fließen. Sie hörten aufmerksam zu, beobachten uns und gaben Tipps, waren Ergänzung und Gegenpart zugleich. Während Sebastian Klavier spielte, unterstützte uns Kirsten durch Gestik und Mimik.

Mit „Tears in heaven” haben wir uns länger beschäftigt. Während sich Sebastian mehr um gesangstechnische Details kümmerte, versuchte Kirsten die richtige Stimmung zu erzeugen. Wichtig war ihr die Dosierung des Einsatzes hinsichtlich Intensität und Lautstärke. Wir sollten uns einfach in die Stimmung des Liedes emotional hinein versetzen, dann fände man schon den richtigen Ausdruck. Den Beweis haben wir gleich im nächsten Durchlauf erbracht. Kirsten lehnte das angebotene Dirigat mit dem Hinweis auf zu große Strenge ab, die dem Lied nicht gut täte; sie wolle sich mit kleinen „Zuckungen“ begnügen. Sie wurde aufgefordert „Achte mal darauf, ob die Seele haben!“. Prompte Antwort an Sebastian:“Haben die alle!“. Chor und Chorleiter bekamen vor Stolz rote Ohren. Ein Lob von extern ist besonders süß.

Bei „This little light“ wurde die Gelegenheit genutzt, mit der Solistin Birgit zu arbeiten. Die Erklärung zur unterschiedlichen Art des Singens als Solistin oder in der Gruppe war für alle interessant. Manchmal muss man Selbstverständlichkeiten einfach noch mal aussprechen und auf den Punkt bringen. In vielen Belangen konnte sich Birgit mit ihrer Art des Vortrags bestätigt fühlen, bekam über mehr Selbstsicherheit noch mehr Mut zum persönlichen Ausdruck.

Wie schon bei „Tears in heaven“ kam es beim Song „Let me fly“ speziell auf den Ausdruck und die Leichtigkeit an. Nach dem entsprechenden Lernerfolg zuvor musste jetzt nur unwesentlich durch die Workshopleiter eingegriffen werden. Man hatte fast den Eindruck die Wiederholungen sollten eher unserem Vergnügen als hartem Training dienen ;-). Es klang wirklich toll und erinnerte manchen Anwesenden an den Gospelkirchentag. Kirsten meinte, der Gänsehautfaktor sei erreicht. Speziell der Tipp, die Spannung am Ende zu halten und somit das Lied scheinbar nachklingen zu lassen entfaltete wie auch bei anderen Gospels seine besondere Wirkung.
Foto: trainarchivator
…when I feel the spirit moving (sprich: mu-hu-wing, hier demonstriert)

Auch Andrea L. als Solistin bei „Oh, happy day“ kam jetzt in den Genuss der Extraportion Aufmerksamkeit durch Kirsten. Die beiden gingen regelrecht in Zwiesprache miteinander – Andrea sang gut, Kirsten regte sie durch Mimik und Gestik an, Andrea sang noch besser. Wir anderen schauten fasziniert zu und hätten fast das Singen vergessen. Unser Chef überhörte großzügig einige Schwächen. Eigentlich können wir es deutlich besser, aber diesmal kam es bei den Übungen ja auch mehr auf die Solistin an.

Beim nächsten Titel ging es um ein ganz anderes Lernziel. Beim „Halleluja“ sollten verschiedene Stimmen an unterschiedlichen Passagen die Führung übernehmen, um die Feinheiten der Komposition besser zum Ausdruck zu bringen. Nach etwas Übung konnte man über das Ergebnis staunen, denn nun kamen ganz neue Facetten des Titels zum Vorschein. Die Passage des Alts war ja schon ganz gut, der Hammer war aber der Tenor. Klasse!
Foto: trainarchivator

teilweise schon in Auftrittskleidung

Dass wir schon einige Zeit intensiv geprobt hatten, als wir am Ende „Peace shall be with you“ sangen, merkte man sehr wohl. Es gab nichts auszusetzen, die zuvor angesprochenen Dinge wurden alle zur Zufriedenheit der beiden musikalischen Leiter umgesetzt. Nach diesem stimmungsvollen Abschluss des Workshops, der allen Teilnehmern sichtlich Spass gemacht hatte, ging es nach nebenan in die Kirche, wo schnell noch eine Stellprobe gemacht. Als eben noch mal ein Song angestimmt wurde, kamen bereits die ersten Gottesdienstbesucher.

Auftritt in der Vorabendmesse

Kirsten G. hatte ihre Arbeit im Workshop eigentlich erledigt, dennoch blieb sie und wollte uns im Gottesdienst erleben. Der gut informierte Pfarrer Markfort erwähnte bei der Begrüßung der Besucher unseren intensiven Probennachmittag im Pfarrheim und begrüßte unseren Gast namentlich.

Schon der Beginn der Messe war ungewöhnlich und für uns neu, denn wir waren vor dem Pfarrer in die Kirche eingezogen, wie es die Messdiener tun. Bei Konzerten ist es fast die Regel, dass wir mit einem Lied einziehen, in einem Gottesdienst war es allerdings eine Premiere. Sebastian fing einfach an den Titel „Lord, hold me“ auf dem Klavier im Altarraum zu spielen. Wir zogen nun aus Richtung Sakristei ein – beim ersten Lieddurchlauf summend, beim zweiten dann singend. Das lief schon mal gut, denn wir fanden gut ins unsere Stimmen; auch die Einnahme der Aufstellung vorne klappte reibungslos. Den Einzug hatten wir schließlich vorher geübt, nachdem die Stellprobe abgeschlossen war. Die Gottesdienstbesucher waren durchaus erstaunt, wie viele Leute da vor dem Pfarrer eingezogen kamen. Schließlich gab es noch einen letzten Durchlauf des Liedes, durch dezente Gesten und Mimik von Kirsten unterstützt.

Nach der Lesung erfolgte unser „Halleluja“, wobei unsere Workshopleiterin leicht in Verzückung geriet. Die Dinge, die wir zuvor intensiv geprobt hatten (u.a. Führung verschiedener Stimmen in unterschiedlichen Passagen), gelangen ausgezeichnet. Der Tenor konnte in seiner Passage glänzen, unsere beiden musikalischen Leiter nickten sich lächelnd zu.

Die Gabenbereitung wurde mit „This little light“ begleitet, das Solo von Birgit war auswogen und ausdrucksstark. Auch hier machte sich die Arbeit im Workshop mit unseren Solistinnen bemerkbar.
Bei der Austeilung erklang „Tears in Heaven“ so zart, wie wir es Stunden vorher einstudiert hatten. Einige von uns meinten gar, dass wir zu leise gesungen hätten, was sich aber als Fehleinschätzung erwies. In der Kirche waren einige Chormitglieder, die zwar nicht mitsingen konnten, unseren Einsatz aber miterleben und uns unterstützen wollten. Sie teilten uns später mit, alles sei sehr gut zu verstehen und in Lautstärke und Ausdruck genau passend gewesen. Da hatte uns wohl die Akustik unseres Standorts einen Streich gespielt. Direkt anschließend sangen wir das stimmungsmäßig gut zum Lied zuvor passende „Let me fly“, mit leichten Gesten von Kirsten angenehm zurückhaltend unterstützt.
Als Segenslied sollte „Peace shall be with you“ das Ende des Gottesdienstes einleiten. Hier gab es ein kleines Missverständnis: sollte der zweite Durchlauf gesummt oder gesungen werden? Kein Problem. Der Chor sang einfach weiter, den Zuhörern war nichts aufgefallen und der Pianist fügte sich lächelnd.

Zum Schluss bedankte sich Pfarrer Markfort für unser Mitwirken und kündigte eine Zugabe an. Fast zeitgleich kam ein entsprechender Zwischenruf aus dem Publikum. Applaus bestätigte den Wunsch der Anwesenden. Also wurde der Klassiker „Oh, happy day“ gesungen, diesmal mit Andrea L. als Solistin. Auch sie hielt während ihres Einsatzes Blickkontakt zu Kirsten, was Andrea zu einer guten selbstbewussten Darbietung ermutigte.
Jetzt war es an der Zeit, dass Sebastian mal wieder das Ruder in die Hand nahm. Bis dahin war er für seine Verhältnisse sehr zurückhaltend gewesen. Schließlich musste er konzentriert bleiben und sowohl Klavier- und Orgelspiel als auch die Chorleitung meistern. Nun spielte er einfach „Heaven is a wonderful world“ an, das wir zuvor gar nicht geprobt hatten. Dennoch wussten alle, was sie zu tun hatten und wir zogen zum Ende mit diesem Lied unter Applaus aus.

Als wir anschließend unsere Sachen packten, erhielten wir bereits erste Rückmeldungen von unseren Chormitgliedern aus dem Publikum. Auch durch den einen oder anderen persönlichen Kontakt zu den Besuchern ernteten wir Zustimmung und Applaus für unseren Auftritt. Vielleicht sieht man sich bei unserem Konzert am 17.03.2012 um 17.00 Uhr an gleicher Stelle wieder, auf das der Pfarrer die Gemeinde hingewiesen hatte.

Jahresrückblick 2012

Das Jahr 2012 hatte es in sich. An Auftritten aller Art mangelte es nicht, dementsprechend fleißig mussten wir bei unserer Probenarbeit sein. Dabei stand nicht mal das sonst übliche Jahreskonzert in der Heimatgemeinde auf dem Stundenplan. Dieses findet – wie schon mehrfach berichtet – am 17.03.2013 um 17.00 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche im Hammer Norden statt.

Gottesdienste

Das Auftrittsjahr startete mit einer Vorabendmesse (11.01.2012) in unserer Herz-Jesu-Kirche. Dort fand auch die Erstkommunion (22.04.2012) statt, die wir musikalisch mitgestalten durften. Einen weiteren Auftritt in einem Gottesdienst gab es bei der Himmlischen Nacht (29.06.2012) auf Haus Caldenhof in Hamm-Westtünnen, deren Veranstalter uns zum zweiten Mal zu diesem Anlass eingeladen hatten. Anschließend gab es einen gemütlichen Ausklang im Saal der Bildungsstätte.

Hochzeiten

Foto:trainarchivatorWie gefragt der Gospeltrain als Hochzeitschor ist, zeigte das Jahr sehr deutlich. Nicht weniger als sieben Mal haben wir Paare mal schwungvoll, mal besinnlich begleitet. Dennoch ist jede Trauung einmalig. Jedes Paar gestaltet „seinen Tag“ individuell nach eigenen Wünschen, jede Kirche hat ihre eigene Atmosphäre. Aber auch wir singen ja nicht immer in exakt der gleichen Zusammensetzung (ja, es gibt ein Leben neben dem Chor), es kommen unterschiedliche Solistinnen zum Einsatz, mal begleite uns die Orgel statt des Keyboards, u.s.w.

28.01.2012 St. Jacobus-Kirche in Hamm-Pelkum
26.05.2012 Ev. Kirche in Hamm-Berge
07.07.2012 St. Lambertus-Kirche in Dolberg
21.07.2012 Kirche St. Peter und Paul in Unna-Hemmerde
11.08.2012 und 06.10.2012 St. Michael-Kirche in Hamm-Ostwennemar
20.10.2012 Kirche des Kapuzinerklosters in Werne

Gospelkirchentag

Den Gospelkirchentag (01.-03.06.2012) muss man zweifellos als Gesamtprojekt über mehrere Monate sehen. Von der fixen Idee eines einzelnen über die intensive Vorbereitung im musikalischen und organisatorischen Bereich bis hin zu den verschiedensten Veranstaltungen in Dortmund selbst.
Unseren eigenen Auftritt wollten wir mit möglichst vielen SängerInnen bestreiten, so dass wir uns Verstärkung durch zwei extra gegründete Projektchöre geholt haben. Chorleiter Sebastian Wewer hatte Mitglieder aus der Wewerschen Chorfamilie und durch Öffentlichkeitsarbeit gewonnen. Nachdem sich die drei Chöre unabhängig voneinander vorbereitet hatten, trafen wir beim Warm-Up in der Herz-Jesu-Kirche erstmals aufeinander. Musikalisch und menschlich klappte es von Anfang an – super Vorarbeit des Chorleiters.
Am ersten Tag in Dortmund haben wir zunächst die Open-Air-Auftaktveranstaltung besucht, am Abend fand dann unser Auftritt bei der Gospelnight in der Nicolaikirche statt. Nachdem wir die Auftritte dreier anderer Gospelchöre als Zuschauer verfolgen konnten, wurden wir endlich losgelassen und zündeten ein echtes „Feuerwerk“. Wir haben selbst über uns gestaunt, als wir nach Mitternacht erschöpft die Kirche verließen.

Copyright: Brigitte Hausmann
Gospeltrain und Verstärkung in der Gospelnight   © B.Hausmann

Der zweite Tag bot Gelegenheit individuell die verschiedenen Angebote des Gospelkirchentags wahrzunehmen, bevor abends das Galakonzert mit den Wise Guys und The Gospel People (USA) in der Westfalenhalle besucht wurde. Das Mitsingkonzert im Vorprogramm gestalteten Stars der europäischen Gospelszene rund um Hans Christian Jochimsen (DEN), die auch als Workshopleiter an diesem Wochenende aktiv waren.

Copyright: B.Hausmann
Wir warten gespannt auf den Beginn des Galakonzerts   © B.Hausmann

Copyright: B.Hausmann

Die Wise Guys boten Live-a-capella-Gesang vom feinsten  © B.Hausmann

Der Mass-Choir-Workshop am letzten Tag mit mehreren tausend SängerInnen und Top-Chorleitern war Arbeit, Vergnügen und Anregung zugleich.

Foto:trainarchivatorNina Luna Eriksen und Workshopleiter Hans Christian Jochimsen per Monitor

Ein Gottesdienst mit viel Gospelmusik zum mitsingen bildete den Abschluss.

Copyright: Creative Kirche

Abschlussgottesdienst aus Bühnensicht   © Creative Kirche, bearbeitet

In den Wochen danach haben wir das Gospelkirchentagsprogramm auch in der Heimat der Projektchöre vorgestellt. Erst in Fröndenberg-Frömern Open-Air auf dem Gemeindefest, später in der Kreuzkirche in Hamm-Bockum-Hövel, die 2012 ihr 100jähriges Bestehen feiern konnte.

Foto:trainarchivator
Frömern: Frauen und Technik – dann klappt’s auch mit dem Keyboard

Foto:trainarchivatorKreuzkirche: Gospelkirchentagsteilnehmer bei der Gospelandacht

Gospelday

Wer glaubt, ein Großprojekt im Jahr wie der Gospelkirchentag würde uns bis über die Grenzen fordern, hat die Energie von Chor und Chorleiter unterschätzt. Zu reizvoll war die Idee, den bundesweit stattfindenden Choraktionstag zugunsten eines Projekts in Kamerun mit einem Auftritt zu unterstützen.
Vorbereitet wurde die aufwändige Aktion durch einen Workshop, bei dem der Mottosong und andere Titel für das Rahmenprogramm einstudiert wurden. Erneut hatten externe Interessierte die Gelegenheit den Gospeltrain bei diesem Projekt zu verstärken.

Foto: trainarchivatorErst diszipliniertes Training beim Workshop…

Am 22.09.2012 waren wir bei unserem Open-Air-Auftritt dann einer von ca. 260 Gospelchören mit etwa 10.00 SängerInnen, die zeitgleich um 12.00 Uhr den Mottosong „We can move mountains“ anstimmten. Nach einem bunten Rahmenprogramm mit weiteren Gospels und Infos zum Projekt konnten wir diesem eine ordentliche Spendensumme zur Verfügung stellen.

Foto: trainarchivator…dann ein gelungener Auftritt vor dem Kleistforum in Hamm

Unterstützung von Öffentlichkeitsarbeit

Wiederholt hat sich der Gospeltrain für verschiedene gesellschaftliche Anliegen engagiert, wenn er sich mit den Inhalten identifizieren konnte. Relativ kurzfristig kam unsere Beteiligung an der Gestaltung der Festveranstaltung in der Lutherkirche Hamm (20.10.2012) zustande, bei der unserer Stadt der Titel „Fair Trade Town/Stadt des Fairen Handels“ verliehen wurde. Ein Vertreter des Veranstalters hatte uns beim Gospelday live erlebt und einfach Kontakt aufgenommen.

Foto: FUgE Hamm
Festveranstaltung in der Lutherkirche   © D.Borowski, FUgE Hamm

Foto: trainarchivatorAuch beim Novemberblues (11.11.2012), dem Tag der offenen Tür auf Haus Caldenhof in Hamm, bei dem sich die Träger der Bildungsstätte der Öffentlichkeit präsentierten, hatte uns der dortige Veranstalter eingeladen. Zunächst wurde die Eröffnungsandacht musikalisch aufgepeppt. Nach einer Pause mit Kaffeetrinken folgte später ein Auftritt im Saal der Einrichtung, teilweise gemeinsam mit „Chorios“, dem Ahlener Chor unseres Chorleiters Sebastian Wewer.

Chorinterne Aktivitäten

Zentrum dieser Aktivitäten war natürlich das Pfarrheim an der Herz-Jesu-Kirche in Hamm-Norden. Wie immer stand zu Jahresbeginn die Jahreshauptversammlung (25.01.2012) an. Dort wurde das Jahr 2011 rückblickend zusammengefasst und Pläne für das laufende Jahr geschmiedet. Natürlich gehörten auch Wahlen und Absprachen zu internen Themen aller Art dazu.
In der Jahresmitte, vor Beginn der Sommerferien, verlangte die Chortradition nach einem Bergfest (04.07.2012). Da sich zuvor die Highlights und damit auch die Arbeit geradezu überschlagen hatten, durften wir uns mal ganz verdient zurücklehnen und es uns gut gehen lassen.

Foto: trainarchivatorMusik und gute Laune gehören immer dazu

Den letzten Jahreshöhepunkt bot wie immer unsere Weihnachtsfeier (19.12.2012). Bei Kerzenschein gab es an diesem gelungenen Abend gute Unterhaltung, ein leckeres Essen und natürlich auch Musik.

Foto: trainarchivatorMan verfolgt gespannt den live gespielten Loriot-Sketchen

Bemerkenswert…

war der unglaubliche Einsatz des Chores: die vielen Termine (zweimal gab es sogar zwei Auftritte an einem Tag), die hohe regelmäßige Probenbeteiligung, der gemeisterte organisatorische Aufwand. Ein besonderes Anliegen sollte uns ein dickes Dankeschön an unseren Sebastian und den Vorstand sein, die durch ihren hohen Arbeitseinsatz für die Gemeinschaft – auch hinter den Kulissen – uns allen ein ereignisreiches Jahr ermöglicht haben.
Es war sehr abwechslungsreich, nicht zuletzt durch die Verschiedenartigkeit der Auftritte. Gleich zweimal sangen wir Open-Air (Frömern, Gospelday), mehrfach wurden Workshops durchgeführt (Gospeltrain for friends in Caldenhof, vor dem Gospelday). Wir sind mit anderen zusammen aufgetreten (Gospelnight des Gospelkirchentags mit Projektchören, den „Voices“ aus Cloppenburg-Stapelfeld und weiteren Chören; Novemberblues mit „Chorios“ aus Ahlen; Gospelday mit Verstärkung).
Als Veranstaltungsorte haben wir verschiedenste Kirchen von klein bis groß erlebt, mal in einem kleinen Saal einen Geburtstagsauftritt hingelegt, dann wieder die riesige Westfalenhalle I als Teil des Mass-Choirs erbeben lassen. Dankenswerterweise durften wir mehrfach Kirchen/Gemeindezentren anderen Gemeinden für Proben und Workshops nutzen, wenn die Räume unsere Gemeinde durch andere Veranstaltungen belegt waren; wohl dem, der seine Kontakte pflegt.
Der Gospeltrain hat sich als sehr flexibel erwiesen, da er sich sowohl in den Ablauf von Veranstaltungen nach fremden Vorgaben einbinden ließ, andererseits spontan auf die Reaktionen während der Auftritte reagieren konnte oder gar Auftritte völlig ohne Vorgaben frei gestalten konnten.

Zum Schluss:

Liebe GospeltrainerInnen! Kommen angesichts dieses Jahresrückblicks bei Euch nicht auch die Erinnerungen hoch? Die großen Highlights und die kleinen Begebenheiten am Rande? Mühe und Einsatz aber auch Belohnung und schöne Erfahrungen? Nutzt doch mal die Kommentarfunktion und erzählt von Euren persönlichen Eindrücken.

Motto des Jahres?

Will man am Ende des Jahres ein Fazit ziehen, so kommt man zu einem Motto, das zwei Trainerinnen bereits im Juni clever erkannt haben…

Copyright: S.WennmannMotto: „happiness + bee yourself“

Gospelday 22.09.2012 – Nachbesprechung Workshop 08.09.2012

Mit unserem Workshop zur Vorbereitung des Gospeldays in Hamm waren wir in der Auferstehungskirche der Ev. Kirchen-gemeinde im Stadtteil Bockum-Hövel zu Gast.

GfegW-LogoIn der Kirche versammelten sich die GospeltrainerInnen und alle anderen, die den Gospelday gesanglich und ideell unterstützen wollen.

Foto:trainarchivatorWeitere Verstärkung bekamen wir durch den Pianisten Joel Brefried, der die Keyboardbegleitung übernahm. Somit konnte sich unser Chorleiter Sebastian Wewer ganz auf die eigentliche Chorleitung konzentrieren, „freihändig“ kommt der typische Wewer-Style auch noch besser zur Geltung.

Foto:trainarchivator
erfolgreiche „Versuchsanordnung“ beim Workshop

Foto:trainarchivatorNachdem letzte technische Vorbereitungen erledigt waren, ging es nach netter Begrüßung und Vorstellung des Pianisten ohne weitere lange Vorrede gleich los mit dem einsingen. Gesungen wurde direkt in der Auferstehungskirche, die sich akustisch und räumlich als gut geeignet für den Workshop erwiesen hat. Chorleiter und Keyborder hatten sich gut vorbereitet, harmonierten gut miteinander und stimmten sich – je nach aktuellen Erfordernissen – spontan miteinander ab.

Zentrale Aufgabe des Workshops war das einüben von „We can move mountains“, dem Mottosong des Gospeldays. Da beim Auftritt natürlich nicht nur ein Titel zu hören sein soll, wurde aus weiteren Liedern ein kleines Programm erarbeitet. Diese Zusammenstellung bleibt bis zum Gospelday natürlich streng vertraulich ;-). Allerdings wird der Mottosong nicht der einzige Gospel von dessen Komponisten, dem Dänen Hans Christian Jochimsen, sein.

Ein Grundschwierigkeit für den Chorleiter waren die unterschiedlichen Vorkenntnisse in Bezug auf die ausgewählten Songs. GospeltrainerInnen, die beim Gospelkirchentag in Dortmund im Juni diesen Jahres mit dabei waren, hatten sicher einen Vorteil. Man hatte alle Lieder schon einmal in der Westfalenhalle oder der regulären Chorprobe gesungen, und es ging mehr um den Feinschliff. Die anderen Chormitglieder hatten immerhin schon einige der Titel in den Proben kennen und singen gelernt. Auf die Hinzugekommenen kam also die größte Aufgabe zu. Sie hatten sich, nach Stimmen getrennt, unter die Chormitglieder gemischt. Offensichtlich hatten aber alle Erfahrungen mit Chorgesang, denn das erarbeiten der einzelnen Gospels brachte schnell Ergebnisse. Die gemischte Aufstellung brachte den Vorteil, dass die Neulinge immer erfahrenere Leute in ihrer Nähe hatten und man sich gegenseitig unterstützte.

Foto:trainarchivatorStop! Bevor hier ein falscher Eindruck entsteht – dies ist NICHT die Schlacht am kalten Buffet!!! Es handelt sich um fleißige Helfer, die die Verpflegung für die anschließende Pause herrichten. Wie immer bei Choraktivitäten finden sich Freiwillige, die irgend etwas organisieren, mitbringen oder vorbereiten. Auch aufräumen oder putzen muss niemand alleine.  Das ist schon wichtig, da wir immer mal wieder in Räumen fremder Gemeinden zu Gast sind. Vielen Dank dafür.

Foto:trainarchivatorFür Power und Durchhaltevermögen der SängerInnen bis zum Abend sorgte Empting’s Backstube (Bäcker in Hamm) als Sponsor von belegten Brötchen und Kaffeegebäck. Der Bäcker schaute sogar persönlich bei uns vorbei, um sich einen Eindruck vom Stand der Dinge zu machen. Bei einer Tasse Kaffee konnte er sich ganz entspannt von unserem musikalischen Können überzeugen.

Foto:trainarchivator
Pause nach konzentrierter Chorarbeit

Nachdem sich der Chor in einer Pause gestärkt hatte, ging es wieder an die Probenarbeit. In netter Atmosphäre fiel konzentriertes Arbeiten leicht, folglich haben wir uns bei jedem Lied mit schnellen Fortschritten selbst belohnt. Etliche SängerInnen folgten dem Rat, so wenig wie möglich auf die Textzettel zu schauen. Das ist immer noch die effektivste Methode auswendig zu lernen, auch wenn es dann in der Probe mal richtig haken sollte. Viel Wert wurde auf den Sprachrhythmus gelegt, der in Sprechübungen verdeutlicht wurde. Um den Ausdruck des jeweiligen Songs zu treffen, wurde er uns von Sebastian vorgesungen; mal gab es auch kleine Erläuterungen zum Inhalt. Dabei war er sehr konzentriert bei der Sache, wir hörten aufmerksam zu und konnten anschließend die Vorgaben recht ordentlich umsetzen. Nach den Einzelstimmen gab es mehrere Durchgänge vom gesamten Chor, bis uns lächelnd von vorne statt eines Redeschwalls nur ein ergriffenes „schön“ zugerufen wurde.

Foto:trainarchivatorKlar war, dass auch einige organisatorische Dinge zum Ablauf des Gospeldays zur Sprache kamen. Auf den extra für den Workshop zusammen gestellten Liedzetteln waren zwar schon die wesentlichen Informationen aufgeführt, doch es wurde nochmal alles genau erklärt und Fragen beantwortet. Eine gute Vorbereitung wird von wesentlicher Bedeutung sein und Sicherheit geben – der Auftritt weicht immerhin etwas von den sonst üblichen Mustern bei Konzerten oder Hochzeiten ab. In einer Pause konnten zusätzliche Plakate an die Verteiler gegeben werden, das ergänzen der offiziellen bundesweit einheitlichen Plakate mit einem Hinweis auf den lokalen Veranstaltungsort übernahmen fleißige Helferinnen.

Foto:trainarchivatorAn den musikalischen Teil schloss sich eine Infoveranstaltung an, die uns nochmal die thematischen Hintergründe des Gospeldays verdeutlicht hat. Durchgeführt wurde diese von zwei Vertretern der „Creativen Kirche“, welche diesen Chor-Aktionstag organisiert und in vielen Städten solche Begleitveranstaltungen durchführt. Es ging um die Zusammenhänge von Armut, Klimawandel und ungerechter Verteilung von Problemen und Chancen. Allerdings wurden auch Perspektiven aufgezeigt, wie man entweder hier Zuhause oder in den Entwicklungsländern daran etwas ändern kann.  Stellvertretend für einen der kleinen zukunftsweisenden Schritte stellte man uns nochmal das vom Gospelday unterstützte Projekt in Kamerun vor. Diese Themen sind bereits an anderer Stelle im Blog dargestellt worden.

Zusammenfassend kann man von einem sehr erfolgreichen Workshop sprechen. Er hat uns musikalisch in der Vorbereitung des Gospeldays einen Riesenschritt weiter gebracht, Spass gemacht und war am Ende auch noch informativ. Die Veranstaltung war in jeder Hinsicht super vorbereitet, alles passte. Unbedingt nochmals lobend erwähnt werden muss unser Begleitmusiker, der zwar dezent im Hintergrund blieb, aber unseren Chorleiter ideal unterstützte. Der konnte sich damit ganz auf das eigentliche „Training“ fokussieren.

Foto:trainarchivator
Perfekt auf den Gospelday eingestellt waren am Ende des Workshops alle – A. und M. sogar mit Aktionsbutton!

Gospelday 22.09.2012 – Der Workshop

Gospel!Day-Logo ZuschnittSo Leute, jetzt geht es in die heiße Vor- bereitungsphase für den bundesweiten Chor-Aktionstag, der am 22.09.2012 ein Zeichen gegen Hunger und Armut setzen soll.

GfegW-LogoHier im Blog sind bereits Artikel sowohl über die Hintergründe im allgemeinen als auch über das konkret unterstützte Projekt in Kamerun erschienen, die bei Interesse unter den folgenden Links nachzulesen sind:

https://gospeltrainhamm.wordpress.com/2012/07/05/gospelday-22-09-2012-vorankundigung/

https://gospeltrainhamm.wordpress.com/2012/07/29/gospelday-22-09-2012-das-unterstutzte-projekt/

Jetzt geht es um die Einübung des offiziellen Mottosongs „We can move mountains“, der am Aktionstag genau um 12.00 Uhr bundesweit und auch darüber hinaus von hunderten von Gospelchören gesungen werden wird. Der Gospeltrain Hamm e.V. hat versucht den Gospelday in Hamm bekannt zum machen, um möglichst viele Mitstreiter zu gewinnen, die mit uns auf dem als Veranstaltungsort gewählten „Platz der Deutschen Einheit“ (Hamm, am Kleistforum in Bahnhofsnähe) singen. Willkommen sind alle Gospel-interessierten, die uns unterstützen möchten; egal ob Einzelpersonen oder Gruppen, ob in Chören aktiv oder nicht.

Natürlich wird nicht nur ein Lied zu hören sein, sondern ein kleines Programm mit weiteren Songs. Diese möchten wir in Form eines Workshops einstudieren, bei dem erstmals der Gospeltrain und die weiteren Beteiligten aufeinandertreffen. An den musikalischen Teil wird sich ein gemütlicher Ausklang anschließen, bei dem uns ein Vertreter der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“ Hintergrundinformationen liefern möchte. Die genauen Daten:

Samstag, 08.09.2012
Auferstehungskirche Bockum-Hövel, Uphofstraße 34, 59075 Hamm
12.00 – 18.00 Uhr Workshop
18.30 – ca. 20.00 Uhr Ausklang mit Aktionsinfos
Teilnahmebeitrag 10,00 €
zzgl. 4,50 € für Gospelschal, wenn nicht vorhanden

Um weitere SängerInnen zu finden, haben wir aktiv Öffentlichkeitsarbeit und Mund-zu-Mund-Propaganda betrieben. Im Westfälischen Anzeiger, unserer Lokalzeitung, ist bereits am 27.07.2012 ein größerer Artikel erschienen, der den Gospelday vorgestellt und um weitere Beteiligung geworben hat. Für den Aktionstag wünschen wir uns etwas großes: einen großen Aktionschor, ein großes Publikum und große Spendenbereitschaft. Dann ist auch große Unterstützung des Projekts in Kamerun möglich.

Um den Gospelday bekannter zu machen, haben wir das offizielle Plakat und die Logos (Gospelday, Aktion Gospel für eine gerechtere Welt) mehrfach öffentlich präsentiert, u.a. in der Zeitung, im Blog und auf Flugblättern zur Workshop-anmeldung. Inzwischen ist das Plakat um den lokalen Veranstaltungsort ergänzt  und verteilt worden.

Nachbesprechung Workshop mit Helmut Jost 01./02.09.2012

Am vergangenen Wochenende haben in der Friedenskirche in Unna-Massen etwa 75 Menschen an einem von der dortigen Ev. Gemeinde veranstalteten Gospelworkshop teilgenommen. Darunter waren erfreulicherweise fast 20 jugendliche Konfirmanden und auch zwei Gospeltrainerinnen. Musikalischer Leiter war der bekannte Gospelsänger/-musiker/-workshopleiter Helmut Jost. Am Beispiel dieser Veranstaltung soll darüber berichtet werden, was man bei Workshops erleben und lernen kann, auch wenn nur einzelne Mitglieder des Trains daran teilnehmen.

Der Workshop

Erst mal vorweg: es war toll!!! Von Anfang an herrschte eine angenehm entspannte Atmosphäre. Viele Teilnehmer kannten sich, die Neulinge fanden aber gleich unkompliziert Anschluss. Wir hatten schließlich ein gemeinsames Ziel: viel lernen, dabei Spaß haben und am Sonntagabend einen gelungenen Auftritt beim Abschlussgottesdienst hinlegen.Foto:trainarchivator
Als erstes sollte mit dem Einsingen „der Kopf aufgemacht werden“. Die eigentlichen Übungen drehten sich im Wesentlichen um die Lautbildung rund um die Vokale. Nach dem Prinzip „wiwowiwo“, wobei Vokale und Umlaute gegeneinander ausgetauscht wurden, sollte nachgesungen werden – mal in die Höhe, mal in die Tiefe. Je unterschiedlicher die Vokale geformt werden mussten, umso schneller musste man mit dem Mund werden. Eine echte Wachmachübung. Für den Gottesdienst hatten Helmut Jost und Pastor Detlef Main neun Lieder ausgewählt. Zwar kannten manche Teilnehmer einzelne Titel, doch es wartete eine ganz schöne Herausforderung auf uns. Wie sollte man diese Mengen von Text in knapp zwei Tagen bewältigen?
Das Einüben der Songs bis zur Auftrittsreife erfolgte nach einem mehrstufigen Konzept:

  1. Die Lieder wurden nacheinander zunächst zu 70% eingeübt, um bis zum Ende des ersten Tages alles einmal kennen gelernt und eine solide Grundlage geschaffen zu haben. Der Feinschliff sollte am zweiten Tag über viele Wiederholungen erfolgen.
  2. Am nächsten Tag gab es nach dem Einsingen einen kompletten Durchlauf aller Lieder, um zu sehen, was vom Vortag hängen geblieben ist. Gar nicht mal so übel.
  3. Beim erneuten Durchlauf wurden die Übungen intensiviert, d.h. nur die reinen Chorpassagen gesungen, Instrumentalpassagen und Soli weggelassen. Nun wurden die Problemstellen besonders deutlich.
  4. Beim letzten Arbeitsdurchlauf ging es ganz speziell um diese „Baustellen“.
  5. Zum Abschluss folgte die Generalprobe mit Stellprobe, Komplettdurchlauf und Übung des Einzugs. Bei den Konfirmanden, denen Helmut Jost als Anerkennung ihrer aktiven Teilnahme kurzfristig noch ein Solo bei „We can move mountains“ geschenkt hatte, stieg die Aufregung in besonderem Maße. Für viele der Teenies war ein Auftritt mit einem selbst erarbeiteten Programm vor vollem Haus bestimmt eine ganz neue Erfahrung. Erfahrenere Chorsänger schmunzelten und dachten an die eigenen Anfänge.

Foto:trainarchivator
Generalprobe lief super – Helmut Jost hatte fast „Angst“ vor dem Auftritt

Ein besonderes Augenmerk bei allen Durchgängen lag auf dem Üben der Übergänge zwischen Strophen, Refrains und den Soli, die Jost selbst übernahm, so dass man in den Genuss von dessen Können kam. Das Üben war viel Arbeit, hat sich aber gelohnt und schließlich seien wir laut Workshopleiter „nicht zum Vergnügen hier“. Was haben wir gelacht; der gute Helmut war jederzeit für ‘nen lockeren Spruch gut. Besonders gut hat mir der von der „Stimme als Schicksalsgemeinschaft“ gefallen, mit dem er die Mitglieder der Einzelstimmen aufeinander einschwor. Immer wieder kam die Aufforderung: zuhören, ihm ins Gesicht schauen und dann aktiv mitmachen. Es gab niemals Negativkritik, immer wurde positiv das bereits Erreichte angesprochen. Als dann doch mal das Wort „meckern“ fiel, waren wir fast erschrocken; ätsch, war nur wieder ein Spruch um die Konzentration hoch zu halten. Der Mann am Keyboard hatte sowieso eine leicht verständliche und bildhafte Sprache: mal sollten wir „nicht pennen“, dann „nach vorne singen“, die Stimmung eines Liedes wurde als „freundlich und hell“ beschrieben. Derartige Anweisungen waren sofort klar und konnten wie die vielen ganz konkreten Praxistipps direkt umgesetzt werden, auch von workshop- und chorunerfahrenen Neulingen. Am Nachmittag des zweiten Tages gab es ein bis dahin noch nicht vorgekommenes Lob („Jetzt beginnt Ihr den Text zu interpretieren“), das die nächste Stufe des Lernerfolgs dokumentierte.
Ganz nebenbei erfuhr man etwas über das Wesen der Gospelmusik. So trügen die Zielworte im Text die Botschaft, alle anderen Worte seien eher Füllmasse. Die Zielworte spielten dann beim Verständnis von Sprachrhythmus und Dynamik eine wesentliche Rolle, einem weiteren Lernziel des Workshops. Den Rhythmus lernten wir über Sprechübungen aufzunehmen, die Dynamik wurde uns durch das von intensiver Mimik und Körpersprache begleitete Vorsingen einzelner Passagen durch den Dozenten vermittelt. Am Beispiel des Stückes „We can move mountains“ von Hans Christian Jochimsen erklärte uns H. Jost zwischendurch die Wirkung von Kompositionsdetails. Er lobte den Urheber, da die Komposition die Textaussage optimal unterstützt. Uns wurde demonstriert, wodurch der auffordernde Charakter des Songs erzeugt wurde. Mehrfach wurde die entsprechende Passage in minimal veränderter Form angespielt – die Stimmung war sofort verändert und der Text verpuffte in der Belanglosigkeit.
Kurz vor dem Ende unserer Übungszeit kam noch mal die enorme Textmenge zur Sprache. Laut Jost geht nichts über das ständige auswendig lernen. Während der zwei Tage haben wir immer versucht, zunehmend seltener auf die Textblätter zu schauen. Vom Leiter bekamen wir vor jeder Zeile das Anfangswort angesagt, so dass unser Erinnerungsvermögen aktiviert und gefordert wurde. Diese Methode war recht wirkungsvoll und wurde auch beim Auftritt angewandt, ohne dass dies dem Gesamteindruck geschadet hätte. Außerdem war auch dem Publikum klar, dass wir in zwei Tage ein enormes Pensum absolviert hatten, das in der Zeit nicht zu absoluter Perfektion reifen konnte. In diesem Kontext wurde auch das chorische atmen erklärt, bei dem jeder zeitversetzt zu den anderen atmet, wann immer man es individuell braucht. So entstehen keine unangenehmen gemeinsamen Atempausen und im Gesamtchor können auch lange Textpassagen jederzeit kraftvoll durchgesungen werden. Auch das Publikum war immer wieder Gegenstand der Erläuterungen. Es ging darum, die Zuschauer gleich von Anfang an wach zu machen und einzubeziehen. Liedauswahl, gelungener Auftakt und emotionale Ansprache durch die Musik seien hier die entscheidenden Weckmittel.

Der Auftritt

Nach der ganzen Arbeit sollte um 18.00 Uhr mit einem Gottesdienst die Krönung des Workshops erfolgen. Pünktlich wurde in der inzwischen proppevollen Kirche Aufstellung zum Einzug genommen. Trotz der vielen aktiven SängerInnen verlief dieser zum heiter-schwungvollen Lied „I’m gonna keep on singing“ reibungslos. Nach der Begrüßung des erwartungsvollen Publikums erklang der sich wellenartig aufschaukelnde Titel „Lead me, guide me“, der schon ordentlich Stimmung in die Kirche brachte. Es stellte sich heraus, dass das offensichtlich durchaus gospelerfahrene Publikum gar kein Weckmittel brauchte, wir hatten sie recht schnell für uns eingenommen. Mit dem wunderbar zarten und dennoch intensiven „Come closer” beruhigte sich die Stimmung wieder und man hörte eher andächtig zu. Bevor es aber zu emotional wurde, brachte der Song „Soon be done“ mit mehr Rhythmus und Dynamik wieder Schwung in die Kirche. Der nun folgende ruhigere Titel „He touched me“ lieferte das Motto für diese Gospelmesse und das Thema für die Predigt. „Restore my soul“ war dann eine logische Ergänzung der Thematik und brachte das längst mitsingende Publikum ins wippen.
Im Gegensatz zu uns konnten die Besucher die Texte mitlesen, die per Beamer auf eine von uns nicht einsehbare Kirchenwand projiziert wurden. Wir mussten uns also allein mit Helmuts Ansagen durch die Textmengen kämpfen. Insgesamt klappte es recht gut, einzelne kleine Hänger fielen in der großen Gruppe überhaupt nicht auf, weil die Schwächen der einzelnen ja nicht gleichzeitig auftraten. Eine ganz neue Erfahrung war, dass auch auffällig viele Ältere die englischen Texte mitlasen und mitsangen. Unna-Massen scheint ein gutes Pflaster für Gospel zu sein, die vielen Gäste und die sehr aktive Teilnahme sprachen Bände.

Foto:trainarchivator
Das Publikum war sehr aktiv dabei

Das nun folgende „Just like he said he would” brachte die Kirche nun zum kochen; man stand und sang mit. Bei „We can move mountains„, dem Mottosong des diesjährigen Gospelday (22.09.2012),  hatten endlich die Jugendlichen ihren großen Auftritt, indem sie Strophe und Refrain erstmals ohne die Erwachsenen sangen. Die hellen jungen Stimmen waren schon sehr anrührend, die anderen Stimmen brachten im Anschluss dann eine große Fülle in den Gesang, der ohne den besonderen Vorlauf der Teenies gar nicht so aufgefallen wäre. So schön kannten wir das Lied noch gar nicht. Zum Schluss sollte „Peace shall be with you“ einen besinnlichen Schlussakzent setzen und den Gottesdienst abschließen. Dies gelang nur teilweise ;-). Das Lied wurde zwar ganz wunderbar weich vorgetragen, doch das Publikum hatte noch lange nicht genug. Also bekamen die Leute die ersehnte Zugabe, die mit langem Schlussapplaus belohnt wurde. Unser Repertoire war erschöpft, wir selber zufrieden und abgekämpft nach Workshop und Auftritt. Aber wie bekommt man die feiernden Menschen aus der Kirche? Indem man das Einzugs- zum Auszugslied umwidmet und vor den Besuchern nach draußen zieht.

Foto:trainarchivator
Schlussapplaus und Verabschiedung durch Pfarrer D. Main

Rückblick

Was bleibt nach zwei Tagen Gospel intensiv? Mit Sicherheit viele gute musikalische und menschliche Erfahrungen. Man hat unglaublich viel erlebt und gelernt, mal schwungvoll – mal eher melancholisch. Man erinnert sich an viele begeisterte Gesichter, sowohl im Publikum als auch bei den SängerInnen. In jedem Fall war der Workshop eine Bereicherung für alle TeilnehmerInnen, und auch Helmut Jost hatte offensichtlich seine Freude an diesem erfolgreichen Wochenende.
Ein persönlicher Nachtrag: wie anstrengend es ist, über Stunden die Konzentration hoch zu halten, merkt man spätestens am Abend zu Hause, wenn man völlig erschöpft ins Bett fällt. In tiefster Nacht war ich dann plötzlich hellwach und hatte einen der gesungenen Titel als Endlos-Ohrwurm im Kopf und viele Ideen und Formulierungen für diesen Bericht. Da musste wohl viel Input verarbeitet werden…