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Jahresrückblick 2014 –Teil 2

Im ersten Teil des Rückblicks auf das Jahr des Gospeltrains ging es um die typischen Auftrittsformen eines Gospelchores – Konzert, Hochzeit und Gottesdienst. Damit waren wir schon gut beschäftigt. Aber auch sonst war bei uns einiges los.

Sonstige Auftritte   (2 Termine)

Ganz neu war für den Gospeltrain die Teilnahme an einem Freundschaftssingen. Der Frauensingekreis Pelkum hatte am 01.06.2014 anlässlich seines sechzigjährigen Bestehens viele Hammenser Chöre in die Bürgerhalle Hamm-Pelkum eingeladen, um im Wechsel ein buntes musikalisches Programm auf die Beine zu stellen. Als Gospelchor fielen wir etwas aus dem Rahmen, aber man hatte sich uns ausdrücklich gewünscht. Die anderen Teilnehmer waren allesamt den typischen Männer-/Frauen- oder gemischten Chören zuzuordnen. Sich so unmittelbar mit anderen vergleichen zu können war für uns eine ganz neue und reizvolle Erfahrung. Viele positive Rückmeldungen haben uns in unserem Tun bestätigt. Schön, dass wir nicht nur bei Auftritten vor Gospelpublikum bestehen können, sondern auch erfahrene Sänger anderer Musikgenres Gefallen an unserem Auftritt fanden.

© D.GlintzerUnsere Bossin beim Schlussbild der Veranstaltung     © D.Glintzer

© Ev. Kirchenkreis HammSchon als Stammgäste durften wir uns in der Bildungsstätte Haus Caldenhof in Hamm-Westtünnen fühlen. Zum vierten Male hatte man uns zur Himmlischen Nacht am 27.06.2014 eingeladen. Im ersten Teil des Abends hielt man dort eine Andacht in der hauseigenen Kapelle, zu der wir mehrere Lieder beitrugen. Die familiäre Atmosphäre erlaubt es uns dort immer wieder auch ganz neue Stücke vorzutragen, die erst noch ihre Feuertaufe vor Publikum bestehen müssen. Diese Vertrautheit gibt uns genau die Sicherheit, die man sich für diese kleinen Premieren wünscht. Im zweiten Teil des Abends setzte man sich im Saal gemütlich zusammen und unterhielt sich in gemischter Runde. Natürlich gab es auch dort einen weiteren Auftritt des Gospeltrains. Chor und Publikum sind sich in diesem Saal so nah, wie wohl sonst bei keinem anderen Auftritt; eine gute Gelegenheit sich gegenseitig dabei zu beobachten, was Musik mit uns allen so anstellt.

Chorinterne Veranstaltungen   (6 Termine)

Neben den öffentlichen und eher privaten Auftritten gab es auch Veranstaltungen ganz allein für den Gospeltrain. Mal wird zusammen gearbeitet, mal miteinander gefeiert.

Zum Saisonauftakt ging es am 11.01.2014 los mit einem Workshop im Pfarrheim neben der Herz-Jesu-Kirche. Mit Kirsten G. hatten wir uns eine erfahrene Chorleiterin eingeladen, mit der wir schon mehrfach gearbeitet haben. Ein Blick von außen auf unsere Leistungen kann sehr bereichernd sein, zumal sie immer ganz konkrete Tipps zur Verbesserung parat hat. Das Gelernte wurde dann gleich nach dem Workshop in der Vorabendmesse umgesetzt.

 © trainarchivatorRege Teilnahme am Workshop zum Saisonauftakt

Wie bei jedem Verein gibt es auch bei uns eine Jahreshauptversammlung. Am 22.01.2014 war es so weit und man traf sich bei sehr guter Beteiligung im Pfarrheim. Zunächst gab es einen kurzweiligen Rückblick auf das beim Gospeltrain wie immer sehr ereignisreiche Chorjahr. Dann ging es um die zukünftigen Termine und Planungen. Wie immer lief der Abend sehr harmonisch ab, und bei Wahlen oder sonstigen Entscheidungen kamen wir schnell zu einem Ergebnis.

© trainarchivatorWie immer sind wir uns schnell einig

Gospeltrainerin Kathrin steuerte 2014 den Hafen der Ehe an und ließ sich auf diesem Weg von ihrem Gospeltrain begleiten. Vor der Hochzeit gab es aber erst einmal am 18.06.2014 einen zünftigen Polterabend. Eine größere Zahl Gospeltrainer folgte der Einladung und machte eine Partie aufs Land, wo man bei Musik, Bewirtung und guter Laune einen fröhlichen Abend verbrachte.

© trainarchivatorGospeltrainerInnen als Gäste des Polterabends

Schon kurz darauf wurde am 02.07.2014 erneut gefeiert – unser Sommerfest. Statt, wie sonst üblich, am und im Pfarrheim zu feiern, bot sich dieses Mal durch private Kontakte ein Bauernhof als Ort des Grillfestes an; eine gelungene Alternative, wie sich herausstellen sollte. Bei dieser Gelegenheit wurde unser einige Tage zuvor mit einem Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedeter Pfarrer Paul Markfort ausgiebig besungen. Der Neuruheständler war gerne unserer Einladung gefolgt und genoss das Ständchen und die persönlichen Abschiedsworte. Da war in den vergangenen Jahren eine starke Verbindung zwischen dem Chor und seinem Förderer und ersten Fan gewachsen, wie die emotionalen Reaktionen auf beiden Seiten zeigten. Hach, das ging ans Herz…!

© trainarchivatorAbschiedsständchen beim Grillfest

© trainarchivatorAm 25.10.2014 ging es wieder an die Arbeit. Ort des Workshops war der Saal der Bildungsstätte Haus Caldenhof in Hamm-Westtünnen. Auch bei diesem Termin war wieder Kirsten G. an unserer Seite und fand prompt wieder Anregungen und Verbesserungsmöglichkeiten. – Genau darauf hatten wir gehofft, als wir sie zu diesem Termin gebeten hatten.

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Zum Ende eines jeden Jahres trifft sich der Gospeltrain zur Weihnachtsfeier im Pfarrheim. Am 17.12.2014 war es wieder soweit. An weihnachtlich gedeckten Tischen gab es Leckeres vom immer wieder überraschenden Mitbringbuffet, dann wurde es ein wenig offizieller. Gleich zwei neue Männer durften wir an Bord des Trains begrüßen – herzlich willkommen, Jungs. Der unserer Einladung gefolgte neue Pfarrer Davis Puthussery wurde ebenfalls herzlich in unserer Mitte begrüßt und ebenso wie Pfarrreferent Martin Remke mit dem Chorschal als Zeichen des Willkommens ausgestattet. Natürlich wurde auch miteinander gesungen! Diesmal nur aus reinem Spaß an der Freud‘, dementsprechend wenig formvollendet, dafür umso herzlicher. Der Vortrag zweier heiterer bzw. nachdenklicher Weihnachtsgeschichten rundete den schönen Abend ab. Ruckzuck hatten viele helfende Hände am Ende alle Spuren der Feier beseitigt und man ging in die verdiente Weihnachtspause.

© trainarchivatorWeihnachtsfeier beim Train? – Supersache!

Gospelkirchentag 19.-21.09.2014 Kassel
(9 Termine)

Gospelkirchentag ohne den Gospeltrain? Undenkbar! Wie auch 2012 nahmen wir jedoch nicht als ganzer Chor daran teil, sondern als Projektchor WeST! (=We Sing Together!). Dieser findet sich in wechselnden Besetzungen immer dann zusammen, wenn sich SängerInnen aus dem Wirkungskreis von Chorleiter Sebastian Wewer gemeinsam auf irgendein Highlight vorbereiten. Die dementsprechend bunt gemischte Truppe aus Mitgliedern verschiedener Chöre fand sich zwecks Vorbereitung zu insgesamt sechs Workshops zusammen, in denen man sich näher kennen lernte und das Repertoire für den Auftritt in der Gospelnacht des Gospelkirchentags erarbeitete. Den letzten Feinschliff verpasste uns der Chef bei einer Generalprobe.

© trainarchivatorAus dieser müden Truppe formt Chorleiter Sebastian einen begeisternden  Chor

Nachdem wir in Kassel Quartier bezogen hatten, besuchten wir die Open-Air-Auftaktveranstaltung, bei der es viel Gospelmusik zu hören gab, dazu Grußworte von Organisatoren und Gastgebern. Info- und Verkaufsstände rundeten diese zentrale Veranstaltung ab. Dann ging es auch schon los nach Kassel-Wilhelmshöhe, wo WeST! gemeinsam mit dem Chor „GospelFire“ aus Hamburg und dem „Gospelchor Waltrop“ die Gospelnacht in der Christuskirche bestritt. Drei unterschiedliche Chöre boten dem Publikum tolle Gospelmusik verschiedener Stilrichtungen, als Highlight trat man zum Abschluss mit einem gemeinsamen Titel auf. Der verdiente Applaus belohnte uns für den gelungenen Auftritt und die intensive Vorbereitung.

© S.WildeWe Sing Together! in der Gospelnacht     © S.Wilde

Am Tag darauf stand vormittags der Mass-Choir-Workshop in einer der Messehallen auf dem Terminplan. Die Komponisten bekannter Gospelsongs live als Workshopleiter zu erleben, mit gut fünftausend Aktiven gemeinsam zu singen – das musste einen einfach begeistern. Obwohl die intensive und konzentrierte Probenarbeit durchaus forderte und anstrengte, so war die Teilnahme doch ein Genuss und eine Bereicherung.

© Creative KircheVoller Einsatz von Hans Christian Jochimsen     © Creative Kirche

Genau um 12 Uhr mittags wurde mit „Amazing grace“ zudem der Mottosong des Gospeldays 2014 angestimmt, der an diesem Tage deutschlandweit begangen wurde, um Geld für ein Hilfsprojekt in Bangladesh zu sammeln, durch welches ehemaligen Kindersklaven eine neue Lebensperspektive ermöglicht wird. Ein  tolles Gefühl mit tausenden von Gospelsängern vereint zu sein – in der Halle und bundesweit.

© Creative KircheAltos mit Birgit, Susanne und Ankie 🙂     © Creative Kirche

Nachmittags konnte jeder sein persönliches Programm aus dem reichhaltigen und vielfältigen Angebot des Gospelkirchentags zusammenstellen. In der Kasselaner Innenstadt gab es Workshops und Konzerte aller Art, und jeder dürfte etwas Passendes gefunden haben.

© Silvia WildeMitsingkonzert mit Hans Christian Jochimsen     © S. Wilde

Abends ging es dann wieder in die Messehalle, wo wir die Welturaufführung des Chormusicals „Amazing grace“ miterleben durften. Neben den Profi-Musicaldarstellern waren ca. dreihundert Laien-Gospelsänger wie wir als Backgroundchor beteiligt, dazu Band, Streicher und Bläserensemble. Eine wahre Geschichte, in Musik und Szenenbild umgesetzt, zog das Fachpublikum in den Bann. Es war ja „unsere“ Musik, die wir zu hören bekamen. Da ist man mittendrin, statt nur dabei. Gelegenheit zum Mitsingen bekamen wir vor allem im zweiten Teil reichlich, waren einige Songs doch Teil des Workshops am Morgen gewesen. Zurück ins Quartier ging es dann auf Wolke sieben schwebend.

© Pia Malmus Voller Sound by „Amazing grace“     © Pia Malmus

Am letzten Tag ging es zum zweiten Teil des Mass-Choir-Workshops. Wieder tolles Programm, mitreißende Workshopleiter und überzeugende Profi-Sänger, die uns unterstützten. Vielleicht noch ein wenig legerer als am Tag zuvor. Längst war allen Beteiligten klar, dass auch dieser Gospelkirchentag wieder ein voller Erfolg war und die Teilnehmer um viele Erfahrungen und Anregungen reicher nach Hause fahren würden.

© Creative Kirche, Daniel CzappGewissheit für alle Teilnehmer „I am loved“      © Creative Kirche, Daniel Czapp

Angesichts des Dauerregens haben wir auf die Teilnahme am Open-Air-Abschlussgottesdienst verzichtet. Wir waren ausgepowert, voller Eindrücke und hatten zudem selbst einen gelungenen Auftritt beigetragen – da darf man schon mal blau machen.

© Creative Kirche, Karsten SocherAbschlussgottesdienst im Regen     © Creative Kirche, Karsten Socher

© Rainbow Gospelchor Herzebrock-ClarholzEndgültig abgeschlossen wurde der Zyklus des Gospelkirchentags aber erst mit einem Auftritt in Herzebrock-Clarholz. Der dortige Rainbow Gospelchor hatte ein größeres Kontingent der Aktiven von WeST! gestellt und wollte seinem Heimpublikum etwas „Kassel-Atmosphäre“ mitbringen. Etliche Wochen nach der Großveranstaltung freuten sich alle WeST!-Mitglieder auf ein Wiedersehen und ließen die Eindrücke in einem Konzert mit dem Gospelkirchentagsprogramm nochmals aufleben. Der Reaktion des Publikums nach ist dieses Vorhaben ganz offensichtlich gelungen.

  • 26.04.2014     Workshop GKT Nr.1 in Hamm
  • 24.05.2014     Workshop GKT Nr.2 in Unna
  • 05.07.2014     Workshop GKT Nr.3 in Beckum (Gesamtprobe)
  • 12.07.2014     Workshop GKT Nr.4 in Herzebrock
  • 26.07.2014     Workshop GKT Nr.5 in Hamm
  • 16.08.2014     Workshop GKT Nr.6 Ahlen
  • 29.08.2014     Generalprobe GKT in Beckum
  • 19.09.2014     Gospelnacht GKT in Kassel
  • 02.11.2014     Konzert Rainbow Gospelchor und WeST! in ………………….Herzebrock-Clarholz

Chorprojekt zur Heiligen Nacht   (5 Termine)

Es gab sie, die ganz harten, die immer noch nicht genug hatten! Für die Einladung zu einem Gospelprojekt in der Heiligen Nacht mit WeST! in Unna hatten die meisten nur ein müdes Lächeln übrig. Dennoch fand sich eine Gruppe von Individualisten, die diesen Abend nicht (ausschließlich) in familiärer Runde unter dem Weihnachtsbaum verbringen wollte. In vier Proben wurde das geplante Programm geprobt, verändert, verworfen, korrigiert – bis wir sicher waren: damit können wir uns hören lassen!

Heiligabend in der Friedenskirche Unna-Massen bot dann auch eine etwas andere Atmosphäre als ein normaler Gottesdienst oder ein typisches Konzert. Ein großer Weihnachtsbaum im der abgedunkelten Kirche, eine Krippe und das an die Wand projizierte Motto „Sternkind“ ließen uns wissen: heute ist die Nacht der Nächte. Ein schöner Abschluss eines überaus ereignisreichen Jahres.

© trainarchivatorIn wenigen Momenten geht es los

  • 20.11.2014     Probe Nr.1 in Unna
  • 04.12.2014     Probe Nr.2 in Unna
  • 11.12.2014     Probe Nr.3 in Unna
  • 18.12.2014     Probe Nr.4 in Unna
  • 24.12.2014     Gottesdienst zur Heiligen Nacht in Unna

Medienpräsenz

Etliche Male spiegelten sich unsere Aktivitäten in der Lokalpresse wieder. Mal wurden Auftritte angekündigt, man berichtete über eigene Konzerte oder erwähnte unser Mitwirken an anderen Veranstaltungen. Beim Konzert in Herzebrock waren viele Gospeltrainer bei der Gospelkirchentagsnachlese als Mitglieder von WeST! dabei.

  • Der Saisonauftakt 11.01.2014
    „Gospeltrain startet wieder“ (Westf. Anzeiger 10.01.2014)
  • Konzert Beckum 23.02.2014
    „Gospeltrain macht Station in der Christuskirche“ (Die Glocke 18.02.2014)
    „Bitte einsteigen in den Gospeltrain“ (Die Glocke 25.02.2014)
  • Konzert Herz-Jesu Hamm-Norden 23.03.2014
    „This is the day“ (Westf. Anzeiger 15.03.2014)
    „Gospeltrain in Herz-Jesu“ (Stadtanzeiger 23.03.2014)
    „400 begeisterte Zuhörer“ (Westf. Anzeiger 31.03.2014)
  • Erstkommunion Herz-Jesu Hamm-Norden 04.05.2014
    „Kommunion für 28 Kinder“ (Westf. Anzeiger 07.05.2014)
    „28 Kinder empfangen erste heilige Kommunion“ (Westf. Anzeiger 09.05.2014)
  • Freundschaftssingen Hamm-Pelkum 01.06.2014
    „Freundschaftssingen in Bürgerhalle“ (Westf. Anzeiger 28.05.2014)
    „Stimmungsvolle Geburtstagsfeier“ (Westf. Anzeiger 04.06.2014)
  • Abschied Paul Markfort 29.06.2014
    „Der fröhliche Pfarrer“ (Westf. Anzeiger 014.07.2014)
  • Einführung Pfarrer Davis Puthussery 18.10.2014
    „Für die Menschen offen sein“ (Westf. Anzeiger 20.10.2014)
  • Konzert Herzebrock 02.11.2014
    „Die Ohrwürmer reißen die Zuhörer mit“(Die Glocke 04.11.2014)

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Vielen Dank allen Sängerinnen und Sängern, Chorleiter Sebastian Wewer und allen Gospelfreunden und Unterstützern für ein ereignisreiches Chorjahr. Sicher war es auch anstrengend, musste Zeit und Mühe investiert werden, doch mit vielen gelungenen Auftritten, wunderbaren Erlebnissen und persönlichen Rückmeldungen von Zuhörern haben wir eine reiche Ernte eingefahren.

Es bleibt uns aber keine Zeit die Hände in den Schoß zu legen, denn der Countdown zu mehreren Konzerten läuft bereits. Schließlich können wir im Jahre 2015 bereits auf zwanzig Jahre Gospelmusik unter dem Kirchturm von Herz-Jesu im Hammer Norden zurückblicken. Das verpflichtet!

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Jahresrückblick 2014 –Teil 1

Achtzehn ist die Zahl des Jahres 2014! Achtzehn Auftritte hat der Gospeltrain Hamm e.V. in diesem Jahr absolviert. Eine ganz schöne Menge. Da steckt jede Menge persönlicher Einsatz der Mitglieder und des Chorleiters drin. Mit den Auftritten allein ist es ja nicht getan, denn diese wollen durch regelmäßige Proben gut vorbereitet sein.
Neben den öffentlichen Auftritten gab es auch wieder einige chorinterne Veranstaltungen, die mal der Arbeit und mal dem Vergnügen gewidmet waren.

Nachdem wir uns vor zwei Jahren in Dortmund den Gospelkirchentagsvirus eingefangen haben, hatten wir natürlich „Kassel 2014“ auf dem Kalender. Wie auch 2012 haben wir interessierte SängerInnen des Gospeltrains und aus verschiedenen anderen Chören, die unter Chorleiter Sebastian Wewer trainieren, zu einer auftrittsreifen Truppe zusammengeschweißt.
Wer immer noch nicht genug hatte, war eingeladen einen Auftritt mit einem Projektchor vorzubereiten und die Heilige Nacht in Unna gemeinsam zu feiern.
Letzten Endes konnte man als hyperaktiver Gospeltrainer, der überall mitmischen wollte, sage und schreibe 38 Termine im Kalender stehen haben – und das ohne reguläre Proben! Echter Wahnsinn! Gehen wir mal ins Detail:

Konzerte   (2 Termine)

Highlights in jedem Jahr sind die großen Konzerte. Geplant ist immer ein gut einstündiges Programm, in der Realität dauert dieses aber immer mindestens eineinhalb Stunden – dem Publikum sei Dank.

Foto: trainarchivatorDas Konzert in unserer Herz-Jesu Kirche im Hammer Norden (23.03.2014) sollte eigentlich der Höhepunkt des Jahres sein, doch wer mag das angesichts des frühen Zeitpunkts im Jahr entscheiden. In früheren Jahren fanden die Jahreskonzerte immer im Spätherbst statt, doch November/Dezember herrscht immer eine große Angebotsfülle an Konzerten und anderen Veranstaltungen. Als 2012 eigene Terminengpässe dazu kamen, trafen wir die Entscheidung die Jahreskonzerte ins erste Quartal eines Jahres zu legen.

Foto: trainarchivator2014 ging dem Heimspiel, wie auch im Jahr zuvor, ein Konzert in der Beckumer Christuskirche (23.02.2014) voraus; chorintern scherzhaft als Generalprobe bezeichnet. Beide Konzerte fanden in vollen Kirchen statt und trugen das Motto „This is the day“.

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Foto: trainarchivatorErstmals haben wir einen Beamer genutzt, um Songtitel und wesentliche Textaussagen auf eine Leinwand zu projizieren. Die letzten Minuten vor Beginn der Konzerte wurden dem Publikum durch die Einblendung von Fotoimpressionen größerer Auftritte des Gospeltrains verkürzt. Die Resonanz war positiv, wie man aus späteren Gesprächen mit Besuchern erfahren konnte. In Hamm wurden erstmals Mikrofone eingesetzt, die für einen ausgewogenen Klang in der Kirche sorgten. Am Ende der Auftritte waren wir erschöpft, aber mit viel Applaus belohnt worden.

© Gospeltrain Hamm e.V.© Gospeltrain Hamm e.V..

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Hochzeiten   (7 Termine)

Wie in den Jahren zuvor „tanzte“ der Gospeltrain wieder auf vielen Hochzeiten, 2014 waren es sieben. Meistens werden wir vom Brautpaar eingeladen, gelegentlich auch von deren Anhängen „verschenkt“. Zwar ist immer mal wieder einer der zukünftigen Eheleute mit einem Gospeltrainer bekannt, doch wirklich enge persönliche Bande wie in diesem Jahr sind doch eher selten.

Foto: trainarchivatorMan kommt viel rum: Hamm-Werries, Hamm-Ostwennemar, Kamen-Methler, Beckum, Kamen-Heeren, Hamm-Berge, Hamm-Westen

In Werries hatten wir einen Auftritt bei einer Hochzeit im Maxipark. Während die eigentliche Trauung im berühmten Elefanten erfolgte, traten wir nach dem Kaffetrinken in der benachbarten Werkstatthalle in Aktion. Brautmutter Gabi P. ist eine Gospeltrainerin, die bei diesem Auftritt im Chor mitsang und bei einem Titel sogar das Solo übernahm, was alle Anwesenden und erst recht die Tochter zutiefst rührte.

In Kamen-Methler war es mit Kathrin gar eine Gospeltrainerin selbst, die vor den Altar trat. Es ist allerdings schon das zweite Mal, dass die Braut aus unseren Reihen stammt. Jeder Hochzeitsauftritt ist speziell vorbereitet, um die jeweiligen Wunschtitel bestmöglich präsentieren zu können, doch mit einer „eigenen“ Braut geht man noch wesentlich intensiver mit.

© trainarchivator

  • 07.06.2014   Hamm-Werries, Maxipark
  • 21.06.2014   Hamm-Ostwennemar, St.Michael-Kirche
  • 21.06.2014   Kamen-Methler, Ev. Kirche
  • 09.08.2014   Beckum, St. Stephanus-Kirche
  • 30.08.2014   Kamen-Heeren, Herz-Jesu-Kirche
  • 27.09.2014   Hamm-Berge, Ev. Kirche
  • 18.10.2014   Hamm-Westen, Josefskirche

Es hätten noch einige Auftritte mehr sein können, wenn man alle Anfragen angenommen hätte. Unsere schon länger feststehenden Termine und sonstigen Aktivitäten sollten aber nicht zu kurz kommen. Außerdem verlangt unser Anspruch an uns selbst eine ausreichende Vorbereitung. Offensichtlich unterschätzen manche Anfragenden, wie frühzeitig wir „ausgebucht“ melden müssen. Sorry 🙂

Mitgestaltung von Gottesdiensten
(4 Termine)

Man könnte meinen, für einen Gospelchor seien Gottesdienste Routine. Falsch gedacht, denn jeder für sich ist ein Unikat.
In jüngerer Vergangenheit wurde jeweils im Januar eine Vorabendmesse in unserer Herz-Jesu-Kirche im Hammer Norden als Saisonauftakt genutzt, so auch am 11.01.2014. Nach der Weihnachtspause galt es wieder in Schwung zu kommen. Außerdem kommen immer einige Besucher zusätzlich in die Messe, wenn sie zuvor von unserer Beteiligung erfahren haben. Nicht zuletzt war unser Auftritt auch gute Werbung für unser weniger Wochen später an gleicher Stelle erfolgtes Jahreskonzert.

© Hartwig KrauseVorabendmesse Anfang Januar

Einen viel größeren Rahmen bot der Auftritt anlässlich der Erstkommunion in der Herz-Jesu-Kirche am 04.05.2014. Neben einer Reihe eigener Songs sangen wir die Gemeindelieder mit, um die Leute zum mitsingen zu motivieren. Besonders gefordert war Chorleiter Sebastian Wewer, der spontan auf die jeweilige Situation zu reagieren und für musikalische Untermalung zu sorgen hatte, ob mit dem Chor oder als Solist am Keyboard. Dies war besonders bei der Kommunionausteilung erforderlich, deren Dauer nie im Voraus abzuschätzen ist. Also galt es immer den Überblick zu behalten und ständig Kontakt zum Chor, zum Organisten oder anderen Beteiligten zu halten. Zum Abschluss begleiteten wir die Kommunionkinder singend um die Kirche.

Foto: trainarchivatorAuftritt zur Erstkommunion vor vollem Haus

Am 29.06.2014 brachten wir nach der Verabschiedung von Pfarrer Paul Markfort dem Neu-Ruheständler ein Ständchen. Am Festgottesdienst in unserer Herz-Jesu-Kirche war der Gospeltrain nicht offiziell beteiligt. Dort sangen Kirchen- und Kinderchor der Gemeinde. Viele Vereine hatten Abordnungen geschickt, die Reihe der Gäste aus der Gesellschaft war lang. Einige Gospeltrainer hatten die Messe privat besucht und huschten kurz vor Ende hinaus, um mit den anderen draußen ein Spalier für den Auszug zu bilden. Zu guter Letzt überreichte die Vereinsvorsitzende Gruß und Geschenk von „seinem“ Gospeltrain.

© trainarchivatorZum Abschied ein Ständchen im Spalier

Wenige Monate nach der Verabschiedung von Pfarrer Markfort durften wir unseren „Neuen“ begrüßen. Die Einführung von Pfarrer Davis Puthussery erfolgte in der Vorabendmesse am 18.10.2014. Erneut war die Kirche brechend voll. Alle wollten dabei sein, den Pfarrer erleben und sich einen ersten Eindruck machen. Wieder waren Abordnungen aller Gemeindegruppen und der Vereine des Stadtteils anwesend, darüber hinaus Ehrengäste aus Politik und Kirche. Man sagt, als der neue Pfarrer erfahren habe, dass es drei Chöre in der Gemeinde existieren, habe er auch alle hören wollen. So wurde es ein sehr musikalischer Gottesdienst mit einem Gemeindehirten, der durch sein Auftreten und die lebensnahe Predigt gut ankam und Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit nährte. Einige Gospeltrainer gingen anschließend noch zum Empfang ins Pfarrheim um etwas Atmosphäre zu schnuppern.

© trainarchivatorDie Kirche ist längst voll – Fahnenträger warten auf den Einzug

Gleich mehrere Premieren   (3 Termine)

Es dauerte bis zum Jahr 2014, bis wir erstmals zu einer Taufe eingeladen wurden. Erstaunlicherweise war dies dann gleich zweimal im Jahr der Fall, jeweils im familiären Umfeld des Gospeltrains; man wusste also genau auf was man sich einließ. Gemeinsam mit den Familien der beteiligten GospeltrainerInnen wurde zwei wunderschöne persönliche Gottesdienste gestaltet, die sicherlich zu den emotionalsten Momenten des Chorjahres zu zählen sind.

© trainarchivatorBei der Taufpremiere am 09.02.2014 in Hamm-Berge bildeten Chor und Familie des Täuflings eine sehr große Schnittmenge, denn Omma, Oppa und Tante sind bei uns aktiv, und auch die Mama wurde schon von uns unter die Haube gesungen. Als die singende Verwandschaft dann zu uns gerufen wurde, um sich aktiv zu beteiligen, hatten wir einen wunderbaren musikalischen Familienklüngel beisammen, der allen Anwesenden offensichtlich viel Spaß bereitete.

© trainarchivatorAuch die zweite Taufe am 12.10.2014 in Hamm-Ostwennemar war für uns etwas ganz besonderes. Den aufregenden Start des Kindes ins Leben hatte der Chor ganz nah mit verfolgt und fühlte eine besondere Verbundenheit. Dass der Pfarrer dann auch noch eine außerordentlich gelungene emotionale Predigt hielt, passte zu diesem Festtag. Gerade an diesem Tage wurde deutlich, dass wir nicht nur für andere singen, sondern auch für uns ganz persönlich immer etwas von den Auftritten mitnehmen.

Ein absolutes Highlight, das wir wahrscheinlich niemals wieder erleben werden, war ein Überraschungsauftritt zur Goldprofess am 27.04.2014 in Münster-Amelsbüren. Schwester Maria Elisabeth, sehr beliebtes Gründungsmitglied und viele Jahre im Gospeltrain aktiv, feierte ihr fünfzigjähriges Ordensjubiläum. Obwohl schon vor etlichen Jahren nach Münster verzogen, war sie bei uns immer noch in bester Erinnerung. Aus der Idee eines privaten Besuchs einiger weniger wurde letztlich ein nur mit den Organisatoren abgesprochener Überraschungsauftritt. Der Chor erwartete die Festgesellschaft, die vom Jubiläumsgottesdienst in das zur Feier hergerichtete Pfarrheim „St.Sebastian“ herüberkam. Das war ein hallo, als sie einige Gesichter des inzwischen auch personell etwas veränderten Chores erkannte; schnell eingereiht und sogar einen Titel mitgesungen. Beim anschließenden gemeinsamen Essen wurden zwei altgediente Gospeltrainerinnen an den Tisch der Jubilarin verwiesen. Erst war man verlegen, so im Epizentrum des Geschehens, doch dann durfte man wunderbare Momente mit Sr. Maria Elisabeth verbringen, in denen alte Erinnerungen ausgetauscht, erzählt und gelacht wurde.

Foto: trainarchivatorGeselliger Ausklang mit der Jubilarin

In Teil 2 wird es um sonstige Auftritte, chorinterne Veranstaltungen, Workshops und Projektarbeiten gehen…

Alle Jahre wieder – Weihnachtsfeier 17.12.2014

Die Weihnachtsfeier ist immer ein schönes Highlight am Ende eines Jahres. Dieses Mal wird man im Vorraum des Pfarrheims an der Herz-Jesu-Kirche in Hamm-Norden von Windlichtern auf den Abend eingestimmt – nette Neuerung. Schon frühzeitig ist der Saal gut gefüllt; wir sind fast vollständig versammelt.

© trainarchivator Illuminierter Eingangsbereich im Pfarrheim

„Das Niveau steigt jedes Jahr“ heißt es schmunzelnd bei einem Blick auf den diesmal mit Tischdecke und Kerzen besonders herausgeputzten Tisch für das gospeltraintypische Mitbringbuffet. Dieses bietet die geschätzte Mischung aus beliebten Klassikern und einigen Neuerungen, ergänzt durch leckere Schweinereien vom Metzger. Für die schönen Arrangements auf den weihnachtlich geschmückten Tischen hat Steffi auf bewährte Art gesorgt.

© trainarchivatorEin paar nachdenkenswerte Worte zur Begrüßung

Ein Programm im engeren Sinne gibt es nicht, vielmehr soll es ein netter Abend in geselliger Runde werden. Dennoch spricht Chorleiter Sebastian Wewer zum Auftakt einige Worte zum geistlichen Geleit in der Weihnachtszeit. Angesichts aktueller gesellschaftlicher Ereignisse erinnert er an christliche Überzeugungen und unsere Verantwortung. Der Beitrag kommt gut an. In der oft hektischen Vorweihnachtszeit tut es gut, auf das Wesentliche „eingenordet“ zu werden. Anschließend wird das Buffet freigegeben.

© trainarchivator Das sieht aber wieder gut aus!

© trainarchivatorAlles nach links – dort steht der Nachtisch 🙂

Man sitzt beieinander, lässt es sich schmecken und führt nette Tischgespräche. Inzwischen sind unser erst kürzlich neu eingeführter Pfarrer und der Pastoralreferent eingetroffen. Für Pfarrer Davis Puthussery ist es eine erste intensivere Kontaktaufnahme zu unserem Chor. Aufgeschlossen und interessiert nimmt er an den Gesprächen teil oder lässt sich einige Gepflogenheiten beim Gospeltrain oder in seiner neuen Gemeinde erklären.

Bald darauf wir es ein wenig offiziell. Chorleiter Sebastian darf mal wieder zur Tat schreiten und neue Mitglieder an Bord des Gospeltrains begrüßen. Diesmal ist es sogar Verstärkung für die Männerstimmen, die den Frauenstimmen zahlenmäßig noch weit hinterherhinken. Nach der förmlichen Übergabe der Chorkrawatten gibt es herzlichen Applaus für unsere Neuen, die sich nach dem gemeinsamen Kennenlernen in einer Probephase für uns entschieden haben. Hermann bedankt sich und ist offensichtlich schon ganz gespannt, wohin uns unser gemeinsamer Weg noch führen wird.

© trainarchivatorHerzlich Willkommen, Hermann und Dimitri

Wo der Chef gerade in Aktion ist, werden Pfarrer Davis Puthussery und Pastoralreferent Martin Remke nach vorne gerufen. Sie erhalten als Zeichen des Willkommens und der Anerkennung unseren Chorschal überreicht. Auch Vorgänger Pfarrer Paul Markfort hatte unseren Schal als Dankeschön für langjährige treue Unterstützung bei früherer Gelegenheit erhalten. Nach ein paar Worten von Pfarrer Davis darf der Gospeltrain weiterhin auf gute Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinde vertrauen. Die erste persönliche Kontaktaufnahme ist prima gelungen, denn auch Pfarrer Davis scheint sich bei uns wohlzufühlen. – Im kleinen Kreis wird ihm schmunzelnd zugesichert, dass der Schal keine Bürde und mit vielen lästigen Pflichten verbunden sei, sondern man ihn als eine wohlwollende Geste verstehen möge.

© trainarchivatorPfarrer Davis Puthussery und Pastoralreferent Martin Remke

Auch für Sebastian selbst gibt es seine Bescherung. Train-Bossin Christa lässt ihn einen weihnachtlich dekorierten Beutel mit vielen kleinen, verwirrend verpackten Geschenken auspacken. Wie immer: der Chef ist verlegen, die Bossin zelebriert amüsiert. Viele kleine Weihnachtsleckereien kommen ans Licht. Das Publikum ist gespannt und fragt sich, was wohl der eigentliche Höhepunkt der Zeremonie sein werde. Da ist es, das größte der Päckchen. Schnell auspacken, und…? Sebastian strahlt und präsentiert sein Geschenk: ein Keyboarder aus Metall, der ihm mit Brille und typischer Körperhaltung wie ein Zwilling gleicht (fast jedenfalls).

© trainarchivator Die Zeremonienmeisterin und ihr „Opfer“

© trainarchivatorEin Geschenk wie ein Pokal – bist halt unsere Nummer Eins

Der Beschenkte geht nun ans Klavier, denn wir wollen natürlich ein paar Weihnachtslieder singen. Damit es nicht zu Textaussetzern unsererseits kommt, hat Brigitte entsprechende Heftchen mitgebracht, aus denen wir uns Titel aussuchen. Die Stimmung ist gut, alle singen kräftig mit, und es wird viel gelacht.

© trainarchivatorKeine Feier ohne Musik

© trainarchivatorAuch Geschichten werden vorgelesen, mal heiter und überdreht, mal nachdenklich. Wir sitzen noch eine Weile zusammen, bevor es mit vereinten Kräften ans Aufräumen und Putzen geht.

Ein gelungener Abend liegt hinter uns. Vielen Dank an das Orga-Team und alle anderen, die durch tatkräftige Mithilfe und Buffetbestückung zur Weihnachtsfeier beigetragen haben.

© trainarchivatorHier werden sorgfältig alle Spuren der Feier verwischt

Lokalzeitung berichtet über Priestereinführung 20.10.2014

Seit Samstag, den 18.10.2014, hat die katholische Kirchengemeinde Clemens August Graf von Galen in Hamm-Norden einen neuen Pfarrer. Anlässlich der Amtseinführung von Davis Puthussery, der zuvor elf Jahre in Dülmen tätig war, feierte die Gemeinde einen Festgottesdienst mit vielen Beteiligten und Gästen. Anschließend fand im benachbarten Pfarrheim ein Empfang statt. Von der Einführung berichtete heute der Westfälische Anzeiger als Hammenser Lokalzeitung.

Der Gospeltrain hat seinem Vorgänger Paul Markfort, der in den Ruhestand gegangen ist, viel zu verdanken. Außerdem war er einer der treuesten Fans. Pfarrer Davis werden wir bald sicher persönlich kennenzulernen. Wir heißen ihn herzlich willkommen und hoffen auf gute Zusammenarbeit.

© Westfälischer Anzeiger© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 20.10.2014

Nachbesprechung Doppeleinsatz am 18.10.2014 – Teil 2 Einführung Pfarrer Davis

Der Blick ging sofort zur Uhr, als wir die Josefskirche in Hamm-Westen verließen. Genau eine halbe Stunde blieb uns, um nach einem soeben absolvierten Hochzeitsauftritt in den Hammer Norden zu kommen und dort auftrittsfertig zu sein. Schwierig, schwierig. Erst mal waren viele unserer Autos von Feuerwehrfahrzeugen zugeparkt, welche den Neuvermählten die Ehre erweisen wollten. Schnell den Leuten der Freiwilligen Feuerwehr den Grund unserer Eile erklärt, und schon wurde uns von den Rettern ein Fluchtweg aufgemacht. Jetzt galt es in der Nähe „unserer“ Herz-Jesu-Kirche noch einen Parkplatz zu finden, was angesichts der heute stattfindenden Einführung unseres neuen Pfarrers Davis Puthussery nicht einfach zu werden schien.

© trainarchivatorZugeparkt in Hamm Westen – das könnte zeitlich sehr eng werden

Puh, Auto an der Herz-Jesu-Kirche geparkt, nach und nach trudelten die Gospeltrainer ein und versammelten sich rechtzeitig auf dem Kirchplatz. Dort standen schon einige Fahnenträger, die sich auf den Einzug vorbereiteten. Viele Gruppen und Vereine ließen es sich nicht nehmen, den neuen Pfarrer zu begrüßen. Wir gingen in die fast voll besetzte Kirche, wo man uns absprachegemäß einige Bänke direkt neben unserem Auftrittsstandort nahe des Taufbeckens reserviert hatte. Wir freuten uns drauf, gemeinsam mit den anderen beiden Chören der Gemeinde, dem Kirchenchor und dem Kinderchor „Clemenskids“, den feierlichen Gottesdienst musikalisch mitzugestalten.

© trainarchivatorZahlreiche Fahnenträger machten sich bereit

Es knisterte. Nach allen Vorbereitungen und Absprachen im Vorfeld waren alle in der Kirche gespannt, was wir gleich erleben werden. Vor allem war man neugierig, welchen ersten Eindruck unser „Neuer“ machen werde. – So, das Glöckchen an der Sakristei läutete, Orgelspiel setzte ein. Es begann der Einzug der Fahnenträger, denen zahlreiche Messdiener folgen. Dann kamen die kirchlichen Würdenträger, von denen man einige kannte, andere nicht. Mitten unter ihnen Pfarrer Davis, den man erkannte, wenn man zuvor schon ein Foto gesehen hatte.

Gemeinderatsmitglied Michael Langen begrüßte alle Anwesenden zu dieser besonderen Veranstaltung. Dann eröffnete Dechant Wilhelm Lohle den Gottesdienst. Er berichtete von der Ernennungsurkunde des Münsteraner Bischofs Felix Genn, die dem Pfarrer schon im Original überreicht worden sei. Nun verlas Lohle der Gemeinde den Text der Urkunde, um im Anschluss herzliche Glückwünsche auszusprechen.

Den eigentlichen Gottesdienst leitete hingegen Pfarrer Davis selbst. Den ersten Gottesdienst in seiner neuen Gemeinde. Er begrüßte die vielen Menschen ebenfalls. Man fragte sich, ob er etwas über sich berichten werde, um die Neugier zu stillen. Nichts da. In erster Linie feiern wir gemeinsam Gottesdienst, alles andere muss warten. Das war schon mal ein erstes unausgesprochenes Statement. Sprachlich musste man sich erst mal ein wenig einhören, denn der Akzent ist dem gemeinen Westfalen eher fremd. Da aber sehr betont und deutlich gesprochen wurde, dürfte dies nach einer Eingewöhnungszeit kein Problem darstellen.
Es fiel auf, dass der Umgang mit dem Mikro Pfarrer Davis selbstverständlich und vertraut schien. Es kam gut an, dass die direkte Ansprache der Menschen, ob bei der Predigt, oder auch bei einigen persönlichen Worten an die Gemeinde in völlig freier Rede erfolgte. Außerdem bewegte sich der Redner im Altarraum, statt nur am Altar oder am Ambo zu stehen. So mancher Blickkontakt kam zustande, so dass man sich direkt angesprochen fühlte.

Ein zweites Statement lieferte Pfarrer Davis, indem er mehrfach Papst Franziskus zitierte. Somit ist eine Zielrichtung seines Wirkens vorgegeben. Er wünsche sich wie der Papst, dass man barmherzig sein solle, offen für die Menschen sei und – wie Kardinal von Galen als Namenspatron der Gemeinde – auch in schwierigen Situationen für die Menschen einstehe.

In der Predigt verwendete er ein Bild für die Kirche, um seine Idealvorstellung zu erklären. Man solle die Kirche nicht wie eine beliebige Mietwohnung sehen, wo Kommen und Gehen, wo Unbeständigkeit herrsche und man sich nicht verantwortlich fühle. Vielmehr sei Kirche wie ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu betrachten. Ein echtes Zuhause, in dem man sich wohl fühle, für das man sich engagiere und das man in Ordnung halte. So werde das Haus bewahrt, was aber Veränderung, Modernisierung und Anpassung an die jeweilige Lebenssituation nicht ausschließe.

Den ersten musikalischen Beitrag lieferte der Kinderchor mit dem Lied „Volltreffer“ (Ein Volltreffer Gottes bist du). Später sangen die Kinder gemeinsam mit dem Kirchenchor das Stück „Mögen sich die Wege“, wobei die Erwachsenen die Strophen übernahmen und die Kinder beim Refrain einsetzten. Ansonsten trug der Kirchenchor feierliche Kirchenliedklassiker zum Gottesdienst bei, wie z.B. „Kyrie eleison“. Für den Gospeltrain war es, wie für die anderen Chöre, erstmals eine Gelegenheit, sich dem neuen Pfarrer zu präsentieren.
Unser erster Song war „Immanuel”, bei dem nach einem Solo die Stimmen nacheinander einsetzten und sich das Lied zunehmend steigerte. Ganz anders war das langsame und ruhige „Holy is the lamb“, welches besonders bei einer tollen Akustik wirkt. Übrigens war es die erste „richtige“ Aufführung dieses für uns noch neuen Songs. Die Premiere hatte in der Andacht der „Himmlischen Nacht“ in der Bildungsstätte Caldenhof stattgefunden, in dessen familiärer Atmosphäre wir immer ein wenig experimentieren dürfen. Unser letzter Beitrag war auch gleich der Abschluss des Gottesdienstes vor dem orgelbegleiteten Auszug. Zum Schluss der Knaller „Oh, happy day“. Egal ob Pfarrer Davis schon etwas über den Gospeltrain gehört haben mag – eines wurde sofort klar: die Gemeinde ist gospeltauglich! Sobald Solistin Steffi das Lied angestimmt hatte, war das Publikum voll da und klatschte mit; und das größtenteils sogar im richtigen Takt. Da ist offensichtlich von unserer Seite in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet und ein Stammpublikum aufgebaut worden. Wir konnten mit unserer Leistung zufrieden sein, angesichts der Eile und ohne vorheriges Einsingen umso mehr. Auch das gemeinsame Mitwirken mit den anderen beiden Chören an einer Veranstaltung hat uns gut gefallen.

Noch vor dem Auszug bekam Pfarrer Davis noch einige Grußworte zu hören. Als Bezirksvorsteherin von Heessen beglückwünschte Erzina Brennecke den Pfarrer zur Übernahme der Gemeinde Clemens August Graf von Galen, deren östlicher Teil in Heessen liegt. Pfarrerin Christel Schmidt von der benachbarten Johanneskirche freute sich auf gute Zusammenarbeit und betonte die seit vielen Jahren gut funktionierende Ökumene.

Ein Fazit des Einführungsgottesdienstes? – Eine schöne Feierstunde mit vielen Beteiligten. Pfarrer Davis wird sich willkommen gefühlt haben. Schön, dass er von seiner Familie, Mitgliedern seiner letzten Gemeinde und sonstigen Weggefährten begleitet wurde. Noch ist alles neu für Pfarrer und Gemeinde, doch dieser Start machte Mut. Man ist mit offenen Armen aufeinander zu gegangen und wird sich nun besser kennen lernen.

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Im Anschluss an den Gottesdienst hatte die Gemeinde zu einem Empfang im Pfarrheim geladen, um miteinander zu feiern und ins Gespräch zu kommen. Viele Gratulanten gingen auf Pfarrer Davis zu, der ein ordentliches Pensum zu absolvieren hatte. Gleich im Eingangsbereich wurde Sekt gereicht, aber auch sonst musste niemand durstig bleiben. Um sich zu stärken hatte man kräftige Suppen im Angebot. Der Saal war brechend voll und auch der Jugendbereich im mit einbezogenen Untergeschoss füllte sich schnell.

Erstaunlich, wie viele Freiwillige sich beim Empfang engagierten. Man gab Speis und Trank aus, spülte und ging überall wo nötig zur Hand. Dazwischen wuselten mit Pastoralreferent Martin Remke und Pfarrgemeinderatsmitglied Christian Leyer zwei der Organisatoren herum, um zu schauen, ob alles wie geplant lief. Die durften sehr zufrieden sein.

Einige Gospeltrainerinnen kamen mit einer Abordnung aus Dülmen ins Gespräch, wo Pfarrer Davis zuletzt tätig war. Die Hammenser drückten ihre Freude über die Neubesetzung der Pfarrstelle aus. Sie versprachen den „Neuen“ herzlich aufzunehmen und ihm die Eingewöhnung zu erleichtern. Die Dülmener waren ein wenig traurig, akzeptierten aber den Lauf der Dinge und „gönnten“ uns „ihren“ Pfarrer Davis. Versöhnliche Momente.

Unser „Neuer“ in der Lokalzeitung 16.10.2014

Schlägt man heute den Lokalteil des „Westfälischen Anzeigers“ auf, so schaut einem ein lächelnder Mann entgegen. „Den kennste doch irgendwie“ mag sich mancher gedacht haben. – Klar. Das ist Davis Puthussery, den die Gemeinde Clemens August Graf von Galen am Samstag in der Herz-Jesu-Kirche um 17 Uhr in einem feierlichen Gottesdienst als neuen Pfarrer begrüßen möchte.

Nach der Verabschiedung seines Vorgängers, Pfarrer Paul Markfort, geht nun eine Zeit des Übergangs und der Ungewissheit zu Ende. Jetzt geht es darum den „Neuen“ willkommen zu heißen, einander kennen zu lernen und einen guten gemeinsamen Weg in die Zukunft zu finden. Das gilt natürlich nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für den Gospeltrain. Wir denken dankbar an die Zeit mit Paul Markfort zurück, der uns die Gründung eines Gospelchores ermöglichte und uns vielgestaltige Unterstützung zuteilwerden ließ. Nochmals herzlichen Dank.

Nun wenden wir uns Pfarrer Davis zu und hoffen auf ein gutes Miteinander. Vielleicht gewinnen wir mit ihm einen neuen Freund der Gospelmusik. Jedenfalls freuen wir uns sehr über die Einladung zum Einführungsgottesdienst durch die Gemeinde und tragen gerne zur Gestaltung mit all‘ den anderen bei.

© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 16.10.2014© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 16.10.2014

Doppeleinsatz am 18.10.2014

Über Langeweile braucht sich der Gospeltrain wahrlich nicht zu beklagen. Im Kopf klingt der Gospelkirchentag noch nach, doch wir sind längst wieder im Choralltag mit Proben und Auftritten angekommen. So durften wir vergangenen Samstag mit einer wunderschönen Taufe ein echtes Highlight erleben.

Unser Blick muss sich aber schon wieder nach vorne richten. Am Samstag steht sogar ein Doppeleinsatz auf dem Kalender. Eigentlich wollen wir es vermeiden mehrfach an einem Tag aufzutreten, da dieses häufig Terminprobleme mit sich bringt. Auch der Wechsel von einem Veranstaltungsort zum nächsten kann in Sachen Transportkapazitäten oder wegen Parkplätzen schon mal schwierig sein. Samstag wird aber eine Ausnahme gemacht.

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Am frühen Nachmittag dürfen wir eine Hochzeit in der Josefskirche im Hammer Westen begleiten. Dieser Termin steht schon längere Zeit rot markiert im Kalender. Es wird interessant sein, diese Kirche erneut zu erleben. Im vergangenen Jahr haben wir dort mit befreundeten Chören (CHORios aus Ahlen, Crescendo aus Hamm-Bockum-Hövel) eine Konzertandacht veranstaltet, welche die Kirche zum Beben gebracht hat. Vor vollem Haus gab es ein abwechslungsreiches Programm und tolle Stimmung – unvergessen! Im Anschluss konnten wir dem Ambulanten Kinderhospizdienst Hamm eine hohe Spende überreichen.
https://gospeltrainhamm.wordpress.com/2013/10/16/konzertandacht-12-10-2013-josefskirche-hamm-westen-nachbesprechung-teil-2/
https://gospeltrainhamm.wordpress.com/2013/10/23/konzertandacht-12-10-2013-josefskirche-hamm-westen-spendenubergabe/

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Foto: trainarchivatorWeiter geht es am späten Nachmittag in der heimatlichen Herz-Jesu-Kirche in Hamm-Norden. Die Übergangszeit, nachdem Pfarrer Paul Markfort im Juni in den Ruhestand gegangen ist, geht zu Ende.

https://gospeltrainhamm.wordpress.com/2014/07/01/nachbesprechung-abschied-von-pfarrer-paul-markfort-29-06-2014/

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© Gemeinde Clemens August Graf von GalenIn der Vorabendmesse werden wir bei der Pfarreinführung von Pfarrer Davis, wie er genannt werden wird, dabei sein. Alle drei Chöre (Kirchenchor, Clemenskids, Gospeltrain) werden neben anderen Gruppen der Gemeinde an der Gestaltung beteiligt sein. Pfarrer Davis war zuvor elf Jahre in St. Viktor in Dülmen tätig.

Wer schon mal etwas über unseren „Neuen“ erfahren möchte, dem sei ein Zeitungsartikel samt Fotogalerie von dessen Verabschiedung an seiner alten Wirkungsstätte empfohlen. Einem ersten Eindruck nach scheint Davis Puthussery gerne zu lachen, guten Kontakt zu den Menschen zu haben und Musik zu mögen – wenn das nicht vielversprechende Aussichten sind. Heißen wir ihn also herzlich willkommen in der Gemeinde Clemens-August-Graf-von-Galen und speziell in der Herz-Jesu-Kirche.
http://www.dzonline.de/Duelmen/1731504-Davis-Puthussery-wechselt-nach-Hamm-Blumenspalier-zum-Abschied