Schlagwort-Archive: O happy day

Nachbesprechung Taufe in Hamm-Drechen 17.02.2019

© trainarchivatorWie bestellt hat nach einer kalten und dunklen Schmuddelwetterphase der Vorfrühling eingesetzt. Die Fahrt geht über Land zur im Grünen gelegenen kleinen Kirche in Drechen. Hier sollen gleich zwei Kinder im Rahmen eines regulären Sonntagsgottesdienstes getauft werden.

.

.

.

Über eine steile Treppe geht es auf die Orgelempore, von wo aus wir singen werden. Zunächst war geplant, während der Taufzeremonie auch unten einen kleinen Beitrag zu singen, doch der Wechsel unseres Standorts hätte in dem kleinen Kirchlein für zu viel Unruhe gesorgt. Als das Keyboard aufgebaut ist, wird es schon ganz schön eng, doch schließlich hat Chorleiter Sebastian Wewer seine Gospeltrainer sinnvoll aufgestellt. Zum Glück treffen wir uns immer frühzeitig vor Auftritten, so dass genug Zeit für Stellprobe und Einsingen zur Verfügung steht.

Beliebt für Trauungen und Taufen

Das Einsingen selbst wird relativ schnell abgehandelt, da der „Chef“ stimmlich mit uns ganz zufrieden ist und wir konzentriert mitmachen. Noch ein paar Absprachen zu unseren Einsätzen und zum Ablauf des Gottesdienstes im Allgemeinen; und schon können wir entspannt auf den Beginn warten. Zugegeben – wir sind erleichtert, dass wir oben auf der Empore bei einem noch recht neuen Lied die Noten mit den Texten für die Zuhörer unsichtbar zur Hand nehmen können. Den Nervenkitzel, ob alle ohne Texthänger durchkommen, können wir uns somit sparen.

© trainarchivatorOhne Zeitdruck warten wir auf den Beginn

Schon bald erklingt Glockengeläut, und kurz darauf beginnt der Gottesdienst unter Leitung von Pfarrer Michael Schmidt mit einem Orgelvorspiel. Nach der Begrüßung startet der Gospeltrain mit dem schwungvollen Titel „Come, let us sing“. Wie auch schon bei anderen Auftritten bewährt er sich zum Veranstaltungsauftakt; man ist sozusagen gleich richtig „drin“. Man merkt sofort, dass die Mutter eines der Täuflinge und deren Eltern langjährige Gospeltrainer sind, denn es wird sofort mitgeschnipst und mitgeklatscht.

© trainarchivatorMusik hebt die Stimmung

Nun bekommen die Kirchenbesucher Gelegenheit mit Orgelbegleitung selbst zu singen; ausgewählt ist das Lied „Er weckt mich alle Morgen“ (EG 452). Anschließend lesen Pfarrer und Gemeinde abwechselnd einen Psalm (EG 725).

Über den Wert und das Wesen der Taufe gibt es viele biblische Aussagen, die Pfarrer Schmidt als Überleitung zu den Taufsprüchen der Kinder dienen. Er weist darauf hin, dass diese heutzutage in der Regel nicht mehr vorgegeben werden, sondern die Eltern diesen selbstständig auswählen, nachdem sie sich mit der Thematik beschäftigt haben.

Für den ersten Täufling wurde der Spruch „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ (Röm 12,21) ausgesucht. Der zweite Täufling bekommt den Spruch „Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr“ (Jer 29,13f.) mit auf seinen Lebensweg

Die Gemeinde singt im Anschluss daran das Tauflied „Wir bringen, Herr, dies Kind zu dir“ (EG 594). Vertreter der beiden beteiligten Familien entzünden die jeweiligen Taufkerzen an der Osterkerze, bevor von allen Anwesenden gemeinsam das Glaubensbekenntnis gesprochen wird.

Jetzt wird es „ernst“, die eigentliche Taufzeremonie beginnt. Zuerst tritt eine Familie an das Taufbecken, deren Sohn auf den Namen Marlon getauft wird. Während dessen summen wir zur Untermalung in dezenter Lautstärke den Gospelsong „Angels“. Unmittelbar anschließend kommt unsere Gospeltrain-Ina mit ihrer Familie nach vorne, und ihr Sohn wird auf den Namen Luis getauft. Für dieses Kind haben wir den Titel „I want to love you, Lord“ ausgewählt, der ebenfalls im Hintergrund gesummt wird. Hat prima geklappt; erst recht, wenn man bedenkt, dass wir ihn heute beim Einsingen zum ersten Mal überhaupt in der gesummten Version probiert haben…

© trainarchivator„Der“ besondere Moment

Im Anschluss an die beiden Taufen werden die Elternpaare mit ihren Kindern von Pfarrer Schmidt gesegnet, denn dieser Gottesdienst gilt nicht nur den Täuflingen, sondern den ganzen Familien.

© trainarchivatorEin Moment des Innehaltens

Aufregende und emotionale Momente liegen hinter uns, und zur Entspannung gibt es Musik. „We are the world“ wurde von einer Täuflingsmutter gewünscht. Noch ganz neu im Repertoire fordert uns das Stück ordentlich, doch wir bekommen es ohne Pannen hin. In den Proben werden wir uns in nächster Zeit bestimmt noch größere Sicherheit antrainieren, so dass es zukünftig noch ein wenig lockerer klingen wird.

Für die Lesung steht eine Bibelstelle (Prediger 7, 15-18) auf dem Programm, die den beiden Kleinkindern und ihren Familien einen Rat erteilt, wie man den „goldenen Mittelweg“ findet und mit den Herausforderungen des Lebens zurechtkommt. Es erklingt wieder Orgelspiel, und die Gemeinde singt „Wo ein Mensch Vertrauen gibt“.

© trainarchivatorIn der Predigt wird ein weiter Bogen zu den Aspekten der Taufe geschlagen. Mit dem Vertrauen verbinden sich die Aufforderungen: „macht euch auf den Weg und sucht Gott, denkt an mich, bleibt bei mir“, der Glaube steht für „Unbeirrbarkeit, Mut und Vertrauen wagen“, Jesus schließlich „beugt sich zu den Menschen hinab wie ein Vater zu seinen Kindern“. Die biblische Schlussfolgerung: „Wer getauft ist, der hat das Leben“. Worte der Hoffnung und des Vertrauens für die Zukunft der Neugetauften und ihre Familien.

.

Nach vielen Worten steht das Lied „Suchen und fragen“ für Hoffnung und Zuversicht. Nach einem knappen Abschluss und dem Segen wird als letztes Gemeindelied „Behüte, Herr, die ich dir anbefehle“ gesungen.

Bevor der Gottesdienst aber endgültig geschlossen wird, singt der Gospeltrain passend zum heutigen Anlass „Oh, happy day“. „Unsere“ Gospeltrainer im Publikum sind gleich angesteckt, singen mit und drehen sich zu uns um. Strahlende Gesichter. Nach flottem Start geht die Veranstaltung auch schwungvoll zu Ende.

© trainarchivatorAuf der Empore

Während die Orgel zum Auszug letztmalig erklingt, heißt es: „schnell raus“ – mal wieder so eine Spontanaktion des Chorleiters. Wir huschen schnell die Treppe hinunter nach draußen, stellen bei herrlichstem Sonnenschein ein Spalier und warten auf die Gottesdienstbesucher. Als die ersten aus der Kirchentür hinaustreten, starten wir mit dem Song „Jesus is my salvation“, der sich schließlich zum Kanon entwickelt. Dieser wurde im Laufe der Jahre unzählige Male gesungen und kann jederzeit spontan und sicher abgerufen werden. Wenn man einen so spontanen und kreativen Chorleiter hat, macht es Sinn ein gut gepflegtes Standardrepertoire zu haben, um auf alle Eventualitäten eingestellt zu sein.

© trainarchivatorAlles auf „Start“ – Taufe im Vorfrühling

Die Aktion kommt gut an, und wir erhalten viele positive Rückmeldungen zur Mitgestaltung des Gottesdienstes. Die Stimmung ist gut und ein weiteres Ständchen in Form unseres Gospeltripletts („Go, tell it on the mountain/He’s got the whole world/Rock my soul“) scheint uns angemessen.

© trainarchivatorDer „Chef“ macht spontan ´ne Ansage und wir singen

Was bleibt von diesem Auftritt? – Ein Ausflug ins Grüne, ein Gottesdienst mit viel Musik und eine wunderbare Taufzeremonie. Mancher wird sich vielleicht durch die Worte des Pfarrers noch mal ganz neu mit dem Thema Taufe beschäftigen. Zwei Familien können nun mit der Gewissheit nach Hause gehen, dass ihre Kinder in die Gemeinschaft aufgenommen wurden und sie etwas Wertvolles mit auf den Lebensweg bekommen haben.

© trainarchivator

Werbeanzeigen

Nachbesprechung Start in die Chorsaison 20.01.2019

Es ist frostig kalt und überall hat sich etwas Reif niedergeschlagen. Als wir bei klarem Himmel über Land Richtung Beckum fahren, um erstmals nach monatelanger Pause wieder aufzutreten, geht strahlend golden die Sonne auf. – Wenn das kein gutes Vorzeichen für unseren Re-Start bei einem Gottesdienst in der Beckumer Christuskirche ist!

In der Kirche angekommen, startet gleich das Einsingen. Die Heizung versucht ihr Bestes, doch wir lassen erst mal unsere Jacken an. Zwar sind wir heute in eher kleiner Besetzung am Start, doch alle Stimmen sind ordentlich besetzt. Mal unserem „Chef“, Chorleiter Sebastian Wewer, ins Gesicht geschaut – ist er vielleicht etwas nervös, bevor er den Train mal wieder vor Publikum singen lässt? Nein, eigentlich nicht besonders; selbst offensichtlich gut aufgelegt, verlässt er sich auf seine Gospeltrainer. Mit dem Einsingen scheint er zufrieden zu sein, und erste Gottesdienstbesucher sind es auch, wie uns gelegentlicher Zwischenapplaus verrät. Als immer mehr Leute kommen, ziehen wir uns für einige Minuten ins Gemeindehaus zurück.

Der Gottesdienst wird von uns mit dem Stück „Jesus is right here“ eröffnet. Alles klappt wie in den Proben einstudiert; speziell der Wechsel von Lautstärke und Intensität sowie die winzigen Pausen zur Betonung der Schlüsselwörter im Text. Ein zufriedenes Lächeln des „Chefs“ belohnt und bestätigt uns. Aus dem Auditorium der fast voll besetzten Kirche ist ein langgezogenes „schön“ zu hören; durchaus ungewöhnlich während eines Gottesdienstes.

Nun begrüßt die Pfarrerin B.Schneider die Gemeinde und den Gospeltrain. Schon die einleitenden Worte machen klar, dass sich das Thema „Musik“ wie ein roter Faden durch den heutigen Gottesdienst ziehen wird. „Du Licht des Morgens“ heißt das erste Gemeindelied, welches von uns natürlich unterstützt wird. Offensichtlich ist man in Beckum sangesfreudig, und das getragene Tempo lässt eine feierliche Stimmung aufkommen. Es folgt ein Gebet.

Unser nächster Einsatz erfolgt mit einem oft von uns in dieser Form gesungenen Medley, das chorintern als „The singers prayer“ bekannt ist. Die verschiedenen Stimmungen innerhalb des Medleys bringen wir prima zum Ausdruck, denn wir sind gut in Form. „Cheffe“ nickt anerkennend und das Publikum applaudiert. Schön für uns. Ist das in evangelischen Kirchen eigentlich üblich? In katholischen Gottesdiensten wird heutzutage zwar auch applaudiert, doch eher in Form eines Schlussapplauses. Gefällt uns jedenfalls gut und motiviert für den weiteren Verlauf.

In der Lesung aus dem Alten Testament (1.Sam 16/14-23) geht es um die heilende Kraft der Musik. Wie so oft wird auch heute der Ablaufplan kurzfristig geändert. Das ursprünglich vorgesehene Lied wird durch den Titel „Heaven is a wonderful place“ ersetzt. Kein Problem für uns, denn diesen bekämen wir auch hin, wenn man uns um vier Uhr morgens aus dem Schlaf risse. An dieser Stelle muss dringend ein Lob an den Mann gebracht werden; besser an die Männer, denn sie präsentieren sich harmonisch und kräftig, was angesichts der großen zahlenmäßigen Überlegenheit der Frauenstimmen nicht immer leicht ist. Danke, Jungs.

Neben der kurzfristigen Änderung von Abläufen und der Improvisation gehört auch die Interaktion mit dem Publikum zum typischen „Wewer-Style“. Der Chorleiter spielt den Titel „Halleluja“ an, den der Chor erst einstimmig singt und anschließend als zweistimmigen Kanon. Mit einem Ohr an der Gemeinde und per Schulterblick wird nun überprüft, ob die Leute unaufgefordert aktiv geworden sind. „Sie können ruhig mal mitmachen“ lautet die typische, humorige und leicht flapsige Art des Chorleiters bei der Aufforderung zum Mitmachen. Wewer ist hier in seiner Heimatgemeinde bestens bekannt, und wird wegen seiner unkonventionellen Art der Ansprache geschätzt, denn steife Langeweile ist überhaupt nicht sein Ding. Schnell hat der sonntägliche Chor an die hundert Stimmen, und es kommt Bewegung in die Menschen.

Nach diesem turbulenten Gesang wird es beim Glaubensbekenntnis wieder besinnlicher und ruhiger. Das Gemeindelied „Lobe den Herrn meine Seele“ darf man an dieser Stelle getrost als Danksagung verstehen. Zur Predigt greift die Pfarrerin den „roten Faden“ der Musik wieder auf. Sie sei in Gottesdiensten ein wichtiges Element, spreche die Emotionen an und berühre das Innerste des Menschen. Auch das besondere Wesen der Gospelmusik und deren Herkunft kommt zur Sprache; ebenso deren Hauptanliegen, die Verkündigung der Frohen Botschaft.

Musikalisch unterstrichen werden die Aussagen der Predigt durch den Song „Marvellous things“, der sicher und überzeugend klingt. Man merkt deutlich, dass sich die letzten Trainingsstunden gelohnt haben, denn die Akzentuierung der Rhythmik kommt wunderbar leicht daher. Man vergisst in Momenten wie diesen fast den gottesdienstlichen Rahmen des Auftritts, denn viele der zu beobachtbaren Reaktionen kennen wir sonst von einem Konzertpublikum. Die von Anfang an positive Grundstimmung schenkt uns viele lächelnde, später offen lachende Gesichter, Sitznachbarn tauschen sich aus, man bewegt sich und klatscht. Gospel ist definitiv ansteckend!

Im Anschluss an die der Kollekte unterstützt der Gospeltrain die Besucher beim Lied „Kommt atmet auf, ihr sollt leben“ als Backgroundchor. Nochmals muss hier die aktive Teilnahme und Sangesfreude des Auditoriums betont werden. In dieser Gemeinde scheinen die Bemühungen der Kirchenmusik auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Vor dem Segen werden die Fürbitten gesprochen, im Wechsel mit den einzelnen Strophen des Gemeindeliedes „Lass uns in deinem Namen“.

Am Ende singt der Gospeltrain das Segenslied „Sei behütet“, dessen Text vielen Besuchern geläufig ist und eifrig mitgesungen wird. Das „Oh, happy day“ beschließt den Gottesdienst und unterstreicht in seiner Aussage die wunderbare Stimmung in der Christuskirche zu Beckum in diesem Moment.

Für heute treten wir letztmalig von den Altarstufen ab, und haben dabei ein wohliges Gefühl. Unsere Premiere nach langer Pause ist geglückt! Weitgehend fehlerfrei und als harmonisches Ganzes wirkend, können wir sehr zufrieden sein. Die Gemeinde hat es uns aber auch leicht gemacht, denn man schaute von Beginn an in erwartungsfrohe Gesichter von Leuten, die man nicht erst mühsam für sich gewinnen musste. Das ist halt der Vorteil, wenn man an einem Ort schon mehrfach zu Gast war und man bisher immer zu gefallen wusste. Außerdem waren die Stücke sehr passend zu den Inhalten des Gottesdienstes ausgewählt. Noch ein Tässchen Kaffee im anschließenden Kirchkaffee, ein wenig Smalltalk und Rückmeldungen von Gemeindemitgliedern und schon geht es zurück nach Hamm.

* * *

Nachtrag:

Warum gibt es von diesem Auftritt kein Foto? – Weil sich Trainarchivators Kamera partout weigerte, ohne Speicherkarte ein tolles Motiv festzuhalten. Dieses wird nun für das Kopfkino nachgeliefert:
Man stelle sich vier Gospeltrainerinnen in schicker schwarzer Auftrittskleidung ganz eng nebeneinander in einer Reihe stehend vor. Die wärmenden Winterjacken haben sie noch nicht abgelegt und eigenartiger mit deutlich wehenden Haaren. Was ist da los? – Jemand spricht das Stichwort „Marilyn Monroe“ aus und kommt des Rätsels Lösung damit recht nahe: die Damen stehen auf einem Gitter, durch das von unten die warme Heizungsluft in die Kirche gelangt. Da bekommt die Formulierung vom Aufwärmen vor einem Auftritt doch noch mal eine ganz andere Bedeutung…

Anekdote aus dem Chorarchiv: im Januar 2015 haben Gospeltrainerinnen schon einmal die Kirchenheizung zum Wärmen der Füße genutzt (St.Nikolaus-Kirche, Münster-Wolbeck)

© trainarchivator

Nachbesprechung Adventskonzert Hamm-Norden 11.12.2016 – Teil 3

Der Applaus ebbt so bald nicht ab. Es endet also wie immer – Zugabe! Ohne entlässt man uns hier nicht. Zu hören gibt es den Klassiker aller Klassiker: „Oh, happy day“. Diesen Gospelsong kann man immer bringen, den werden Chor und Zuhörer nie leid. Vielleicht liegt es daran, dass dieser oft in wunderbaren Momenten gesungen wird, in denen mit diesem Song quasi ein Ausrufezeichen angefügt wird.
Solistin Birgit legt los, das Publikum ist gleich aktiv mit dabei. Die Stimmung im Chor ist besonders locker und gelöst, denn unsere „Pflicht“ ist bereits erfolgreich absolviert. Jetzt wird der Augenblick dieses Adventskonzert gemeinsam gefeiert.

© Daniel Deppe

Zugabe zum gelungenen Konzert

Freude ist überall zu spüren; da liegt es nahe, als weitere Zugabe erneut „Joy to the world“ zu singen. Jetzt, so kurz vor Weihnachten, kann man diese Freudenbotschaft ruhig ein zweites Mal singen. Offensichtlich sehen das unsere Gäste genauso, denn der Funke springt sofort über. Mit dem neuen Arrangement haben wir inzwischen keine Schwierigkeiten mehr. Wir lassen uns einfach auf einer emotionalen Stimmungswoge tragen.

© Daniel Deppe

Alle stehen bei „Joy to the world“

Zum Ende siegt mal wieder die Spontanität! Chorleiter Sebastian Wewers Gestik bittet uns zum Auszug. Er spielt den Song „Marvelous things“ an. Noch ganz neu im Repertoire, sitzt dieses Stück schon ganz sicher, so dass wir singend einen geordneten Abgang von der Bühne und über die Altarstufen hinbekommen. In Zweierreihe geht es gemessenen Schrittes durch den Mittelgang in Richtung Sakristei. Jetzt sind sich SängerInnen und Besucher ganz nahe – überall nur zufriedene Gesichter. Mancher Zuschauer schenkt uns ein Lächeln, ein „Danke“ oder andere Worte der Zufriedenheit oder der Begeisterung. Hier holen wir uns beim Auszug quasi unseren Lohn für die intensive Konzertvorbereitung ab.

© Daniel Deppe

Auszug des Trains – jetzt ist wirklich Schluss

In der Sakristei angekommen, fällt die letzte Anspannung von uns ab. Inzwischen ist auch der „Chef“ schon hinter uns her geeilt und offensichtlich mit seinem Gospeltrain sehr zufrieden. Sein Gesicht spricht Bände.

© trainarchivator

Technik, Instrumente, Deko – alles muss raus

Während die Besucher die Kirche nach und nach verlassen, beginnen einige Gospeltrainer mit dem Aufräumen. Wie immer kann man sich auf uns verlassen, dass die Kirche ordentlich hinterlassen wird.

© trainarchivator

Ausklang bei Glühwein und Spekulatius – die Musik noch im Ohr

Wenn wir uns ein wenig beeilen, können wir auf dem Kirchplatz am gemeinsamen Ausklang mit unseren Zuschauern teilnehmen. Dort sind Pavillons aufgebaut, wo Glühwein ausgeschenkt wird. Ein paar Frauen aus der Gemeinde sind uns bei dieser erstmalig durchgeführten Aktion behilflich, bei der man miteinander ins Gespräch kommen kann und das wunderbare Konzert nachwirken lässt.

© trainarchivator

Belohnungsglühwein für Annette nach ihrem Konzertdebut als Gospeltrainerin

© trainarchivatorEin großer Dank des Gospeltrains an die fleißigen Helferinnen! Dank ihres Einsatzes wird aus einer fixen Idee ein gelungener Konzertabschluss. Wir waren sehr überrascht, als sich auf unsere zaghafte Anfrage gleich sechs Frauen gemeldet haben, um uns zu unterstützen. Während wir noch auf der Bühne stehen, muss der Glühwein ja bereits aufgewärmt werden. Zur Krönung des Ganzen wurden teilweise die „besseren Hälften“ beim Pavillonaufbau gleich mit eingespannt. Grandios!

Was haben wir für ein Glück! Der 3.Advent ist zwar ein kühl-grauer Tag, zu dem der Glühwein so richtig gut passt, doch der angesagte Regen setzt erst ein, als man endgültig gemeinsam ans Aufräumen geht.

© trainarchivator

Organisatoren und Helfer stoßen ganz am Schluss auf die gelungene Veranstaltung an, als alle anderen schon auf dem Heimweg sind

Nachtrag:

Unser „Chef“ hat sein Versprechen, das er uns bei der gestrigen Generalprobe gegeben hat, voll und ganz erfüllt: „Morgen [sprich beim Konzert] bin ich in Form und absolut konzentriert“. Wenn es darauf ankommt, ist er voll da. „Chef“ – dafür lieben Dich die Zuschauer, wie viele Rückmeldungen unterstreichen, und natürlich auch Deine Gospeltrainer.

Was bleibt? – Bei der Rückkehr in die verlassene Wohnung hat man noch Musik im Ohr und Glühweingeschmack auf der Zunge. War doch gut, dass man sich trotz des „usseligen“ Wetters aufgemacht hat! Eine gute Stunde Musik als Unterstreichung der Adventszeit ist wertvoll, denn wer diese Zeit nicht bewusst wahrnimmt, dem entgeht das Wesentliche.

© trainarchivator

Das Gospeltrainkonzert bringt Freude für alle und der Ausklang ist das „Sahnehäubchen“

Adventskonzert in der Lokalzeitung 13.12.2016

Unsere Lokalzeitung ist echt auf zack! Schneller mit der Konzertkritik als der Trainarchivator mit dem choreigenen Rückblick. Macht nix. Das Lesen bereitet pure Freude! Offensichtlich ist unser Konzert so beim Publikum angekommen, wie wir es uns in den kühnsten Träumen ausgemalt haben.

©Westfälischer Anzeiger, Hamm, 13.12.2016©Westfälischer Anzeiger, Hamm, 13.12.2016

Wer noch ein wenig Geduld mitbringt, der wird die Veranstaltung in den nächsten Tagen noch einmal im Detail nachvollziehen können.

Jahresrückblick 2015 – Teil 1

© Sebastian WewerDas alles dominierende Thema war der zwanzigjährige Geburtstag unseres Chores. Natürlich wurde das Jubiläum groß gefeiert und bei der Öffentlichkeitsarbeit bzw. Einladungen zu Veranstaltungen deutlich herausgestellt. Aber wie immer können wir auf ein bunt gemischtes Jahresprogramm zurückblicken. Auch das geleistete Pensum war wieder erheblich – wir brauchen es offensichtlich so. Die persönliche Dosierung übernahmen die Gospeltrainer selbst; in Abhängigkeit vom persönlichen Terminkalender.

Konzerte (4 Termine)

Der Höhepunkt des Jahres war unser großes Jubiläumskonzert unter dem Motto „Loved“ in der Herz Jesu Kirche in Hamm-Norden (22.03.2015); groß in Sachen Programmumfang, Werbemaßnahmen und Vorbereitungsaufwand, aber auch in Sachen Besucherzahl, Stimmung und allgemeiner Zufriedenheit. Der erstmalige Einsatz einer Bühne und die besondere Dekoration machten gleich zu Beginn klar, dass die Besucher kein alltägliches Konzert erleben würden.

© trainarchivatorJubiläumskonzert in der Herz Jesu Kirche in Hamm-Norden   © D.Deppe

Im Vorfeld absolvierten wir ein Konzert in der St. Nikolaus-Kirche in Münster-Wolbeck (25.01.2015), wo das Programm des Jubiläumsjahres seine Premiere vor Publikum feierte. Draußen lag noch Schneematsch, aber in der kalten Kirche kam durch die noch aufgebaute große Wandelkrippe spätweihnachtliche Atmosphäre auf.

© H.RathEinsingen in Wolbeck   © H.Rath

© trainarchivatorZum wiederholten Male trat der Gospeltrain zu einem Konzert in der Christuskirche in Beckum (08.02.2015) an, welches ebenfalls als Vorlauf zum Saisonhighlight zu sehen war. Außerdem bekam hier Chorleiter Sebastian Wewer Gelegenheit zu einem „Heimspiel“ in seiner Heimatgemeinde.

Alle drei Konzerte waren gelungen, fanden viel Applaus beim Publikum, doch das „echte“ Jubiläums-konzert setzte dem Ganzen ein sprichwörtliches Sahnehäubchen auf.

Eigentlich wäre damit unsere Konzertreihe abgeschlossen gewesen, doch da kam – wie so oft – alles anders: der Zustrom von Flüchtlingen und die intensiven Debatten aller Orten führten zur Idee eines Benefizkonzerts (18.08.2015) zugunsten der lokalen Flüchtlingshilfe. Mit Kreativität, Tatkraft und Unterstützung der Gemeinde sowie der lokalen Medien wurde innerhalb weniger Wochen ein Konzert auf die Beine gestellt, das mit einer Spendensumme von 2270,18 Euro abschloss.

© D.DeppeEin tolles Gemeinschaftserlebnis   © D.Deppe

Hochzeiten (6 Termine)

Verliebt – verlobt – Gospeltrain gebucht – verheiratet! So haben es auch 2015 wieder viele Paare gehalten. Hochzeiten stellen seit vielen Jahren ein breites Betätigungsfeld des Gospeltrains dar. Es ist eine schöne Bestätigung für den Chor gefragt zu sein. Allerdings mussten wir trotz vieler durchgeführter Auftritte weitere Anfragen absagen; wir waren schlichtweg ausgebucht!

© trainarchivator2015 gab es „nur“ sechs Hochzeitsauftritte

  • Victor-Kirche Hamm-Herringen 15.05.2015
  • Jakobuskirche Hamm-Pelkum (16.05. + 13.06.2015)
  • Pankratius-Kirche Hamm-Mark (20.06.2015)
  • Stephanus-Kirche Hamm-Heesen (18.07.2015)
  • Clemens-Kirche Münster-Hiltrup (01.08.2015)

Gottesdienste (3 Termine)

Natürlich sang der Gospeltrain auch in verschiedenen Gottesdiensten. Während wir unsere Konzerte weitgehend selbst gestalten, werden wir bei Gottesdiensten in ein Konzept der gastgebenden Gemeinde eingebunden und erfüllen deren Wünsche und Vorgaben. Bei Bedarf stand Chorleiter Sebastian Wewer beratend zur Seite.
Den Saisonauftakt in der unserer Herz Jesu Kirche (10.01.2015) absolvierten wir in der Vorabendmesse mit mehreren Liedbeiträgen. Am Nachmittag war dem ein kleiner Workshop vorausgegangen, um uns nach der Weihnachtspause in Schwung zu bringen.

© trainarchivatorEinen ungewöhnlichen Gottesdienst durften wir im Rahmen der Sommerkirche in der Pauluskirche in Hamm (19.07.2015) mitgestalten. Losgelöst vom sonst geregelten Ablauf wurden die Besucher angeregt in der Kirche umherzulaufen. An verschiedenen Stationen symbolisierten Gegenstände verschiedene Möglichkeiten, wie man seinen Urlaub verbringen könnte. Zeit haben, in sich hinein hören, Bedürfnisse erkennen und Freiräume nutzen – darum ging es. Am Ende gab es Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

© trainarchivatorAuf Einladung nahmen wir aktiv an einem besonderen Gottesdienst in der Ev. Freikirche Hamm (30.08.2015) teil. Inhaltlich von Gemeindemitgliedern gestaltet, gab es statt einer Predigt eine gespielte Szene, in der man sich mit dem Tagesthema auseinandersetzte.

Silberhochzeit (1 Termin)

© trainarchivatorZwanzig Jahre auf dem Buckel und immer noch erlebt der Gospeltrain weitere Premieren: erstmals durften wir bei einer Silberhochzeit in Hamm-Berge (08.08.2015) auftreten. Die Einladung kam von der „Silberbraut“, die selbst eine langjährige Gospeltrainerin ist und somit wusste, was sie zu erwarten hatte. Vielfältige, sehr persönliche Rückmeldungen bestätigten uns, dass dieser Auftritt mitten ins Herz getroffen hatte.

.

Taufe (1 Termin)

2014 waren wir erstmals bei einer Taufe aufgetreten, was viel Anklang gefunden hatte. Kein Wunder, dass dieselbe Familie bei ihrer nächsten Taufe in Hamm-Ostwennemar (11.10.2015) an den Gospeltrain gedacht und uns zur musikalischen Mitgestaltung eingeladen hat.

© trainarchivatorEin schöner Moment für alle Anwesenden

Teil 2 der Jahreszusammenfassung folgt…

Nachbesprechung Benefizkonzert für die Flüchtlingshilfe 16.08.2015 – Teil 3

Die Wortbeiträge in der kurzen Musikpause stimmen die Menschen nachdenklich. Vielleicht geht der Eine oder die Andere in sich und überprüft die eigene Position zur Flüchtlingsthematik. Unser erstes Stück nach der Unterbrechung heißt „Lord, hold me”. Diese Bitte ist ewig aktuell, denn wer sucht nicht hin und wieder nach Orientierung und Unterstützung. Der Titel ist an dieser Stelle des Programms genau richtig platziert und holt die Menschen in ihrer gegenwärtigen Stimmung ab. Man lässt sich vom Gesang einfangen und ist ab sofort wieder ganz in der Musik. Wir lassen uns von Chorleiter Sebastian Wewer ganz leicht führen, und so bekommen wir die Steigerung vom zarten Einstieg bis zum kräftigen selbstbewussten Ausruf sehr gut hin. Der Applaus ist so intensiv, als habe es überhaupt keine Unterbrechung gegeben.

© Daniel DeppeKonzentration: Einstimmung auf den Song schon bei den ersten Tönen

Nach so einem ruhigen Song darf es jetzt aber mal richtig krachen: „Rock my soul“ in der Gospeltrain-Battle-Version steht an. Viele Zuschauer kennen diese mit dem auf die Spitze getriebenen Wechselgesang schon. Dennoch ist man gespannt, wie es heute ablaufen wird und ob das Publikum richtig mitgeht. Immerhin sind die Zuschauer schon ordentlich aufgewärmt, und es hat sich eine Beziehung zwischen Chor und Gästen entwickelt, wenn dieser Gassenhauer gesungen wird.
Bässe und Tenöre werden nach vorne gerufen und bauen sich gegenüber den zahlenmäßig gnadenlos überlegenen Sopranos und Altos auf. Dennoch legen die Herren sofort forsch los und fordern die Damen damit richtig heraus. Jetzt fliegen die Einsätze hin und her, es geht immer lebhafter zu; ein bisschen Show ist auch dabei. Schließlich gibt es donnernden Applaus, und man lässt sich durchschnaufend wieder in die Bänke fallen. Dass wir zunächst deutlich zu tief angesetzt haben und einfach mit einem Lächeln neu starten, nimmt niemand dem Chor übel – im Gegenteil: es ist nur eine Randnotiz zum Schmunzeln.

© Daniel DeppeFünf gegen den Rest der Welt, äh , des Chores

© Daniel DeppeDer Augenblick zum Innehalten ist gekommen. Ein emotionales Lied mit ruhigem Auftakt ist genau das richtige. „Immanuel“ ist vielen ebenfalls vom Jubiläumskonzert im März bekannt, doch ein solches Stück mag man immer wieder hören. Das Solo von Danny kommt sehr gefühlvoll rüber, und die Menschen sind offensichtlich angerührt. Nachdem man eben noch getobt hatte, ist man nun hoch konzentriert und nimmt die Musik mit allen Sinnen auf. Der Chor steht der Solistin nicht nach und zaubert eine sehr intensive Atmosphäre in den Kirchenraum.

Bei der Erstellung des Programms für dieses Benefizkonzert war von Anfang an klar, dass dieses keine Wiederholung des Jubiläumskonzertes vom März sein würde. Insofern hat Chorleiter Sebastian Wewer gut daran getan, direkt ab April neue Stücke einzuüben. Eines haben wir schon im ersten Teil gesungen („In your arms“). Ein weiteres folgt nun mit „I want to love you, Lord”, das wir  schon bei Hochzeiten vor Publikum gesungen haben. Du meine Güte – was wurde in den Proben an Details gefeilt, bis der strenge Chef mit uns zufrieden war. Heute passt alles! Wir sind glücklich mit dem geschmeidigen Klang, das Publikum strahlt, und wir bekommen Kusshändchen vom Chef! Schon das dritte Sonderlob nach „Loved“ und „In your arms“!! Das gab es noch bei keinem Konzert.

He’s got my soul on the mountain“. Schon mal gehört? Ne? Kein Wunder – eine der unnachahmlichen Wortschöpfungen unseres Kreativdirektors. Dahinter verbirgt sich unser Triplett aus den Gospelklassikern „He’s got the whole world“, „Rock my soul“ und „Go, tell it on the mountain“, das wir gleich gemeinsam mit den Zuschauern singen werden. Wie immer gibt es kurzweilige Anweisungen vom Chorleiter, und die Menschen machen sofort engagiert mit. Schließlich werden alle Lieder zeitgleich gesungen und füllen die ganze Kirche mit Gospelmusik.

Zum Abschluss des Konzertes steht „Oh, happy day“ auf dem Programm. Solistin Andrea blickt uns Gospeltrainern unmittelbar vor Beginn tief in die Augen und scheint sich mit Energie aufzuladen. Vor wenigen Tagen noch auf einer Silberhochzeit gesungen, geht uns der Song leicht und sicher über die Lippen. Diesen Ohrwurm-Klassiker kennt jeder, mag jeder und viele Zuschauer singen unaufgefordert mit. Inzwischen ist längst klar, dass das Konzert ein musikalischer Erfolg ist, folglich trifft er genau die Stimmung in der Herz Jesu Kirche. Alles steht, applaudiert nach Kräften und ist bester Stimmung.

© Daniel DeppeSolistin Andrea bringt den Train in Schwung

Damit wären wir für heute am Ende, doch da ist es wieder – unser Luxusproblem! Die Besucher wollen nicht gehen. Schnell machen sie durch ihren Applaus deutlich, noch nicht genug zu haben. Wir lassen uns nicht lange bitten und singen als Zugabe „This little light“. Auch hier nutzen viele ihre Textkenntnisse und singen völlig losgelöst mit. Das ist es, was viele am Gospel so begeistert. Man hat Freiraum die Musik so zu erleben, wie man sie gerade empfindet. Die einen versinken ganz still in Gedanken, während andere ihre Emotionen rauslassen.

Das ist aber immer noch nicht das Ende. Mann, sind die Zuhörer heute hartnäckig – auch eine Form des Lobes und der Anerkennung. Als endgültigen Abschluss wählen wir das Segenslied „Mögen sich die Wege“, welchen wir gerne als charmanten „Rausschmeißer“ nutzen. Wieder singen viele mit. Es ist definitiv ein gemeinsames Konzert von Chor und Zuschauern. Diese konsumieren nicht passiv die Musik, sondern beteiligen sich aktiv; singend, klatschend, sich bewegend und oft im Austausch mit den Banknachbarn.

© Daniel DeppeSpontan reicht man sich bis in die letzte Reihe die Hände – wunderbar!

Eine ganz besondere Freude für uns Gospeltrainer ist es zu beobachten, dass die anwesenden Flüchtlinge, die anfangs noch unsicher und schüchtern sind, zunehmend entspannter und heiterer werden. Wir Hammenser gehen gleich in unsere geordneten und sicheren Verhältnisse zurück, während die Flüchtlinge mit einem Rucksack voller Ungewissheit bezüglich ihrer Zukunft in ihre schlichte Unterkunft zurückkehren. Wenn wir diesen Menschen ein paar schöne Augenblicke geschenkt haben, so ist dies unser schönster Lohn.

© Alle Fotos von D.Deppe

Teil 4 der Nachbesprechung folgt.

Benefizkonzert in der Lokalzeitung 19.08.2015

Nach unseren Konzerten in Hamm schaut man in der folgenden Woche immer neugierig in den Westfälischen Anzeiger (WA), die Hammenser Lokalzeitung. Man ist der Hoffnung, dass diese Auftritte öffentlich wahrgenommen werden. Das bedeutet zunächst warten. Montag kommt der Sport zu seinem Recht, dienstags ist die Kultur dran und mittwochs können wir dann lesen, wie der jüngste Auftritt angekommen ist.

Schlägt man heute den Lokalteil auf, so wird man gleich vom Gospeltrain „überrollt“. Man hat uns einen sehr großen Artikel mit ausführlicher Besprechung der Gesamtveranstaltung einschließlich Foto gewidmet. Musikalisch haben wir offensichtlich überzeugt und die Menschen mitgerissen. Viel wichtiger ist aber, dass das Flüchtlingsthema sowohl im Konzert als auch in der Zeitung ausführlich Berücksichtigung gefunden hat. Wenn man die für alle schwierige Situation mit ihren vielfältigen Problemen und Herausforderungen meistern will, muss man möglichst viele Menschen mit ins Boot holen.

Wir freuen uns darüber, einen kleinen Beitrag dazu geleistet zu haben und bedanken uns bei unserem Publikum, der Gemeinde Clemens August Graf von Galen, dem WA und allen, die uns unterstützt haben. Schließlich ein dickes Dankeschön an unseren „Chef“ Sebastian Wewer, der mal wieder mit seinen Ideen überzeugt hat, und an alle Gospeltrainer, die diese Hauruck-Aktion migestaltet haben.

Dass am Ende auch noch ein tolles Spendenergebnis von 2270,18 € zu Stande kam, setzt dem Ganzen noch das Sahnehäubchen auf

© Westfälischer Anzeiger, 19.08.2015© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 19.08.2015