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Nachbesprechung Adventskonzert Hamm-Norden 11.12.2016 – Teil 3

Der Applaus ebbt so bald nicht ab. Es endet also wie immer – Zugabe! Ohne entlässt man uns hier nicht. Zu hören gibt es den Klassiker aller Klassiker: „Oh, happy day“. Diesen Gospelsong kann man immer bringen, den werden Chor und Zuhörer nie leid. Vielleicht liegt es daran, dass dieser oft in wunderbaren Momenten gesungen wird, in denen mit diesem Song quasi ein Ausrufezeichen angefügt wird.
Solistin Birgit legt los, das Publikum ist gleich aktiv mit dabei. Die Stimmung im Chor ist besonders locker und gelöst, denn unsere „Pflicht“ ist bereits erfolgreich absolviert. Jetzt wird der Augenblick dieses Adventskonzert gemeinsam gefeiert.

© Daniel Deppe

Zugabe zum gelungenen Konzert

Freude ist überall zu spüren; da liegt es nahe, als weitere Zugabe erneut „Joy to the world“ zu singen. Jetzt, so kurz vor Weihnachten, kann man diese Freudenbotschaft ruhig ein zweites Mal singen. Offensichtlich sehen das unsere Gäste genauso, denn der Funke springt sofort über. Mit dem neuen Arrangement haben wir inzwischen keine Schwierigkeiten mehr. Wir lassen uns einfach auf einer emotionalen Stimmungswoge tragen.

© Daniel Deppe

Alle stehen bei „Joy to the world“

Zum Ende siegt mal wieder die Spontanität! Chorleiter Sebastian Wewers Gestik bittet uns zum Auszug. Er spielt den Song „Marvelous things“ an. Noch ganz neu im Repertoire, sitzt dieses Stück schon ganz sicher, so dass wir singend einen geordneten Abgang von der Bühne und über die Altarstufen hinbekommen. In Zweierreihe geht es gemessenen Schrittes durch den Mittelgang in Richtung Sakristei. Jetzt sind sich SängerInnen und Besucher ganz nahe – überall nur zufriedene Gesichter. Mancher Zuschauer schenkt uns ein Lächeln, ein „Danke“ oder andere Worte der Zufriedenheit oder der Begeisterung. Hier holen wir uns beim Auszug quasi unseren Lohn für die intensive Konzertvorbereitung ab.

© Daniel Deppe

Auszug des Trains – jetzt ist wirklich Schluss

In der Sakristei angekommen, fällt die letzte Anspannung von uns ab. Inzwischen ist auch der „Chef“ schon hinter uns her geeilt und offensichtlich mit seinem Gospeltrain sehr zufrieden. Sein Gesicht spricht Bände.

© trainarchivator

Technik, Instrumente, Deko – alles muss raus

Während die Besucher die Kirche nach und nach verlassen, beginnen einige Gospeltrainer mit dem Aufräumen. Wie immer kann man sich auf uns verlassen, dass die Kirche ordentlich hinterlassen wird.

© trainarchivator

Ausklang bei Glühwein und Spekulatius – die Musik noch im Ohr

Wenn wir uns ein wenig beeilen, können wir auf dem Kirchplatz am gemeinsamen Ausklang mit unseren Zuschauern teilnehmen. Dort sind Pavillons aufgebaut, wo Glühwein ausgeschenkt wird. Ein paar Frauen aus der Gemeinde sind uns bei dieser erstmalig durchgeführten Aktion behilflich, bei der man miteinander ins Gespräch kommen kann und das wunderbare Konzert nachwirken lässt.

© trainarchivator

Belohnungsglühwein für Annette nach ihrem Konzertdebut als Gospeltrainerin

© trainarchivatorEin großer Dank des Gospeltrains an die fleißigen Helferinnen! Dank ihres Einsatzes wird aus einer fixen Idee ein gelungener Konzertabschluss. Wir waren sehr überrascht, als sich auf unsere zaghafte Anfrage gleich sechs Frauen gemeldet haben, um uns zu unterstützen. Während wir noch auf der Bühne stehen, muss der Glühwein ja bereits aufgewärmt werden. Zur Krönung des Ganzen wurden teilweise die „besseren Hälften“ beim Pavillonaufbau gleich mit eingespannt. Grandios!

Was haben wir für ein Glück! Der 3.Advent ist zwar ein kühl-grauer Tag, zu dem der Glühwein so richtig gut passt, doch der angesagte Regen setzt erst ein, als man endgültig gemeinsam ans Aufräumen geht.

© trainarchivator

Organisatoren und Helfer stoßen ganz am Schluss auf die gelungene Veranstaltung an, als alle anderen schon auf dem Heimweg sind

Nachtrag:

Unser „Chef“ hat sein Versprechen, das er uns bei der gestrigen Generalprobe gegeben hat, voll und ganz erfüllt: „Morgen [sprich beim Konzert] bin ich in Form und absolut konzentriert“. Wenn es darauf ankommt, ist er voll da. „Chef“ – dafür lieben Dich die Zuschauer, wie viele Rückmeldungen unterstreichen, und natürlich auch Deine Gospeltrainer.

Was bleibt? – Bei der Rückkehr in die verlassene Wohnung hat man noch Musik im Ohr und Glühweingeschmack auf der Zunge. War doch gut, dass man sich trotz des „usseligen“ Wetters aufgemacht hat! Eine gute Stunde Musik als Unterstreichung der Adventszeit ist wertvoll, denn wer diese Zeit nicht bewusst wahrnimmt, dem entgeht das Wesentliche.

© trainarchivator

Das Gospeltrainkonzert bringt Freude für alle und der Ausklang ist das „Sahnehäubchen“

Adventskonzert in der Lokalzeitung 13.12.2016

Unsere Lokalzeitung ist echt auf zack! Schneller mit der Konzertkritik als der Trainarchivator mit dem choreigenen Rückblick. Macht nix. Das Lesen bereitet pure Freude! Offensichtlich ist unser Konzert so beim Publikum angekommen, wie wir es uns in den kühnsten Träumen ausgemalt haben.

©Westfälischer Anzeiger, Hamm, 13.12.2016©Westfälischer Anzeiger, Hamm, 13.12.2016

Wer noch ein wenig Geduld mitbringt, der wird die Veranstaltung in den nächsten Tagen noch einmal im Detail nachvollziehen können.

Jahresrückblick 2015 – Teil 1

© Sebastian WewerDas alles dominierende Thema war der zwanzigjährige Geburtstag unseres Chores. Natürlich wurde das Jubiläum groß gefeiert und bei der Öffentlichkeitsarbeit bzw. Einladungen zu Veranstaltungen deutlich herausgestellt. Aber wie immer können wir auf ein bunt gemischtes Jahresprogramm zurückblicken. Auch das geleistete Pensum war wieder erheblich – wir brauchen es offensichtlich so. Die persönliche Dosierung übernahmen die Gospeltrainer selbst; in Abhängigkeit vom persönlichen Terminkalender.

Konzerte (4 Termine)

Der Höhepunkt des Jahres war unser großes Jubiläumskonzert unter dem Motto „Loved“ in der Herz Jesu Kirche in Hamm-Norden (22.03.2015); groß in Sachen Programmumfang, Werbemaßnahmen und Vorbereitungsaufwand, aber auch in Sachen Besucherzahl, Stimmung und allgemeiner Zufriedenheit. Der erstmalige Einsatz einer Bühne und die besondere Dekoration machten gleich zu Beginn klar, dass die Besucher kein alltägliches Konzert erleben würden.

© trainarchivatorJubiläumskonzert in der Herz Jesu Kirche in Hamm-Norden   © D.Deppe

Im Vorfeld absolvierten wir ein Konzert in der St. Nikolaus-Kirche in Münster-Wolbeck (25.01.2015), wo das Programm des Jubiläumsjahres seine Premiere vor Publikum feierte. Draußen lag noch Schneematsch, aber in der kalten Kirche kam durch die noch aufgebaute große Wandelkrippe spätweihnachtliche Atmosphäre auf.

© H.RathEinsingen in Wolbeck   © H.Rath

© trainarchivatorZum wiederholten Male trat der Gospeltrain zu einem Konzert in der Christuskirche in Beckum (08.02.2015) an, welches ebenfalls als Vorlauf zum Saisonhighlight zu sehen war. Außerdem bekam hier Chorleiter Sebastian Wewer Gelegenheit zu einem „Heimspiel“ in seiner Heimatgemeinde.

Alle drei Konzerte waren gelungen, fanden viel Applaus beim Publikum, doch das „echte“ Jubiläums-konzert setzte dem Ganzen ein sprichwörtliches Sahnehäubchen auf.

Eigentlich wäre damit unsere Konzertreihe abgeschlossen gewesen, doch da kam – wie so oft – alles anders: der Zustrom von Flüchtlingen und die intensiven Debatten aller Orten führten zur Idee eines Benefizkonzerts (18.08.2015) zugunsten der lokalen Flüchtlingshilfe. Mit Kreativität, Tatkraft und Unterstützung der Gemeinde sowie der lokalen Medien wurde innerhalb weniger Wochen ein Konzert auf die Beine gestellt, das mit einer Spendensumme von 2270,18 Euro abschloss.

© D.DeppeEin tolles Gemeinschaftserlebnis   © D.Deppe

Hochzeiten (6 Termine)

Verliebt – verlobt – Gospeltrain gebucht – verheiratet! So haben es auch 2015 wieder viele Paare gehalten. Hochzeiten stellen seit vielen Jahren ein breites Betätigungsfeld des Gospeltrains dar. Es ist eine schöne Bestätigung für den Chor gefragt zu sein. Allerdings mussten wir trotz vieler durchgeführter Auftritte weitere Anfragen absagen; wir waren schlichtweg ausgebucht!

© trainarchivator2015 gab es „nur“ sechs Hochzeitsauftritte

  • Victor-Kirche Hamm-Herringen 15.05.2015
  • Jakobuskirche Hamm-Pelkum (16.05. + 13.06.2015)
  • Pankratius-Kirche Hamm-Mark (20.06.2015)
  • Stephanus-Kirche Hamm-Heesen (18.07.2015)
  • Clemens-Kirche Münster-Hiltrup (01.08.2015)

Gottesdienste (3 Termine)

Natürlich sang der Gospeltrain auch in verschiedenen Gottesdiensten. Während wir unsere Konzerte weitgehend selbst gestalten, werden wir bei Gottesdiensten in ein Konzept der gastgebenden Gemeinde eingebunden und erfüllen deren Wünsche und Vorgaben. Bei Bedarf stand Chorleiter Sebastian Wewer beratend zur Seite.
Den Saisonauftakt in der unserer Herz Jesu Kirche (10.01.2015) absolvierten wir in der Vorabendmesse mit mehreren Liedbeiträgen. Am Nachmittag war dem ein kleiner Workshop vorausgegangen, um uns nach der Weihnachtspause in Schwung zu bringen.

© trainarchivatorEinen ungewöhnlichen Gottesdienst durften wir im Rahmen der Sommerkirche in der Pauluskirche in Hamm (19.07.2015) mitgestalten. Losgelöst vom sonst geregelten Ablauf wurden die Besucher angeregt in der Kirche umherzulaufen. An verschiedenen Stationen symbolisierten Gegenstände verschiedene Möglichkeiten, wie man seinen Urlaub verbringen könnte. Zeit haben, in sich hinein hören, Bedürfnisse erkennen und Freiräume nutzen – darum ging es. Am Ende gab es Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

© trainarchivatorAuf Einladung nahmen wir aktiv an einem besonderen Gottesdienst in der Ev. Freikirche Hamm (30.08.2015) teil. Inhaltlich von Gemeindemitgliedern gestaltet, gab es statt einer Predigt eine gespielte Szene, in der man sich mit dem Tagesthema auseinandersetzte.

Silberhochzeit (1 Termin)

© trainarchivatorZwanzig Jahre auf dem Buckel und immer noch erlebt der Gospeltrain weitere Premieren: erstmals durften wir bei einer Silberhochzeit in Hamm-Berge (08.08.2015) auftreten. Die Einladung kam von der „Silberbraut“, die selbst eine langjährige Gospeltrainerin ist und somit wusste, was sie zu erwarten hatte. Vielfältige, sehr persönliche Rückmeldungen bestätigten uns, dass dieser Auftritt mitten ins Herz getroffen hatte.

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Taufe (1 Termin)

2014 waren wir erstmals bei einer Taufe aufgetreten, was viel Anklang gefunden hatte. Kein Wunder, dass dieselbe Familie bei ihrer nächsten Taufe in Hamm-Ostwennemar (11.10.2015) an den Gospeltrain gedacht und uns zur musikalischen Mitgestaltung eingeladen hat.

© trainarchivatorEin schöner Moment für alle Anwesenden

Teil 2 der Jahreszusammenfassung folgt…

Nachbesprechung Benefizkonzert für die Flüchtlingshilfe 16.08.2015 – Teil 3

Die Wortbeiträge in der kurzen Musikpause stimmen die Menschen nachdenklich. Vielleicht geht der Eine oder die Andere in sich und überprüft die eigene Position zur Flüchtlingsthematik. Unser erstes Stück nach der Unterbrechung heißt „Lord, hold me”. Diese Bitte ist ewig aktuell, denn wer sucht nicht hin und wieder nach Orientierung und Unterstützung. Der Titel ist an dieser Stelle des Programms genau richtig platziert und holt die Menschen in ihrer gegenwärtigen Stimmung ab. Man lässt sich vom Gesang einfangen und ist ab sofort wieder ganz in der Musik. Wir lassen uns von Chorleiter Sebastian Wewer ganz leicht führen, und so bekommen wir die Steigerung vom zarten Einstieg bis zum kräftigen selbstbewussten Ausruf sehr gut hin. Der Applaus ist so intensiv, als habe es überhaupt keine Unterbrechung gegeben.

© Daniel DeppeKonzentration: Einstimmung auf den Song schon bei den ersten Tönen

Nach so einem ruhigen Song darf es jetzt aber mal richtig krachen: „Rock my soul“ in der Gospeltrain-Battle-Version steht an. Viele Zuschauer kennen diese mit dem auf die Spitze getriebenen Wechselgesang schon. Dennoch ist man gespannt, wie es heute ablaufen wird und ob das Publikum richtig mitgeht. Immerhin sind die Zuschauer schon ordentlich aufgewärmt, und es hat sich eine Beziehung zwischen Chor und Gästen entwickelt, wenn dieser Gassenhauer gesungen wird.
Bässe und Tenöre werden nach vorne gerufen und bauen sich gegenüber den zahlenmäßig gnadenlos überlegenen Sopranos und Altos auf. Dennoch legen die Herren sofort forsch los und fordern die Damen damit richtig heraus. Jetzt fliegen die Einsätze hin und her, es geht immer lebhafter zu; ein bisschen Show ist auch dabei. Schließlich gibt es donnernden Applaus, und man lässt sich durchschnaufend wieder in die Bänke fallen. Dass wir zunächst deutlich zu tief angesetzt haben und einfach mit einem Lächeln neu starten, nimmt niemand dem Chor übel – im Gegenteil: es ist nur eine Randnotiz zum Schmunzeln.

© Daniel DeppeFünf gegen den Rest der Welt, äh , des Chores

© Daniel DeppeDer Augenblick zum Innehalten ist gekommen. Ein emotionales Lied mit ruhigem Auftakt ist genau das richtige. „Immanuel“ ist vielen ebenfalls vom Jubiläumskonzert im März bekannt, doch ein solches Stück mag man immer wieder hören. Das Solo von Danny kommt sehr gefühlvoll rüber, und die Menschen sind offensichtlich angerührt. Nachdem man eben noch getobt hatte, ist man nun hoch konzentriert und nimmt die Musik mit allen Sinnen auf. Der Chor steht der Solistin nicht nach und zaubert eine sehr intensive Atmosphäre in den Kirchenraum.

Bei der Erstellung des Programms für dieses Benefizkonzert war von Anfang an klar, dass dieses keine Wiederholung des Jubiläumskonzertes vom März sein würde. Insofern hat Chorleiter Sebastian Wewer gut daran getan, direkt ab April neue Stücke einzuüben. Eines haben wir schon im ersten Teil gesungen („In your arms“). Ein weiteres folgt nun mit „I want to love you, Lord”, das wir  schon bei Hochzeiten vor Publikum gesungen haben. Du meine Güte – was wurde in den Proben an Details gefeilt, bis der strenge Chef mit uns zufrieden war. Heute passt alles! Wir sind glücklich mit dem geschmeidigen Klang, das Publikum strahlt, und wir bekommen Kusshändchen vom Chef! Schon das dritte Sonderlob nach „Loved“ und „In your arms“!! Das gab es noch bei keinem Konzert.

He’s got my soul on the mountain“. Schon mal gehört? Ne? Kein Wunder – eine der unnachahmlichen Wortschöpfungen unseres Kreativdirektors. Dahinter verbirgt sich unser Triplett aus den Gospelklassikern „He’s got the whole world“, „Rock my soul“ und „Go, tell it on the mountain“, das wir gleich gemeinsam mit den Zuschauern singen werden. Wie immer gibt es kurzweilige Anweisungen vom Chorleiter, und die Menschen machen sofort engagiert mit. Schließlich werden alle Lieder zeitgleich gesungen und füllen die ganze Kirche mit Gospelmusik.

Zum Abschluss des Konzertes steht „Oh, happy day“ auf dem Programm. Solistin Andrea blickt uns Gospeltrainern unmittelbar vor Beginn tief in die Augen und scheint sich mit Energie aufzuladen. Vor wenigen Tagen noch auf einer Silberhochzeit gesungen, geht uns der Song leicht und sicher über die Lippen. Diesen Ohrwurm-Klassiker kennt jeder, mag jeder und viele Zuschauer singen unaufgefordert mit. Inzwischen ist längst klar, dass das Konzert ein musikalischer Erfolg ist, folglich trifft er genau die Stimmung in der Herz Jesu Kirche. Alles steht, applaudiert nach Kräften und ist bester Stimmung.

© Daniel DeppeSolistin Andrea bringt den Train in Schwung

Damit wären wir für heute am Ende, doch da ist es wieder – unser Luxusproblem! Die Besucher wollen nicht gehen. Schnell machen sie durch ihren Applaus deutlich, noch nicht genug zu haben. Wir lassen uns nicht lange bitten und singen als Zugabe „This little light“. Auch hier nutzen viele ihre Textkenntnisse und singen völlig losgelöst mit. Das ist es, was viele am Gospel so begeistert. Man hat Freiraum die Musik so zu erleben, wie man sie gerade empfindet. Die einen versinken ganz still in Gedanken, während andere ihre Emotionen rauslassen.

Das ist aber immer noch nicht das Ende. Mann, sind die Zuhörer heute hartnäckig – auch eine Form des Lobes und der Anerkennung. Als endgültigen Abschluss wählen wir das Segenslied „Mögen sich die Wege“, welchen wir gerne als charmanten „Rausschmeißer“ nutzen. Wieder singen viele mit. Es ist definitiv ein gemeinsames Konzert von Chor und Zuschauern. Diese konsumieren nicht passiv die Musik, sondern beteiligen sich aktiv; singend, klatschend, sich bewegend und oft im Austausch mit den Banknachbarn.

© Daniel DeppeSpontan reicht man sich bis in die letzte Reihe die Hände – wunderbar!

Eine ganz besondere Freude für uns Gospeltrainer ist es zu beobachten, dass die anwesenden Flüchtlinge, die anfangs noch unsicher und schüchtern sind, zunehmend entspannter und heiterer werden. Wir Hammenser gehen gleich in unsere geordneten und sicheren Verhältnisse zurück, während die Flüchtlinge mit einem Rucksack voller Ungewissheit bezüglich ihrer Zukunft in ihre schlichte Unterkunft zurückkehren. Wenn wir diesen Menschen ein paar schöne Augenblicke geschenkt haben, so ist dies unser schönster Lohn.

© Alle Fotos von D.Deppe

Teil 4 der Nachbesprechung folgt.

Benefizkonzert in der Lokalzeitung 19.08.2015

Nach unseren Konzerten in Hamm schaut man in der folgenden Woche immer neugierig in den Westfälischen Anzeiger (WA), die Hammenser Lokalzeitung. Man ist der Hoffnung, dass diese Auftritte öffentlich wahrgenommen werden. Das bedeutet zunächst warten. Montag kommt der Sport zu seinem Recht, dienstags ist die Kultur dran und mittwochs können wir dann lesen, wie der jüngste Auftritt angekommen ist.

Schlägt man heute den Lokalteil auf, so wird man gleich vom Gospeltrain „überrollt“. Man hat uns einen sehr großen Artikel mit ausführlicher Besprechung der Gesamtveranstaltung einschließlich Foto gewidmet. Musikalisch haben wir offensichtlich überzeugt und die Menschen mitgerissen. Viel wichtiger ist aber, dass das Flüchtlingsthema sowohl im Konzert als auch in der Zeitung ausführlich Berücksichtigung gefunden hat. Wenn man die für alle schwierige Situation mit ihren vielfältigen Problemen und Herausforderungen meistern will, muss man möglichst viele Menschen mit ins Boot holen.

Wir freuen uns darüber, einen kleinen Beitrag dazu geleistet zu haben und bedanken uns bei unserem Publikum, der Gemeinde Clemens August Graf von Galen, dem WA und allen, die uns unterstützt haben. Schließlich ein dickes Dankeschön an unseren „Chef“ Sebastian Wewer, der mal wieder mit seinen Ideen überzeugt hat, und an alle Gospeltrainer, die diese Hauruck-Aktion migestaltet haben.

Dass am Ende auch noch ein tolles Spendenergebnis von 2270,18 € zu Stande kam, setzt dem Ganzen noch das Sahnehäubchen auf

© Westfälischer Anzeiger, 19.08.2015© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 19.08.2015

Nachbesprechung Silberhochzeit in Hamm-Berge 08.08.2015

© trainarchivatorNach einigen Hitzetagen konnte man sich heute bei gemäßigteren Temperaturen etwas erholen. Da fiel es deutlich leichter, sich in die schwarze Auftrittskleidung zu werfen. Aber wir wollten ja gut aussehen, wenn wir für unsere Gospeltrainerin Iris singen, die heute mit ihrem Mann die Silberne Hochzeit feierte. Der Gottesdienst fand in der uns vertrauten Ev. Kirche in Hamm-Berge auf der Anhöhe nahe den Wassertürmen statt.

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© trainarchivatorGospeltrainer beim Small Talk vor dem Einsingen

Wie immer trafen wir uns frühzeitig vor Ort, Stellprobe und Einsingen waren schnell erledigt. In der Kirche wurden letzte Vorbereitungen getroffen.

© trainarchivatorDie Kerze brennt, das Keyboard ist angeschlossen und man räumt auf

Unerwartet gab es noch eine süße Überraschung vom Brautpaar – als ob wir ihm nicht auch so gewogen gewesen wären…!

© trainarchivatorMilde Gabe vom Silberpaar – Uwe teilt aus

Die letzten Minuten galten der Entspannung und Einstimmung. Wir nahmen unsere Plätze ein und warteten ab, was gleich passieren würde.

© trainarchivatorKein Auftritt ohne Wasser

Kurze Begrüßung durch Pfarrer Michael Schmidt, dann ein paar Minuten Musikgenuss bei der Probe einer jungen Sängerin, die ebenfalls für das Jubelpaar singen wollte.

© trainarchivator .© trainarchivator

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Die Gospeltrainer lauschen, als Sängerin Paula probt

Wir standen nahe des Altars bereit, es sollte jeden Moment losgehen. Doch wo war Chorleiter Sebastian Wewer? – Aha. Orgelklänge! Er begleitete also den Einzug des Silberpaares von der Orgelempore aus. Kaum war der letzte Ton verklungen ging’s im Sprint die Treppe runter und dann – gesetzteren Schrittes – nach vorne zu uns ans Keyboard. Einen Moment inne gehalten, konzentriert und los ging’s mit dem Wunschtitel „This is the day“ zum Auftakt des Gottesdienstes. Die Steigerung gelang prima und wir bekamen anerkennendes Lächeln von Chorleiter und Brautpaar.

Pfarrer Schmidt begrüßte die Festgemeinde in kurzen herzlichen Worten und freute sich schon auf weitere Gospeltrain-Songs. Ein kurzes Gebet folgte und gab dem Anlass den richtigen Rahmen. Auch die Gemeinde bekam Gelegenheit zu singen. Man hatte das ewig aktuelle Lied „Lobe den Herren” mit Orgelbegleitung ausgewählt.

Die Lesung aus dem Korintherbrief haben wir in diesem Jahr schon mehrfach gehört, doch heute trug die zurückhaltende, fast demütige Stimme des Pfarrers zu einer besonderen intensiven Wahrnehmung des Textes bei. So bescheiden vorgetragen hatte die Lesung eine besondere Wirkung; das ging wohl auch dem Brautpaar so, denn es nickte zustimmend.

„Halleluja“! Zeit für einen Jubelruf. Wir konzentrierten uns auf die Körpersprache des Chorleiters und schufen die richtige Atmosphäre für dieses Stück. Vom Altarraum aus singend konnten wir dem Paar direkt in die Gesichter schauen. Deren Anblick motivierte uns zusätzlich: mal verträumt geschlossene Augen, dann strahlendes Lächeln oder auf dem Stuhl mitswingend. Musikalische Zwiesprache. Dass Iris phasenweise textsicher mitsang, versteht sich von selbst.

In der Ansprache wählte Pfarrer Schmidt ganz persönliche Worte. Wenn ein Paar so lange zusammenbleibe, habe es vieles richtig gemacht, was zu einer stabilen Beziehung nötig sei. Damit ließen sich auch die Widrigkeiten und Herausforderungen des Alltags meistern. Dies sei ein Grund dankbar zu sein. Er zitierte aus Psalm 106: „Halleluja! Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich“. Kurzweilig spielte er auch die Gedanken durch, welche Worte wohl die Partner zum jeweils anderen rückblickend auf die gemeinsamen Ehejahre sagen mögen. Das folgende Lied „Jesus is my salvation“ erinnerte daran, dass in jeder christlichen Ehe immer noch ein Dritter mit im Bunde ist.

© trainarchivator Die Segenshandlung – schlicht, einfühlsam und optimistisch

Höhepunkt des Gottesdienstes war die Segenshandlung, die vom Rückblick auf die zurückliegenden Jahre zum Ausblick auf die gemeinsame Zukunft überleitete. Da lag spürbar ganz viel Zuversicht und Gewissheit in der Luft, die dem Paar sicher Mut für den gemeinsamen weiteren Lebensweg gemacht hat.

Nun kam der Auftritt von Paula, die den Song „Was wirklich bleibt“ (Christina Stürmer) vortrug. Die schöne, natürliche Stimme berührte die Anwesenden, und man folgte dem sehr gut zu verstehenden Text, der die Menschen mit seinem nachdenklichen Inhalt ansprach.

© trainarchivatorEinige Momente des Innehaltens bei Paulas Auftritt

Anschließend wurden die Fürbitten von Menschen aus dem Umfeld des Paares vorgetragen. Das Vaterunser sprachen dann alle Anwesenden gemeinsam. Einige letzte Worte zum Abschluss, und der Gospeltrain war nochmals an der Reihe. „Oh, happy day“ sollte es auf Iris‘ Wunsch sein. Wie schön, wenn man nach fünfundzwanzig Ehejahren das Jubiläum mit einer solchen Aussage krönen kann. Also legten wir uns gemeinsam mit Solistin Andrea nochmals so richtig in Zeug. Für Iris gab es kaum noch ein Halten. Singend und swingend ging sie richtig mit; Thomas war zwar weitaus zurückhaltender, doch genauso ergriffen.
Singen, Freude schenken und dafür mit einem Lächeln belohnt werden – in solchen Augenblicken wissen die Chormitglieder, warum man den hohen Einsatz für den Gospeltrain auf sich nimmt!

Der Auszug war mal wieder ganz nach Gospeltrainart. Spontan forderte uns Chorleiter Sebastian Wewer auf, vor dem Silberpaar auszuziehen und dabei nochmals den Song „Jesus is my salvation“ zu singen. Als Kennerin solcher Augenblicke hängte sich Gospeltrainerin Iris mit ihrem Mann an den Chor an, der draußen noch ein Spalier bildete.

© trainarchivatorEchte Feierstimmung nach dem Gottesdienst

© trainarchivatorWährend Familie und Freundeskreis schon zum Gratulieren übergingen, präparierten diese drei Gospeltrainerinnen noch eine ganz persönliche Überraschung für das Brautpaar.

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© trainarchivatorDem Silberpaar wird ein silberner Herzballon überreicht…

© trainarchivator…an den viele Herzenswünsche angehängt werden.

© trainarchivator Dann gibt es kein Halten mehr. Herzlichen Glückwunsch!!!

© trainarchivatorAlles Gute zur Silberhochzeit
wünscht Euch
Euer Gospeltrain Hamm

Silberhochzeit in Hamm-Berge 08.08.2015

Wie so oft in letzter Zeit, geht es auch diesen Samstag zu einem Auftritt anlässlich eines privaten Festtages. Es ist schließlich Hochzeitssaison. Allerdings tritt das Paar nicht erstmalig vor den Traualtar, sondern feiert sein silbernes Ehejubiläum. Dass es sich bei der Braut um eine langjährige Gospeltrainerin handelt, macht die Sache besonders speziell. Außerdem ist es unser erster Silberhochzeitsauftritt überhaupt. – Ne, ne, ihr Gospeltrainer. Es ist tatsächlich eine weitere Premiere. Die Veranstaltung, die jetzt mancher vielleicht im Sinn haben könnte, war eine Goldene Hochzeit.

Der Gottesdienst findet in der Ev. Kirche in Hamm-Berge statt. Dort waren wir schon einige Male zu Gast; das halbe Dutzend dürfte inzwischen voll sein. Immer haben wir uns dort besonders wohl gefühlt, denn die Kirche ist klein und wohlproportioniert. Die Lage im Grünen auf der Anhöhe nahe den beiden Wassertürmen Hamms gibt dem Ganzen eine Ausflugsatmosphäre. Stimmen ölen, schönes Wetter bestellen und schon ist alles bereit.