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Nachbesprechung Gospeltrain in der Sommerkirche 19.07.2015

© trainarchivatorSommerkirche? Wo ist die denn? – Die ist da, wo man sich ein besonderes Projekt in den Sommerferien ausgedacht hat! Die Evangelische Kirchengemeinde Hamm hatte sich überlegt, an zwei Feriensonntagen statt mehrerer Veranstaltungen über das Stadtgebiet verteilt einen zentralen Gottesdienst in der Pauluskirche in Hamm-Mitte zu veranstalten. Etliche Kirchgänger sind sowieso im Urlaub; den anderen wollte man etwas bieten, was neue Sichtweisen und Denkanstöße bietet.

© trainarchivatorNoch wissen wir nicht, was uns gleich erwartet

2015 scheint für uns ein Jahr der Premieren zu sein. Auch in der Pauluskirche singen wir erstmalig. Uns war ein besonderer Gottesdienst angekündigt worden, was gleich nach Betreten der Kirche offensichtlich wurde. Sonnenschirm und Planschbecken in der Kirche – sonst eher selten. Pfarrer Ralph Haitz und sein Gemeindeteam haben den ersten von zwei Terminen der Sommerkirche unter das Motto „Urlaub in der Kirche“ gestellt. Man hatte einige Stationen entwickelt, die in der ganzen Kirche verteilt unterschiedliche Urlaubstypen darstellen.

© trainarchivatorBeim Einsingen – wir sind schon gespannt

In der großen Stadtkirche gab es reichlich Platz für uns auf den Altarstufen, so dass wir schnell Aufstellung nahmen. Während wir uns einsangen, wurden in der Kirche letzte Vorbereitungen getroffen. Erste Besucher trafen ein. Die Unruhe störte uns nicht, sondern weckte eher Neugier.

© trainarchivatorPfarrer Haitz geht noch einmal den Ablauf durch

Um gleich am Eingang auf die Besonderheit der heutigen Veranstaltung hinzuweisen, bekamen alle Ankömmlinge ein Eis angeboten. Wir setzten uns für die letzten Minuten bis zum Beginn auf unsere Plätze an der Seite, und wurden ebenfalls verwöhnt.

© trainarchivator   Bei der gestrigen Hochzeit gab’s Likör, heute Eis.

Los ging’s. Pfarrer Haitz begrüßte alle Anwesenden. Den Talar hatte er gegen ein schwarzes T-Shirt mit aufgedrucktem weißen Beffchen und dem Spruch „Unterwegs im Namen des Herrn“ getauscht. Hammenser sind sich sicher, diese T-Shirts schon beim AOK-Firmenlauf gesehen zu haben, bei dem sich die Teilnehmer durch ihre T-Shirts als Mitglieder ihrer jeweiligen (Betriebs-)Gruppe ausweisen.

Bei unserem ersten Einsatz sangen wir „Order my steps“. Herr, lenke meine Schritte. Das mag ein guter Vorsatz sein, wenn man nach dem hektischen Alltag im Urlaub etwas zur Ruhe kommt und erst einmal seine Gedanken ordnet. Das Publikum wurde vom Pfarrer aufgefordert, aufzustehen und sich die verschiedenen Stationen anzuschauen.

© trainarchivatorEin paar schöne Tage mit der Familie…

© trainarchivator… oder einfach nur „faul abhängen“

„Welcher Urlaubstyp sind Sie? Was spricht sie an?“ Viele Menschen folgten der Aufforderung und sahen sich um; verweilten an manchen Stationen länger als an anderen. Was darf es sein? Sport und Aktivität für den Schreibtischtäter oder Beine hoch für den körperlich Belasteten? Vielleicht eine Kultur- oder Fernreise mit neuen Erfahrungen? Geht’s an die See oder ins Gebirge? Nimmt man sich Zeit für Familie und Freunde?

© trainarchivatorPfarrer Haitz hat seinen Platz gefunden – Kollegin Schmidt dokumentiert

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ war das erste Gemeindelied. Der Urlaub als Freiraum für Lebensfreude und lange Aufgeschobenes. Heitere Leichtigkeit machte sich breit. Gospeltrain und Gemeinde wurden von Chorleiter Sebastian Wewer am Flügel begleitet. Die Orgel blieb heute ausnahmsweise stumm. Unser zweiter Song „Let me fly“ griff ebenfalls diese Stimmung auf.

Heute gab es keine großen Wortbeiträge, Lesungen oder eine ausufernde Predigt. Alles war ein wenig kleiner. Dafür gab es viele Anregungen, das eigene Leben zu reflektieren. Was haben die ganzen Aktionen mit dem Glauben zu tun? Der Pfarrer machte deutlich, dass es nicht nur unterschiedliche Urlaubstypen gäbe, sondern auch unterschiedliche Glaubenstypen. Er forderte erneut auf, die Stationen zu besuchen und sie in Bezug auf den eigenen Glauben zu betrachten.

© trainarchivatorRundgang und gegenseitiger Austausch – mit dezenter Musikbegleitung

Zur Auflockerung stand das Gemeindelied „Klüger“ auf dem Programm, welches Haitz erst vor wenigen Wochen vom Ev. Kirchentag in Stuttgart mitgebracht habe, wie er begeistert berichtete. Wir Gospeltrainer erinnerten uns spontan an unsere Teilnahmen an Gospelkirchentagen in Dortmund und Kassel, die bei uns bis heute einen Nachhall hinterließen

Unterschiedlich gelebter Glaube könne unter Umständen schwierig im Miteinander sein, meinte der Pfarrer. Dieses müsse man aber aushalten. Auf eine Art mag sich der eine oder andere ertappt haben. Dennoch fiel es nun wesentlich einfacher, die eigene Einzigartigkeit auch anderen zuzugestehen. Eine sehr interessante Erfahrung. Jetzt war es Zeit für unseren Song „I want to love you Lord”, den wir gemeinsam mit dem Publikum im kanonartigen Wechsel sangen. Vor Beginn des Gottesdienstes hatten wir das Stück bereits mit den Besuchern kurz eingeübt mit klaren Anweisungen unseres Gospel-Trainers.

So haben wir heute einen Gottesdienst erlebt, der sich ein wenig von liturgischen Regeln gelöst und dadurch viel Freiraum für eigene Empfindungen und Überlegungen geschaffen hatte. „Erleuchte und bewege uns” hieß passend das letzte Gemeindelied. Wir schlossen mit dem Lied „This is the day“. Am Ende blieben die Besucher weitgehend sitzen, eine merkwürdige Pause. Es dauerte einen Moment, bis wir registrierten, dass eine Zugabe von uns gewünscht war. Was singen wir? „Heaven is a wonderful place“. Das kannte auch Pfarrer Haitz, der gleich aufgefordert wurde, die Männerstimme zu verstärken. So wurde der originelle Gottesdienst musikalisch abgeschlossen.

Es folgte die Einladung zum angekündigten Imbiss, der von der Gemeinde vorbereitet worden war. Bereits ab der Hälfte der Veranstaltung waren unverschämt verlockende Düfte durch eine offene Seitentür hereingezogen. Schnell füllten sich die Plätze an den gedeckten Tischen, und man kam bei Grillwürstchen und Kartoffelsalat ins Gespräch.

© trainarchivator Fachsimpeln mit Bratwurst

Nach und nach machten sich die Gospeltrainer auf den Heimweg. Nur eine Vierergruppe hatte noch eine Fahrt ins Sauerland vor sich – aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.

© trainarchivator An die Daheimgebliebenen

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Nachbesprechung Jubiläumskonzert 22.03.2015 – Teil 2

Wir stehen aufgereiht in der Sakristei und warten auf den Einzug. Jetzt setzt das Keyboardspiel ein, wir konzentrieren uns. Als Chorleiter Sebastian Wewer zum Auftakt sein Solo des Liedes „Lord, hold me“ anstimmt, setzen wir uns in gesetztem Tempo durch den Mittelgang nach vorne in Bewegung. Es sieht wohl recht feierlich aus, wie wir mit Windlichtern in den Händen nach vorne gehen und auf abgestimmten Laufwegen unsere Plätze auf der Bühne einnehmen. Als alle angekommen sind, stimmen wir, die bisher zum Sologesang nur gesummt haben, in das Lied ein. Klappt alles reibungslos und verfehlt deshalb auch nicht seine Wirkung.

© Daniel DeppeZum Solo ziehen wir summend ein und setzen Windlichter ab

Erst jetzt kann mal ein Blick durch die Kirche wandern, die zu unserer Freude sehr gut gefüllt ist. Aufpassen! Jetzt geht es in den Übergang zum nächsten Titel. Es war eine Idee unseres Kreativdirektors mit einem Medley zu starten, welches thematisch eine Brücke schlägt von der flehenden Anrufung Gottes bis zur Gewissheit, geliebt zu sein. So heißen die Stücke zwei und drei „I belong to you“ und „Loved“. Wunderbar klingt es, als „I belong to you“ mit dem zarten Sopran startet, anschließend durch den Alt verstärkt wird. Als dann Tenor und Bass dazukommen, hat man hinter die Aussage „Ich gehöre zu dir“ ein dickes musikalisches Ausrufezeichen gesetzt.

© Daniel DeppeBei einem Konzert stehen wir erstmals hinter dem Altar

© Daniel DeppeLogisch, dass es im Anschluss heißt: „Loved“. Solistin Birgit singt nur den Refrain, den der Chor dann einmalig wiederholt und damit das Medley abschließt. Der Applaus des Publikums versichert uns: der Start ins Konzertprogramm ist geglückt und bei den Menschen gut angekommen. Man muss nicht immer mit einem lauten Kracher starten, um Aufmerksamkeit zu erzielen. So haben wir es uns erhofft.

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© Daniel DeppePfarrer Davis Puthussery tritt kurz ans Mikrofon und begrüßt als Vertreter der gastgebenden Gemeinde Clemens August Graf von Galen die Besucher und den Gospeltrain. Außerdem drückt er seine Vorfreude auf das Konzert aus. Er setzt sich zurück in die Bank, direkt neben seinen Vorgänger Pfarrer em. Paul Markfort – unseren großen Förderer seit unseren Anfangstagen. Ein gutes Gefühl, von Gemeinde und Pfarrer nach dem Wechsel weiterhin unterstützt zu werden und willkommen zu sein. Vielen Dank, so können wir gemeinsam etwas auf die Beine stellen.
© Daniel DeppeAls Vorsitzende des Gospeltrains ergreift Christa Etzel das Wort. Nach der Begrüßung des Publikums erinnert sie an die Anfänge des Chores, der unter den Augen langjähriger Besucher unserer Konzerte gewachsen und gereift ist.

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© Daniel DeppeZum Ende stellt sie Kirsten Gerndt vor, die wir als Moderatorin gewonnen haben. Diese gute Freundin, ebenfalls Chorleiterin, kennt den Chor und das Konzertrepertoire gut. Sie wird den Zuschauern im Laufe der Veranstaltung Inhalt und Wesen der Songs vorstellen. Sebastian Wewer soll sich zum Jubiläum ganz um die musikalische Leitung kümmern können.

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Es geht weiter mit dem Chor. Mit „Sia hamba“ steht jetzt ein afrikanischer Song auf dem Programm. Der Chorleiter geht vor uns in Stellung, fordert ganze Konzentration. A cappella werden keine Fehler verziehen, alles ist direkt hörbar. Wir hängen mit den Augen am Chef, der uns detailliert durch das Stück leitet. Sehr schön präzise folgen wir seinen Anweisungen und verdienen uns sein breit gelächeltes Lob. Teamarbeit at it’s best. Eigentlich überflüssig zu erwähnen, dass die Zuhörer ganz schnell klatschend einsteigen – fast komplett im korrekten Gospelrhythmus. Fachpublikum und langjährige Besucher brauchen keinerlei Nachhilfe!

© Daniel DeppeDer Gospel-Trainer kitzelt den gewünschten Klang heraus

Wieder gehen wir in Hab-Acht-Stellung, doch diesmal geht es krachend los. Fanfarenartig laut erklingt der Auftakt zu „Joshua fit the battle of Jericho“. Der Blick in die erstaunten Gesichter im Publikum macht uns Gospeltrainern immer wieder Spaß, wenn wir unsere Version dieses alten Spirituals zu Gehör bringen. Dem imposanten Beginn steht die geheimnisvoll-erzählende Art des Refrains gegenüber. Jetzt zahlt sich die intensive Probenarbeit an diesem Stück aus. So muss es sich Chorleiter Sebastian gedacht haben, als er dieses Arrangement entwickelt hat. Man scheint live dabei zu sein bei den Ereignissen in Jericho.

© Daniel Deppe Beim nächsten Gospel „Immanuel“ wird mindestens ein Gang zurückgeschaltet. Moderatorin Kirsten spricht vorweg von engelgleichem Gesang in Bezug auf das Anfangssolo. Ob Solistin Danny in diesem Moment ganz mulmig wird? Kurzer Blickkontakt zu Chorleiter Sebastian, der sendet ihr ein zuversichtliches Lächeln und schon erklingen die ersten Gesangspassagen. Klingt wirklich toll. Von einer Erkältung, die in den letzten Wochen so viele Gospeltrainer heimgesucht hat, ist nichts mehr zu spüren. Wie schafft man es, sich alleine da vorne hinzustellen und so zu singen?! Nach der beeindruckenden Vorgabe der Solistin lässt sich der Chor auch nicht lumpen und bietet ein gutes Niveau. Deutlich ist zu spüren, dass man sich individuell zurücknimmt zugunsten eines gemeinsamen Ausdrucks. Dem Workshop vor einiger Zeit sei Dank.

© Daniel DeppeDie Menschen werden still, sind ganz bei sich

© Daniel DeppeHat das Publikum gerade noch andächtig zugehört, so wird es jetzt mit einbezogen. „Heaven is a wonderful place“ ist ein Song, der als Endlosschleife nach Anweisungen des Chorleiters gesungen wird. Den kurzen, einfachen Text haben wir den Zuschauern mit dem Konzertprogramm an die Hand gegeben. Zunächst singt der Chor den Gästen die Männerstimme vor, anschließend singen alle gemeinsam. Chorleiter Sebastian lässt den Chor einen Moment schweigen, um zu überprüfen, ob die Lektion beim inzwischen stehenden Publikum ankommt. – Und ob. Man ist heute singfreudig, und macht die Aktion gerne mit. Nach und nach wechseln Sopran und Alt in ihre eigenen Stimmen, Männer und Publikum singen weiterhin gemeinsam. Das beeindruckt. Die ganze Kirche ist aktiv, gut 500 SängerInnen bei guter Akustik. Tolle Sache. Man bedankt sich durch kräftigen Applaus, ist stolz auf sich selbst.

© Daniel DeppeDie Kirche ist voll, alle machen mit

Ein Klassiker wie „Go down, Moses“ bietet zum soeben Gesungenen einen guten Kontrast. Aber, oh weia, den Einsatz der Stimmen haben wir verbockt. Irgendwie ist der Wurm drin. Nach einem Moment haben wir uns aber gefangen und gewinnen zunehmend an Sicherheit. Dem Chef steht der Schreck ins Gesicht geschrieben. Soll er sich mal umsehen! Die Zuhörer nehmen’s nicht übel. Bei allen Beiträgen zuvor haben Einsätze, Übergänge und Abschlüsse sehr sauber und sicher geklungen. Man weiß also, dass wir es können. So ist der Fehler nicht mehr als eine Anekdote in einem bisher gelungenen Konzert. Erleichtertes Lächeln überzieht anschließend die Gesichter der Gospeltrainer.

© Daniel DeppeErst in jüngster Zeit haben wir Steffis Solo eingebaut

Jetzt wollen wir aber zeigen, dass wir es drauf haben. Mit „Holy ist the lamb“ bietet sich die perfekte Gelegenheit. Bei diesem Lied hört man jedes Detail, also gegebenenfalls auch jeden Fehler. Außerdem gilt es, die innere Ruhe zu bewahren, um Zugang zum Inhalt zu bekommen. – Es klappt wie am Schnürchen! Sicher, ruhig, ganz leicht – wir schweben durch diesen Song. Wer jetzt kein Strahlen auf dem Gesicht hat, dem ist nicht zu helfen. Die Menschen erkennen unsere Leistung nach dem Faux pas zuvor an und belohnen uns mit warmherzigem Applaus.

Vor dem nächsten Stück „Jesus is right here“ verdeutlicht Moderatorin Kirsten die Innigkeit des Textes und ruft quasi Jesus in unsere Mitte. Wir befinden uns hier schließlich in einer Kirche. Kirsten spricht zu den versammelten Menschen wie zu uns im Workshop. Das kommt an, macht dadurch aus einem belanglosen Text etwas ganz Persönliches. Deutlich ist die Aufmerksamkeit der Zuhörer während unseres Vortrags zu spüren. Bevor der Applaus aufbrandet, gönnt man sich noch eine kleine Pause des Innehaltens, indem die Musik nachzuwirken scheint. Sehr sensibel wahrgenommen!

© Daniel DeppeModeratorin Kirsten Gerndt im Einsatz

Mancher Besucher kennt den Gospeltrain seit Jahren und weiß von unseren Aktivitäten. Den übrigen wird von unseren Gospelkirchentagsteilnahmen berichtet und den vielfältigen dort gewonnenen Erfahrungen. Dazu gehört auch das folgende Lied. 2012 war „Let me fly“ ein Höhepunkt der Veranstaltung in Dortmund. Seitdem ist es fester Bestandteil unseres Repertoires, mit der Chance, ein Evergreen zu werden. Wir wissen genau, wie es geht. Die Gospelkirchentagsteilnehmer sowieso. Es gilt, dieses eine Gefühl wachzurufen, das den ganzen Song trägt. Kirsten sitzt ganz ruhig in der Bank. Wir sehen sie jedoch vor unserem geistigen Auge mit weit ausgestreckten Flügeln, wie wir es in einem früheren Workshop geprobt haben.

Das war der letzte Titel im ersten Konzertblock. Wir gehen geordnet ab, nehmen unsere reservierten Plätze in den Seitenschiffen ein und nutzen die Pause zum Trinken, während von Chorleiter Sebastian ein Instrumentalstück am Keyboard gespielt wird.

© Daniel DeppeDer Chorleiter am Keyboard, der Chor bekommt eine kleine Auszeit

Teil 3 folgt.

© alle Fotos dieses Artikels wurden von Daniel Deppe zur Verfügung gestellt.

Nachbesprechung Jubiläumskonzert 22.03.2015 in der Lokalzeitung

Von unserem Jubiläumskonzert berichtet natürlich auch unsere Lokalzeitung, der Westfälische Anzeiger. Man gönnt uns einen großen Artikel einschließlich Foto. Am nächsten Tag gibt es noch eine kleine, aber feine Ergänzung.

© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 19.03.2015 Westfälischer Anzeiger, Hamm, 31.03.2015

© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 19.03.2015Westfälischer Anzeiger, Hamm, 01.04.2015

Mal unter uns:
Wer an dieser Stelle die Fortsetzung der chorinternen Berichterstattung vermisst, dem kann geholfen werden. Der Trainarchivator ist bei der Arbeit! Inzwischen sind ihm Fotos zugespielt worden, die gesichtet, ausgewählt und im Einzelfall bearbeitet werden müssen. Wer den Trainarchivator kennt, der weiß, dass das mit Freude und Leidenschaft gemacht wird. – Jede Wette, jetzt seid Ihr so richtig neugierig! Könnt ihr auch sein, denn die Aufnahmen halten wunderbare Momente eines gelungenen Konzerts fest. An dieser Stelle geht schon mal ein herzlicher Dank an Daniel Deppe (www.deppe-solutions.de).

Ein Tip: Teil 1 der Nachbesprechung des Jubiläumskonzertes ist um einige Fotos ergänzt worden…

Jubiläumskonzert in Lokalzeitung angekündigt 17.03.2015

Am heutigen Tage rundet ein Artikel in unserer Lokalzeitung „Westfälischer Anzeiger“ die Aktivitäten zur Bekanntmachung unseres Jubiläumskonzertes ab. Nun hoffen wir auf regen Besuch unseres Auftritts am 22.03.2015 in der Herz Jesu Kirche in Hamm-Norden. Es gilt den zwanzigsten Geburtstag unseres Chores mit dem Publikum zu feiern. Dies geschieht mit einem Rückblick auf die musikalische Vereinsgeschichte. Ein etwa zweistündiges buntes Programm lädt ab 17 Uhr ein zum Zuhören, Mitsingen oder Träumen. Viel Spaß dabei.

© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 17.03.2015© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 17.03.2015

Lokalzeitung berichtet über Priestereinführung 20.10.2014

Seit Samstag, den 18.10.2014, hat die katholische Kirchengemeinde Clemens August Graf von Galen in Hamm-Norden einen neuen Pfarrer. Anlässlich der Amtseinführung von Davis Puthussery, der zuvor elf Jahre in Dülmen tätig war, feierte die Gemeinde einen Festgottesdienst mit vielen Beteiligten und Gästen. Anschließend fand im benachbarten Pfarrheim ein Empfang statt. Von der Einführung berichtete heute der Westfälische Anzeiger als Hammenser Lokalzeitung.

Der Gospeltrain hat seinem Vorgänger Paul Markfort, der in den Ruhestand gegangen ist, viel zu verdanken. Außerdem war er einer der treuesten Fans. Pfarrer Davis werden wir bald sicher persönlich kennenzulernen. Wir heißen ihn herzlich willkommen und hoffen auf gute Zusammenarbeit.

© Westfälischer Anzeiger© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 20.10.2014

Nachbesprechung Erstkommunion in Herz-Jesu Hamm-Norden 04.05.2014

Sonntagmorgen. Nach einigen grauen Tagen gibt’s heute strahlenden Sonnenschein passend zum festlichen Anlass. Noch halten sich die Kommunionkinder und ihre Familien auf dem Platz vor der Herz-Jesu-Kirche im Hammer Norden auf. Wir Gospeltrainer sammeln uns in der Kirche, bereiten uns vor, nehmen unseren Platz ganz hinten auf den Stufen neben der Orgel ein. Zu Beginn des Gottesdienstes, der unter dem Motto „Freunde von Jesus“ steht, ist die Kirche voll besetzt.

Foto: trainarchivatorEinzug der Kommunionkinder

Als das Orgelspiel einsetzt, ziehen die Kommunionkinder hinter Pfarrer Paul Markfort von hinten ein und nehmen in den ersten Reihen Platz. Nach der Eröffnung singt die Gemeinde ein fröhliches Willkommen „Komm her, freu dich mit uns“. Feierlich wird es erstmals beim Taufgedächtnis, dem sich das Lied „Fest soll mein Taufbund immer stehn“ anschließt. Kyrie und Gloria sind ganz klassisch gehalten und werden mit dem Loblied „Das ist der Tag, den Gott gemacht“ abgeschlossen.
Auf das Tagesgebet folgt das „Taizé-Halleluja“. Bisher hat der Gospeltrain die Gemeindelieder normal mitgesungen. Jetzt greift Chorleiter Sebastian Wewer erstmals in Geschehen ein, lässt den Chor versetzt einstimmen und erzeugt so zur Überraschung einiger Kirchbesucher einen Kanon.

Nun ist es Zeit für das Evangelium (LK 24, 13-35). Die Lesung des Pfarrers wird durch auf eine Leinwand projizierte Bilder farbig illustriert. Der Erkenntnis, dass Jesus immer unter uns ist, bekräftigen wir mit dem Gospel „Immanuel“. Das Publikum folgt dem Vortrag von Solistin Danny und dem Chor aufmerksam, ist durch die Steigerung des Liedes regelrecht gebannt.

Foto: trainarchivatorDas Evangelium wird illustriert

Damit man uns einmal zu Gesicht bekommt, ohne sich in den Bänken nach hinten drehen zu müssen, werden wir nach der Predigt nach vorne gebeten. An so einem Festtag sind schließlich nicht nur Gemeindemitglieder und Gospeltrainkenner anwesend, sondern auch viele auswärtige Gäste der Kommunionkinder. Das ist wieder so ein typischer Moment, in dem Chorleiter Sebastian das Wort ergreift und die Menschen freundlich aber bestimmt zum Mitmachen motiviert. Seiner ansteckenden Art kann natürlich niemand widerstehen, und so stehen die Leute auf und studieren nach Anleitung den Klassiker „Gottes Liebe ist so wunderbar“ ein. Die Kommunionkinder haben offensichtlich diesen Titel zuvor geübt und machen rege mit. Schließlich entsteht durch den gleichzeitigen Einsatz von Altos/Männerstimmen („He’s got the whole world“) und Sopranos („Go, tell it on the mountain“) ein Triplett, das die ganze Kirche füllt. Nach dem Wortgottesdienst, bei dem man eher aufmerksam zuhörte, ist etwas Aktivität ganz willkommen.

Foto: trainarchivatorDer Gospeltrain hat von den Stufen neben der Orgel einen guten Überblick über die vollbesetzte Kirche

Jetzt kommen die Kommunionkinder erneut zum Einsatz. Zu ihren Fürbitten bringen sie alles Notwendige nach vorne und decken den Altar. Nach jeder einzelnen Fürbitte erklingt immer der Liedruf „Herr, wir bringen in Brot und Wein“ durch die Gemeinde. Jeder Anwesende spürt, dass es jetzt auf den besonderen Moment zugeht, auf den alle so lange gewartet und sich vorbereitet haben.
Foto: trainarchivatorFür diesen Moment haben wir den Song „Angels by your side“ ausgewählt, der mit seiner Zartheit einen Augenblick des Innehaltens bietet. Da der Titel gaaanz frisch bei uns im Angebot ist (eigentlich noch in der Übungsphase), hängen auf der Rückseite des Klaviers Spickzettel mit dem Text, den man bis in die letzte Chorreihe lesen kann – natürlich nur für den „Notfall“ 🙂 . Hat der Chef etwa Angst vor Texthängern? Eigentlich ist es nur Fürsorge, reine Fürsorge. Insider wissen, dass auch auf der Pianistenseite des Klaviers schon Spickzettel zu sehen gewesen sein sollen.

Zum Sanctus singt die Gemeinde orgelbegleitet „Heilig ist Gott in Herrlichkeit“. Längst haben die Kommunionkinder einen Kreis um den Altar gebildet. Der Gabenbereitung folgen sie heute mit besonderer Aufmerksamkeit. Nach dem Friedensgruß erklingt verheißungsvoll „Wenn das Brot, das wir teilen“. Nun beginnt der Kommunionempfang. Pfarrer Markfort lässt sich viel Zeit, damit die bestellte Fotografin von jedem Kind eine Aufnahme machen kann. Erfreulicherweise halten sich die Familien an die vorher getroffene Absprache im Altarbereich nicht zu fotografieren. So bleibt die Zeremonie feierlich und ungestört.

Foto: trainarchivatorDie Kinder bilden einen Kreis um den Altar – ihre Erstkommunion steht unmittelbar bevor

Während die Gemeinde zur Kommunion geht, ist der Gospeltrain musikalisch im Einsatz. Zunächst heißt es „Order my steps“. Angesichts der vollen Kirche dauert die Zeremonie dementsprechend; dieses lange und abwechslungsreiche Stück ist folglich gut gewählt. Nach dem Lied schweigt das Klavier aber nicht, sondern untermalt weiterhin. Singen wir jetzt noch etwas oder „klimpert“ Sebastian weiter, bis es in der Gottesdienstabfolge weiter geht? Kenner erahnen: das ist echte Kirchenmusikerkunst! Das eine Lied klingt aus, es folgt eine geschmeidige Überleitung zu einem anderen (oder auch nicht). Man muss halt spontan auf das Geschehen am Altar reagieren. Da wird mal in die Länge gezogen oder gekürzt, immer wieder ein Schulterblick, um zu sehen wie es steht. Aha, es jetzt geht es weiter. Wir erkennen, wie sich langsam die Melodie eines bekannten Songs einschleicht und wir nehmen Bereitschaftshaltung ein. „This little light of mine“ bekommen die Besucher jetzt zu hören, seit langem einmal wieder ohne Solo. Altgediente Gospeltrainer haben Freude daran den Organisten in unmittelbarer Nähe zu beobachten. Er lächelt und singt leise auf der Orgelbank swingend das Lied mit, gelernt ist gelernt – ist er doch ein Ex-Gospeltrainer, der einige Jahre die Männer bei uns an Bord verstärkt hatte.

Foto: trainarchivatorOrganist T.B. (links unten) und Chorleiter/Pianist Sebastian Wewer (unten rechts) bereiten sich auf ihre nächsten Einsätze vor

Zwischen Schlussgebet und Segen geben wir allen Anwesenden den Friedensgruß „Peace shall be with you“ mit auf den Weg; in den letzten Jahren fast schon zum Klassiker bei Gospeltrainauftritten geworden. Ist aber auch einfach immer wieder schön! Nach diesem Titel – der Gottesdienst ist noch nicht zu Ende – huschen wir leise nach draußen zum Nebeneingang, um dort ein Spalier zu bilden.

Schon bald öffnet sich die Tür und Pfarrer und Kommunionkinder kommen heraus. Wir singen „Heaven is a wonderful place“ und schließen uns direkt an. Langsam geht es als Prozessionszug um die Kirche herum Richtung Kirchplatz, wo die Kommunionkinder von ihren Familien erwartet werden. Letztes Lied ist „Jesus is my salvation”, bevor sich der Zug auflöst.

Es war eine gelungene Erstkommunion! Der Ablauf war zwischen den Beteiligten gut abgesprochen, die Kinder offensichtlich bestens vorbereitet. Selbstbewusst haben sie ihre Aufgaben und Wortbeiträge wunderbar gemeistert und so zum Gelingen ihres Ehrentages selbst beigetragen. Der Wechsel zwischen Gemeindeliedern mit Orgelbegleitung und Gospels zum Klavierspiel bot musikalisch viel Abwechslung. Es ist für jeden etwas dabei gewesen, die Musiktitel waren der jeweiligen Situation entsprechend gut ausgewählt. Entsprechende Rückmeldungen nach dem Gottesdienst bestätigen dies. Jetzt können die Gospeltrainer in ihr privates Wochenende verschwinden, denn die nächsten Aufgaben werfen bereits ihre Schatten voraus – Training ist angesagt.

Erstkommunion in Herz-Jesu Hamm-Norden 04.05.2014

Am kommenden Sonntag ist der Gospeltrain bereits zum dritten Mal in Folge zur Erstkommunion in der „eigenen“ Herz-Jesu-Kirche eingeladen. Wir werden den Festgottesdienst musikalisch mitgestalten, und haben einige passende Titel ausgewählt. Dennoch kommen auch Orgel und Gemeindegesang nicht zu kurz. So hoffen alle Beteiligten den Kommunionkindern und allen anderen einen besonderen Tag zu schenken.