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Alles ist bereit – heute „Gospeltrain in concert“ 26.05.2019

Gestern traf sich der Gospeltrain zur Generalprobe für unser heutiges Konzert vor Ort in der Herz-Jesu-Kirche in Hamm Norden.

© trainarchivatorDie Aufstellung stimmte schon mal

Es galt etwas Atmosphäre zu schnuppern, organisatorische Absprachen zu treffen und letztmalig an einigen Details zu feilen. Die Hauptarbeit lag natürlich längst hinter uns und erfolgte an den Probenabenden.

© trainarchivator„You are my smile“ – heißt es im Songtext

Am Ausdruck kann man natürlich immer etwas verbessern. Und das Publikum schätzt es, wenn wir mit Überzeugung und mit Freude singen. Wie so oft ließen wir uns von Personen, die sich irgendwo im Kirchenraum aufhielten, deren Eindrücke mitteilen und gegebenenfalls Verbesserungen vorschlagen.

© trainarchivatorDer „Chef“, die „Bossin“ und eine neutrale Beobachterin haben uns im Blick

Dann waren alle musikalischen Vorbereitungen abgeschlossen sowie ein- und Auszug geprobt. Wir sehen uns zum Auftritt, wünschen uns regen Besuch und gemeinsam eine schöne Veranstaltung.

© trainarchivatorNoch in „Räuberzivil“…

Übrigens wurde auch in unserer Lokalzeitung, dem „Westfälischen Anzeiger“, zu unserem Konzert eingeladen

© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 21.05.2019© Westfälischer Anzeiger, Hamm,  21.05.2019

 

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Ihr habt uns noch gefehlt… Welcome on board! 22.05.2019

Heute Abend war die letzte Probe vor unserem Konzert am Sonntag. Chorleiter Sebastian Wewer hatte für uns ein strammes Programm vorbereitet, denn er wollte noch das Eine oder Andere mit uns proben; zu verbessern gibt es immer etwas, und einen gewissen Anspruch haben wir an uns ja auch.

Zwar haben wir durchaus diszipliniert geprobt, doch gelacht wurde dennoch reichlich. Als es mal wieder um kleine Details ging, erinnerte uns der „Chef“ daran, dass wir gar nicht den Ansprüchen wie an einen Super-Mega-Profi-Meisterchor genügen müssen, sondern unser Stammpublikum es schätzt, wenn wir mit Freude und Überzeugung singen. – Recht hat er! Viele Rückmeldungen nach Auftritten betonten immer genau diesen Aspekt, und so manches Fehlerchen gehört heute zum Anekdotenschatz der Chorgeschichte.

Bevor wir nach Hause gingen, hatte der Abend noch einen Höhepunkt zu bieten. Wir durften mit Antje, Astrid und Celine drei neue Mitglieder an Bord des Gospeltrains begrüßen. Einige Wochen zuvor war zudem Sabine zu uns gestoßen.

© trainarchivatorDie berühmte Frage: Wollt ihr an Bord kommen? (Traut ihr euch?)

Alle vier haben die seit einigen Jahren eingeführte und bewährte Phase von zehn Probenteilnahmen absolviert, dabei die Mitglieder und unsere Art der Probenarbeit und des Umgangs miteinander kennen gelernt. Zu unserer Freude haben sich alle Beitrittskandidatinnen für eine Mitgliedschaft entschieden. Wenn die Jungs doch auch mal so sangesfreudig wären wie die Mädels. Interessierten Gospelfreunden wäre der sprichwörtliche rote Teppich gewiss.

© trainarchivatorOriginal-Gospeltrainer Nummer 49, 50 und 51 nach der Schalübergabe

Allen Neuen ein „Herzliches Willkommen“, und auf dass wir viel Freude miteinander haben. Ihr habt sicher längst gemerkt, auf was für eine Truppe ihr euch eingelassen habt. Bei uns ist man nie vor Überraschungen sicher – von spontanen Ablaufänderungen bis zu neuen Auftrittsformaten. Unser „Chef“ ist kreativ, immer neugierig auf neue musikalische Erfahrungen und hat uns schon so manches interessantes Erlebnis ermöglicht. Ihr werdet sehen…

 

Noch einmal schlafen…

…dann ist der Tag unseres Jahreskonzerts in unserer Heimatgemeinde Clemens-August-Graf-von-Galen gekommen. Wir sind wie vor jedem Konzert gespannt, was uns der Sonntag bringen wird. Aber auch der heutige Samstag stand ganz im Zeichen dieses Auftritts, denn in unserer Herz-Jesu-Kirche stand die Generalprobe an.

Bevor es für den Chor ans Einsingen ging, hatten fleißige Helfer den Altarraum ein wenig umgeräumt und die von einer befreundeten Gemeinde ausgeliehene Bühne aufgebaut. Anschließend musste nur noch die Technik startklar gemacht werden.

© trainarchivatorEin bisschen Technik, damit man uns gut hört

Unsere beiden Fachleute sind inzwischen so gut eingespielt, dass sie gut eine halbe Stunde früher fertig waren als geplant. Die Jungs waren sehr stolz auf diese Leistung, so dass der Trainarchivator diese Erfolgsmeldung gerne mit der weltweiten Öffentlichkeit im Netz teilt.

© trainarchivatorAber dann ging es los: die Aufstellung auf der Bühne war schnell eingenommen. Kann jeder den „Chef“, Chorleiter Sebastian Wewer, gut sehen? – Ein paar Einsingübungen für Stimme und allgemeine Auflockerung, und schon nahmen wir uns das Konzertprogramm vor.

Natürlich wurde nicht das ganze Programm durchgesungen. Vielmehr legten wir Wert darauf, die neuen Stücke und die schwierigeren Passagen nochmals zu Proben. Dazu gehörten auch letzte Absprachen und die Klärung auftretender Fragen. Insgesamt eine disziplinierte Probe – die kleinen gospeltraintypischen Flausen lassen wir uns allerdings nicht austreiben.

© trainarchivatorWeiter geht’s im Probenprogramm. Einer hat die Ruhe weg.

© trainarchivatorDie Texte sitzen. Oder?

Für unsere Solistinnen gab es Gelegenheit, sich mit dem Mikro vertraut zu machen. Ist schließlich schon wieder eine Weile her, dass Technik eingesetzt wurde.

© trainarchivatorBei Bibi läuft’s prima

Am Ende waren wir alle zufrieden mit der Generalprobe. Sensationell sollte sie ja gar nicht sein, denn wir wollen Sonntag „noch eine Schüppe“ drauflegen. Wie immer. Versprochen!

© trainarchivatorTschüss, bis morgen.

Die Bühne steht – wir sind bereit!

Sonntag, der 11.12.2016, ist das Ziel aller Vorbereitungen. Der Gospeltrain hat sein Jahreskonzert in die Adventszeit gelegt und ist nun gespannt, wie viele Besucher unserer überall verbreiteten Einladung folgen werden.

In den letzten Wochen haben wir intensiv am musikalischen Programm gearbeitet, um den Zuhörern ein abwechslungsreiches vorweihnachtliches Konzert bieten zu können. Es galt hier und da kleine Schwächen auszubügeln und Sicherheit zugewinnen. Aus unserer Sicht ist alles getan, was möglich ist.

© trainarchivator

„Wir lieben Events“ – Das könnte auch unser Motto sein

Nachdem sich die Gospeltrainer im letzten Jahr noch selbst mit dem Aufbau einer Leihbühne abmühten, überließ man dieses Jahr den Profis das Feld. Samstagvormittag wurde die Bühne in der Kirche aufgebaut, was uns unsere Gemeinde Clemens August Graf von Galen im Hammer Norden großzügig gestattet. Vielen Dank dafür.

© trainarchivator

Erst wird die Bühne aufgebaut,…

© trainarchivator

…anschließend schick gemacht…

© trainarchivator

…und zum Schluss werden Stolperfallen beseitigt.

Am Samstagnachmittag verlief die Generalprobe ohne größere Probleme. Ein bisschen zu kritisieren gibt’s immer – so kurz vor dem Konzert steigen schließlich die Ansprüche an uns selbst. Nach den gewohnten Einsingübungen ging es speziell um Songs, mit denen wir in den letzten Wochen noch ein wenig zu kämpfen hatten. Die Probe brachte aber die erhoffte Sicherheit: das klappt schon!

© trainarchivator

Sonntagabend ist in der Kirche sicher mehr los!

Auch wenn bei uns nicht viel Technik zum Einsatz kommt, so muss diese dennoch ordentlich abgestimmt werden. Deshalb durften unsere Solisten nochmals ans Mikro; um zu üben, Sicherheit zu gewinnen und ggf. technische Einstellungen zu ändern.

© trainarchivator

Feinabstimmung, damit Sonntag alle gut hören können

© trainarchivator

Singen klappt auch in Räuberzivil – Sonntag dann in Chorkleidung

Nach Abschluss der Generalprobe wurde die Herz-Jesu-Kirche für die Gottesdienste hergerichtet, die noch bis zum Konzert dort stattfinden werden. Für die Unterstützung durch die Gemeinde sind wir dankbar und wollen dementsprechend alles in einem guten Zustand hinterlassen.

© trainarchivator

Hier möchte der Gospeltrain ins Rollen kommen

Noch ein Mal schlafen, dann geht der Gospeltrain auf die Bühne. Mal sehen, wie viele Menschen sich in der an Veranstaltungen reichen Adventszeit für ein Gospeltrainkonzert entscheiden. Viele Stammgäste haben jedenfalls schon ihr Kommen angekündigt. Wäre schön, wenn man im Anschluss an ein hoffentlich gelungenes Konzert mit den Zuhörern auf dem Kirchplatz einen Glühwein trinken könnte.

11.12.2016, 18 Uhr
Herz-Jesu-Kirche Hamm-Norden
Karlsplatz 1, 59065 Hamm

Ausklang mit Glühwein auf dem Kirchplatz

Countdown für’s Adventskonzert läuft

Immer wieder das Gleiche, vor jedem Konzert! Die Aufregung steigt allmählich, jeder spürt ein Kribbeln in sich und die Spannung in der Luft. Obwohl der Gospeltrain schon über zwanzig Jahre lang Konzerte und Auftritte aller Art hinter sich gebracht hat, ist die unmittelbare Vorbereitung auf eine Veranstaltung immer prickelnd.

Die Sonderprobe:

Schon seit langem haben wir mit dem Gedanken gespielt, eine Probe vor einer Spiegelwand zu absolvieren, um uns einmal als Ganzes selbst anzuschauen. Manche Anweisung zu Körperhaltung, Mimik und Bewegung kann vielleicht erst nachvollzogen werden, wenn man sich selbst einmal kritisch beobachtet. Sicher haben wir in Sachen Präsenz und Auftreten im Laufe der Jahre manches dazugelernt, doch es gibt immer etwas zu verbessen. Am letzten Samstag war es dann soweit, und wir haben vor der Spiegelwand eines Gymnastikraumes in einer erst gut ein Jahr alten Sporthalle in Hamm „trainiert“.

© trainarchivator

Chorleiter Sebastian erklärt vor der Spiegelwand den Zweck dieser Sonderprobe

Los ging es, indem der Chor die auch sonst übliche Probenaufstellung vor dem Spiegel einnahm und die vertrauten Einsingübungen absolvierte. Erst war es komisch, sich selbst und die anderen zu beobachten. Verunsicherung, verlegenes Grinsen, mal zu den Chornachbarn rüber schauen, was die so tun – das waren die ersten Minuten. Doch bald legte sich die Aufregung und viele studierten ihr Spiegelbild beim Singen. Zunehmende Konzentration und Aufmerksamkeit ließ den Chor immer harmonischer und sicherer werden. Das genau war der erhoffte Lerneffekt.

© trainarchivator

Die Gospeltrainer studieren sich im Spiegel – es wurde gelacht

Da sich der Raum, der sogar eine angenehme Akustik aufwies, als sehr geeignet für unsere Zwecke erwies, sollte dies nicht die letzte Trainingsstunde an diesem Ort gewesen sein. Obwohl wir für eine so kurzfristig angesetzte Sonderprobe eine außerordentlich gute Teilnahme hatten, sollen auch die Nicht-Teilnehmer einmal das Erlebnis Spiegelwand mitmachen dürfen.

Endspurt der Konzertvorbereitung:

Für die Festlegung, was wir unserem Publikum zu Gehör bringen wollen, haben wir unseren musikalischen Direktor, Chorleiter Sebastian Wewer. Der zieht sich ins „stille Kämmerchen“ zurück und präsentiert uns dann das Ergebnis seiner Überlegungen. Inzwischen kennen wir die Liste der geplanten Songs, die uns angesichts der Probeninhalte der letzten Wochen nicht überrascht hat. Eine Reihenfolge der Lieder gibt es allerdings noch nicht; brauchen wir auch nicht – kann sich erfahrungsgemäß noch kurzfristig ändern. Macht nichts, wie wir erst kürzlich bei einem Gastauftritt in Hamm-Rhynern erleben durften.

Gestern haben wir die vorletzte reguläre Probe hinter uns gebracht. Dann bleibt nur noch eine weitere und die Generalprobe, die allerdings weniger zum echten „Üben“ dienen soll, sondern eher für eine Stellprobe, zum Atmosphäre schnuppern und um Abläufe zu besprechen. Aber was war das gestern? – Eine Unruhe, ein Gequatsche, kleine Fehler, große Fehler. Haben wir alles verlernt, was in den letzten Wochen einstudiert wurde?

Das war die große Stunde von „Chef“ und „Bossin“ (Chorleiter Sebastian Wewer, Vereinsvorsitzende Christa Etzel). Dieses bewährte und eingespielte Duo kennt das alles schon und hatte während der Probe eine klare Aufgabenteilung. Die „Bossin“ rief ein wenig zur Ordnung und bat um Ruhe und Aufmerksamkeit – wohl wissend, dass sie wie Don Quijote gegen Windmühlen kämpfte. Aber die Form eines professionellen Chores (Insiderwitz) wurde gewahrt [Breites Grinsen]. Der „Chef“ blieb ganz locker, obwohl er sich hier und da die Haare hätte raufen müssen. Er blieb gelassen und vermittelte Sicherheit, indem er genau die Stellen proben ließ, an denen es klemmte oder wo wir längst abgestellt geglaubte Fehler ein ums andere Mal machten.

Letztlich haben wir trotz der Unruhe und Unsicherheiten eine effektive Probe erlebt, in der ernsthaft an den Problemstellen gearbeitet wurde; aber auch der Spaß kam nicht zu kurz. Richtig positiv war, dass sich viele Gospeltrainer gegenseitig auf Fehler aufmerksam gemacht und einander geholfen haben. Singen ist immer auch Teamwork. Für die letzte Probe wird sich der Chorleiter noch einmal ein ganz spezielles Trainingsprogramm für uns überlegen, damit beim Auftritt alles klappt.

Um ein kleines Geheimnis zu verraten: nachdem sich einige Leute ein Festival der Fehler erlaubt hatten (Trainarchivator war ganz vorne mit dabei), kam es zum Schwur: Ihm, dem Herrn Wewer, werden wir es zeigen beim Konzert!!! Dann wird alles klappen, es wird sich gut anhören, wir werden uns an sämtliche Absprachen erinnern und diese umsetzen. Schließlich wird er stolz auf uns sein können, seinen „Lovely Gospeltrain“.

So energiegeladen ist es in der Vorbereitung immer und wir wissen: alles wird gut!

Nachbesprechung Chorfreizeit Eversberg 11.-13.09.2015 – Teil 4

Morgens am offenen Fenster: überall trieft und tropft es, feuchte Schwaden hängen über dem Wald. Rauscht der Bach nicht viel lauter als gestern? Der Wetterumschwung ist da und brachte in den letzten Stunden reichlich Regen.

Was war das gestern für ein denkwürdiger Abend! Aus einer gemütlichen Runde zur Entspannung hat sich ein durchaus anstrengender, aber lohnender Gesangsmarathon entwickelt. Die Eindrücke wirken noch nach. Als wir beim Frühstück im Matthias-Claudius-Haus in Meschede-Eversberg auf Mitglieder von Familie P. treffen, die uns gestern zum Publikum geworden sind, gibt es gleich ein freudiges Hallo. Offensichtlich haben wir Eindruck gemacht und Freude bereitet.

© trainarchivatorNach dem gestrigen Tag gibt’s unter Gospeltrainern viel zu erzählen

Entgegen ersten Planungen für diese Chorfreizeit steht auch am Sonntag eine Probe auf dem Programm. Die Frage ist nur, ob wir heute überhaupt einen Ton rausbekommen. Chorleiter Sebastian Wewer lässt es beim Einsingen langsam angehen, so dass wir die heutigen stimmlichen Möglichkeiten erst mal testen können. Geht sogar besser als gedacht. Der Titel „Shout to the Lord“ wird gewünscht. Schon wieder. Hier im Sauerland soll wohl der entscheidende Schritt gemacht werden, um diesen Song endgültig in den Griff zu bekommen. In dieser Hinsicht sieht es inzwischen recht gut aus, so dass zukünftig vor allem noch an der Sicherheit gearbeitet werden muss.

© trainarchivatorDie drei Tenöre

Anschließend nehmen wir uns das „Gospel-Medley“ vor, um mal festzustellen, was der gestrige Probentag gebracht hat. Auch das hört sich gut an. Wir scheinen mit Erfolg dieses Probenwochenende abschließen zu können. Als letztes wird „Nkosi Sikelel’ iAfrika“ aufgefrischt, doch in Gedanken sind wir schon beim nächsten Auftritt. Gestern, lange vor dem Spontankonzert am offenen Feuer, hatten wir den Hausgästen einen kleinen Auftritt angekündigt; kurz vor dem sonntäglichen Mittagessen. Zu der Zeit konnte niemand erahnen, was sich am späten Samstagabend noch ergeben sollte in Sachen Musik. Egal – wir schauen einfach mal, ob überhaupt noch Interesse besteht.

© trainarchivatorAls wir am Treffpunkt an zentraler Stelle des Hauses ankommen, werden wir schon von einigen Zuschauern in Empfang genommen. Man hat also noch nicht genug von uns. Schon bald haben sich viele Mitglieder der Familie P. versammelt und schauen uns erwartungsvoll an. Mancher Gospeltrainer wird auch mit Verweis auf den tollen gestrigen Abend angesprochen.

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© trainarchivatorZufallsbekanntschaften erleben schöne gemeinsame Momente

© trainarchivatorWir nehmen Aufstellung. Chorleiter Sebastian begrüßt die Gäste bei unserem exklusiven Privatauftritt, und schon legen wir los. Jetzt ist die Konzentration deutlich höher als gestern Abend. Immerhin ist dies ein angekündigter Auftritt, also haben wir gemäß unseres Selbstverständnisses auch ein ordentliches Niveau zu bieten. Gestern hingegen war es „just for fun“, auch wenn man es sich durchaus anhören konnte. Selbst Hausleiter Schubert, der heute Morgen erfahren haben dürfte, dass sich seine Gästegruppen gestern musikalisch näher gekommen sind, ist im Publikum. Will wohl mal sehen, was seine Gäste so machen.
Wir testen, wie z.B. das am Wochenende geprobte Stücke „Nkosi Sikelel’ iAfrika“ hier live vor Zuschauern ankommt. Es gibt keinen Anlass zur Klage, und der Applaus bestätigt unsere Einschätzung. Ansonsten haben wir ganz sicher sitzende Songs im Angebot.

Kurz nach zwölf, das Mittagessen erwartet uns. Also beenden wir den Auftritt, doch die gewünschte Zugabe wird natürlich nicht verweigert. Wir bekommen viel Applaus und herzliche Worte von Familie P., die sich, wie auch wir, gut vorstellen kann, bald erneut Gast im Matthias-Claudius-Haus zu sein. Wir verabschieden uns, und nehmen dann im Speiseraum unsere letzte Mahlzeit ein. Bevor es an die Abreise geht, wird die Küchenmannschaft des Tages an die Ausgabe gebeten, um mittels Ständchen unsere Anerkennung ausgedrückt zu bekommen.

© trainarchivatorVerdutzte Gesichter- ein Ständchen als Dank an die Küchencrew

Die Taschen sind gepackt und in den Autos verstaut. Die Probenzeit geht nun zu Ende, doch ein kleines Highlight haben wir uns für den Abschluss unserer Chorfreizeit noch aufgehoben. Gleich machen wir uns auf den Weg zum Hennestausee in der Nähe von Meschede, wo wir eine Bootsfahrt unternehmen wollen. Jetzt heißt es aber erst mal „Tschüss, Eversberg“.

© trainarchivator…..© trainarchivator

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Aus – vorbei – wir reisen ab. Doch wir kommen gerne wieder!
http://www.matthias-claudius-haus.de/

Der See ist bald erreicht, und wir machen uns zur Anlegestelle auf. Kein Schiff zu sehen. Kenner wissen, dass nur ein kleiner Teil des Sees einzusehen ist, und so dauert es nur ein paar Minuten bis das Schiff in Sicht kommt. Leider hat es inzwischen leicht angefangen zu regnen.

© trainarchivatorAuf zum Entern der „MS Hennesee“

An Bord sind Plätze für den Gospeltrain reserviert. Kaum haben wir uns eingerichtet, geht es los. Wir sitzen warm und trocken bei Kaffee und Apfelkuchen, lassen die Ereignisse dieses harmonischen Wochenendes an uns vorbeiziehen. Birgit hat sich mal den Spaß gemacht, Anekdoten und Aussprüche zusammenzutragen und uns zu Gehör zu bringen. Man kommt zur Erkenntnis, Teil einer ganz besonderen Truppe zu sein.

© trainarchivatorMan lauscht Birgits Vortrag

© trainarchivatorWas bleibt sonst noch hängen? – In erster Linie haben wir endlich mehr Zeit füreinander gehabt. Durch gemeinsame Erlebnisse sind wir noch enger zusammengerückt. Jetzt trägt jeder seine persönlichen Erinnerungen nach Hause; außerdem gibt’s eine Reihe Dokumentarfotos. Bei dieser Aufnahme hatte unser aller Chef höchst selbst den Finger am Auslöser.

© trainarchivatorUnd wie sah es musikalisch aus? – Chorleiter Sebastian Wewer hatte ein ordentliches Arbeitspensum für uns vorgesehen, welches wir durch Fleiß und Engagement abgearbeitet haben. Der Spaß kam dabei aber definitiv nicht zu kurz. Bei den geprobten Liedern ist überall ein Lernfortschritt festzustellen. Der allerletzte Klang dieser Chorfreizeit gehört aber Dimitri, der die Schiffsglocke betätigen darf.

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© trainarchivatorAuf dem Weg zum Parkplatz kommt es doch noch fast zum Eklat. Sopran Brigitte macht sich an die Altos Ankie und Trudy heran. Ein Abwerbungsversuch; so sieht es jedenfalls aus. Um die Altos vor feindlicher Übernahme zu bewahren, hilft ein klärendes Gespräch. – Im Ernst: Brigitte formulierte in Richtung der beiden anderen den Satz: „Ich habe Euch jetzt noch besser kennengelernt“, der Stimmung und Wert dieser Chorfreizeit perfekt auf den Punkt bringt.
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© trainarchivatorWir hatten Spaß – der Chef muss seine heißgespielten Hände kühlen

© trainarchivatorWir waren dabei! Der Gospeltrain am Ende eines tollen Wochenendes

Nachbesprechung Chorfreizeit Eversberg 11.-13.09.2015 – Teil 3

Zurück am Haus, wird das für den zweiten Probenblock geplante Kaffeetrinken spontan nach draußen auf die Terrasse verlegt. Gute Idee. Wer weiß, wie das Wetter wird, denn in der Ferne ziehen schon Wolken auf. Diese sind dann schneller als vermutet, und so tröpfeln bald erste Tropfen in den Kaffee.

© trainarchivatorNach der Kaffeetafel im Freien geht es mit der zweiten Probe weiter

Weiter geht es im Probenraum. Die Aufforderung von Chorleiter Sebastian Wewer „Setzt Euch mal Platz“ übersetzen wir als Angebot, es uns auf den Stühlen bequem zu machen. Man muss bei unserem Chef immer geistig rege bleiben und mitdenken. Nach und nach trudeln die letzten Gospeltrainer verspätet ein und werden mit herzlichem Applaus begrüßt. Die kennen unseren Humor und machen das Spielchen freundlich winkend mit. Hier im Matthias-Claudius-Haus in Meschede-Eversberg gibt es für solch ein „Fehlverhalten“ natürlich keinen Tadel; wir sind im Freizeitmodus.

Bevor wir ernsthaft proben, wird unser Geburtstagskind des Tages auf den üblichen Ehrenplatz neben dem Klavier gebeten. Der Chor erfüllt den Musikwunsch „I will be there“ und beobachtet die Beschenkte während des Singens. Anschließend Applaus und erneut herzliche Glückwünsche.

© trainarchivatorDas Geburtstagskind während unseres Ständchens

Schon in der Vormittagssession hatte der Trainarchivator immer mal wieder eine Kamera zur Hand genommen, um die Eindrücke von der Veranstaltung für unser Chorarchiv festzuhalten. Nun stellt sich Chorleiter Sebastian in die Kreismitte und schießt sein ganz persönliches Erinnerungspanorama, indem er sich mit der Handykamera einmal um sich selbst dreht. Ein Traum: als Chef innerhalb einer lernwilligen und (wenn es echt darauf ankommt) hoch disziplinierten Truppe, mit der er schon viele schöne und denkwürdige Momente erlebt hat.

© trainarchivatorVolle Konzentration bei der Pirouette und nicht wackeln!

Jetzt geht es aber gleich richtig los. Wir beginnen mit dem Stück „Shout to the Lord!“, welches wir vor vielen Jahren schon mal im Repertoire hatten. Allerdings erinnern wir uns an große Probleme bei der damaligen Probenarbeit. Nun also ein neuer Versuch, uns diese Stück bis zur Auftrittsreife anzueignen. Immerhin stellen wir fest, dass bei langjährigen Gospeltrainern noch einiges von dem Lied hängen geblieben ist. Wir sind hoch engagiert bei der Sache und scheuen auch die endlosen Wiederholungen der schwierigen Stellen nicht. Wir merken gar nicht, wie die Zeit verfliegt. Als das Zauberwort „Pause“ gerufen wird, stellen wir fest, dass es doch ganz schön anstrengend war.

© trainarchivatorSo sieht Gospel-Training aus

Ein paar Minuten Pause, ein kurzer Gang an die frische Luft und schon sind wir bereit für die nächsten Aufgaben. Zum Glück ist die ganz einfach: „Heaven is a wonderful place“. Seit langer Zeit im Repertoire, wird das Stück für viele auf ewig mit dem Gospelkirchentag 2012 in Dortmund verbunden bleiben, wo es oft spontan gesungen wurde – bevorzugt in öffentlichen Verkehrsmitteln.

So ganz nebenbei gelingt ein Bildbeweis, dass unser Chef – möglicherweise – ein etwas verwöhntes Bürschchen ist; unser „Prinz auf der Erbse“. Warum braucht er immer zwei Stühle am Klavier? Übereinander wohlbemerkt! Ist er so zart besaitet?
Vielleicht ist die Erklärung aber auch wesentlich einfacher. Auf eine gute Sitzposition will kein Klavierspieler verzichten. Wenn kein High-Tech-Sitzmöbel mit Höhenverstellung zur Hand ist, so wird eben improvisiert. Geht doch!

© trainarchivatorEin Hochsitz für den perfekten Überblick

Das einfache Stück sollte uns nach der Pause wohl nur in Sicherheit wiegen, denn jetzt wenden wir uns wieder „Shout to the Lord!“ zu. Der Chef will es heute aber wissen. Oder er hat erkannt, dass der Chor engagiert und aufmerksam ist, was natürlich gleich ausgenutzt sein will. Egal. Man merkt deutlich, dass wir vorhin intensiv gearbeitet haben. Lernerfolge sind ganz klar festzustellen. Genüsslich schiebt sich der Mann am Klavier eine Süßigkeit rein. Neidische Blicke kommentiert er mit „Klavierspieler dürfen essen, im Gegensatz zu Sängern“. Ganz schön frech. Aber wahr.

So, genug geprobt. Wir machen jetzt ein Experiment und begeben uns an die Feuerstelle zentral im Haus. Dort wollen wir die Akustik ausprobieren und stellen uns im Halbkreis auf. „Nkosi Sikelel’ iAfrika“ soll es auf Wunsch eines einzelnen Herrn sein. Das Stück wird mal richtig gut klingen, doch noch wackelt es hier und da. Der Chef macht immerhin das Zugeständnis, den Text in Händen halten zu dürfen. Wir konzentrieren uns, denn im Gegensatz zum Gruppenraum sind hier einige Ohrenzeugen in der Nähe. Mit dem Ergebnis sind wir recht zufrieden. Das wird was.

© trainarchivatorDas hat schon etwas von Auftritt

Hiermit ist der Probennachmittag beendet, und bis zum Abendessen ist noch etwas Zeit. Bevor alle auseinander laufen, nutzen wir die Gelegenheit, ein Mannschaftsfoto zu machen. Es wird draußen vor dem Haus Aufstellung genommen, denn Wetter und Lichtverhältnisse lassen es zu. Aber wer macht das Foto, wenn wirklich alle mit auf die Aufnahme sollen? Die Lösung ist einfach. Man holt sich Hilfe.
Parallel zu unserer Chorfreizeit richtet Familie P. hier im Sauerland ein Familientreffen aus. Bisher hatten die beiden Gruppen bis auf wenige Kontakte kaum miteinander zu tun, weil beide ihr eigenes Programm haben. Man trifft sich im Speiseraum oder sonstwo im Haus, wechselte ein paar Worte. Jetzt kommt allerdings etwas Dynamik in die Nachbarschaft. Schnell ist jemand für die Kamerabedienung gefunden, der Gospeltrain aufgestellt und die Aufnahmen im Kasten. Das bringt Familie P. auf die Idee, ebenfalls ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Ehrensache, dass wir unsererseits Hilfe leisten. Jetzt ist irgendwie auch der Bann gebrochen, und die Gespräche zwischen Gospeltrainern und der Familie werden häufiger.

© trainarchivatorNur nette Leute an Bord des Gospeltrains!

Nach dem Abendessen ist Freizeit angesagt. Mit allen Interessierten wollen wir uns an der Feuerstelle treffen und mal sehen, was der Abend so bringt. Zunächst wird aber das Feuer von Hausleiter Guido Schubert fachgerecht angelegt und entzündet.

© trainarchivatorMit Routine ist das Feuer schnell entzündet

© trainarchivatorDa die Temperaturen es noch zulassen, sitzen manche Gospeltrainer auf der Terrasse. Von innen kann man eine „heiße“ Beobachtung machen – einer Spiegelung in der Doppelglasscheibe sei Dank.

Ohne weiteres Programm sitzen wir beieinander, unterhalten uns über dies und das. Natürlich sind auch die Erlebnisse bei den heutigen Proben ein Thema. Inzwischen wird ein Fotobuch von einer Silberhochzeit herumgereicht, die wir musikalisch mitgestaltet haben. Da die Silberbraut unter den Gospeltrainerinnen ist, erfahren wir aus erster Hand, dass wir viel Freude geschenkt haben. Draußen mixt das heutige Geburtstagskind Sektcocktails und versorgt uns damit. Lecker.

© trainarchivatorWir genießen die Zeit am Feuer

© trainarchivatorDie Küche des Hauses hat uns mit Teig für Stockbrot versorgt, so dass bald einige Stöcke mit Teig über die Flammen gehalten werden. Mal sehen, wer als erstes ein akzeptables Brot erzeugt, seinen Teig verkohlen oder gar den Stock in Flammen aufgehen lässt. Altgediente Pfadfinder wissen: alles ist möglich!
Unser Gospel-Trainer ist inzwischen im wohlverdienten Feierabend und genießt privat den harmonischen Abend mit uns. Aber nicht mehr lange!

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© trainarchivatorGelungenes Stockbrot macht glücklich

Irgendwann fängt irgendwer an zu singen. Da lassen sich die anderen nicht zweimal bitten. So herrlich faul und zufrieden lässt sich am Feuer gut gospeln. Nicht perfekt, aber herzlich und mit Freude. Noch zwei, drei weitere Titel und es kommt, was kommen muss! Kurzerhand wird das Klavier aus dem Gruppenraum geholt und der Meister muss wieder ran an die Tasten. Nix mit Feierabend.

© trainarchivatorEin Bild des Friedens

Es wird gesungen und gesungen, dabei auch das eine oder andere Getränk zu sich genommen. Inzwischen haben wir die Welt des Gospels hinter uns gelassen und haben uns über Shantys, Volkslieder und Schlager auf dünnes Eis begeben. Es ist die Zeit der Lieder, die in Festzelten zu später Stunde nach reichlich Alkoholgenuss angestimmt werden. Du meine Güte. Wir haben schließlich Ohrenzeugen. Mitglieder der Familie P. halten sich in der benachbarten Sofasitzecke auf oder man spielt Gesellschaftsspiele. Was die Leute wohl von uns denken mögen? Dieser komische Chor aus Hamm hat ja ein sehr merkwürdiges Repertoire. Und viele Lieder werden zudem nur angesungen. Deshalb wird dieser Abend auch unter dem Titel „Potpourri der ersten Strophen“ in die Geschichte des Gospeltrains eingehen.

© trainarchivatorHier sitzt keiner mehr, der Gospeltrain kommt in Fahrt

Jetzt nimmt der weitere Abend einen sehr denkwürdigen Verlauf. Wir besinnen uns auf unsere wahre Leidenschaft und kehren zu den Gospels zurück. Nachdem P.s immer mal wieder einen Blick riskiert haben, was sich da Eigenartiges am Feuer tut, werden sie jetzt neugierig. Auf einmal klingt es richtig gut, was da an ihre Ohren dringt. Einige Leute überwinden die Scheu und sehen/hören uns bald darauf zu. Die Gospeltrainer registrieren dies und lösen den Kreis ums Feuer teilweise auf. Fast alle wenden sich – als Bühnenprofis den Zuschauern verpflichtet – den Kiebitzen zu. Auch der Chorleiter reagiert und sagt gelegentlich Titel an. Das Publikum ist inzwischen auf gut fünfzehn Personen angewachsen, die uns durch Applaus ihre Anerkennung zeigen.

© trainarchivator Von der gemütlichen Runde zur heißen Session – was für ein Abend!

Das Ganze hat sich längst zu einer echten Session entwickelt, die alle Anwesenden in ihren Bann zieht. Wir singen und singen, bis uns irgendwann fast die Stimmen versagen. Erstaunt stellen wir fest, dass wir fast zwei Stunden am Stück gesungen haben und es auf Mitternacht zugeht. Was für ein Abend. Haben wir vorhin noch überlegt, was das Highlight des Tages war, so sind wir nun sicher: wir selbst sind das Highlight. Und jemand hat die längste Geburtstagsparty seines Lebens feiern dürfen. Jetzt wird schnell gemeinsam ein wenig aufgeräumt und sich zur Nachtruhe begeben. Obwohl – Gerüchte sagen, dass einige Leute noch weitere Ausdauer bewiesen haben.

Teil 4 folgt.