Taufe am 17.02.2017 in Hamm-Drechen

Der Gospeltrain ist zwar schon bei Taufen aufgetreten, doch lässt sich die Anzahl der Auftritte noch an einer Hand abzählen. Ein solcher Gottesdienst ist für uns folglich etwas ganz besonderes – diesmal erst recht, da es sich gleich um eine Doppeltaufe handeln wird.

Jeder, der schon mal bei Taufveranstaltungen zu Gast war, der weiß, wie individuell die Menschen „ihr“ jeweiliges Familienereignis gestalten. Für uns ist es dementsprechend spannend, was uns an diesem Sonntag erwarten wird. Dass einer der Täuflinge aus dem Umfeld des Gospeltrains stammt, Mama und Großeltern schon langjährig beim Train an Bord sind, macht es für uns nochmals emotionaler.

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Nachbesprechung Jahreshauptversammlung 23.01.2019

Wie immer im Januar eines jeden Jahres stand unsere Jahreshaupt-versammlung an. Der Vorstand und speziell die „Bossin“, Chorvorsitzende Christa Etzel, hatten einiges an Mühe in die Vorbereitung gesteckt, und waren wie immer gespannt. Wer hat nicht gerne eine harmonische Vereinssitzung, in der alle Themen konstruktiv besprochen werden? – Eine Garantie dafür gibt es aber nicht.

Diese Woche war es dann so weit. Im Pfarrheim unserer Heimatgemeinde, welches uns auch als Probenraum dient, traf sich die Mehrheit der Gospeltrainer. Eine Tagesordnung war den Mitgliedern zuvor rechtskonform zugesandt worden; weiterhin ein Newsletter der jüngsten Vorstandssitzung. Somit waren alle schon mal darauf vorbereitet, um welche Inhalte es gehen sollte. Schließlich war den Gospeltrainern schon bekannt, für welche Positionen und Aufgaben Leute gesucht werden. Es schien uns sinnvoller zu sein, dass man sich schon in Ruhe zu Hause überlegen kann, ob man eine Aufgabe übernehmen kann, als dass man bei der JHV vom Aufruf zu kandidieren „überrollt“ wird.

Zur Erleichterung des Vorstandes verlief die Versammlung angenehm und zügig, und schon bald waren die ersten Punkte einschließlich Kassenbericht und Entlastung des Vorstandes abgehakt. Sehr erfreulich entwickelten sich die Wahlen: für alle Aufgaben fanden sich schnell Kandidaten, die einstimmig vom Plenum gewählt wurden. Unsere Vorarbeit hat sich für die Kandidatenfindung also positiv ausgezahlt.

Im Anschluss ging es um die Termine und Auftritte des Jahres. Auch hierzu lag den Mitgliedern bereits schriftlich eine Übersicht vor, und Chorleiter Sebastian Wewer ging nur auf die Highlights des Jahres ein. Nun ging es noch um einige kleine Themen, wobei die Weitergabe von Infos im Mittelpunkt stand, da es hierzu keinen Diskussionsbedarf gab.

Ein sehr wichtiges Thema war die korrekte Umsetzung der Datenschutz-grundverordnung (DSGVo), von der auch der Gospeltrain betroffen ist. Im Vorfeld hatte sich der Vorstand fachliche Unterstützung zur Formulierung eines Infopapiers geholt, welches den Mitgliedern auf der JHV ausgehändigt wurde. Detailliert ist dort festgehalten, welche Daten gespeichert werden und wer zu welchen Zwecken damit umgeht. Die zur Kenntnisnahme und Zustimmung hat sich der Vorstand schriftlich bestätigen lassen, so dass alle umfassend informiert sind. Chorintern hat es diesbezüglich bisher keinerlei Schwierigkeiten gegeben, da man auch zuvor mit Urheber- und Persönlichkeitsrechten sorgsam umgegangen ist.

Als letzten Tagesordnungspunkt warfen wir schon einen Blick ins Jahr 2020, in dem der Gospeltrain auf ein dann schon 25-jähriges Bestehen zurückschauen kann. Sicher wird es dann ein Konzert geben, doch weitere Planungen gibt es noch nicht. Der Hinweis auf das Jubiläum sollte eher eine Aufforderung sein, dies schon mal im Hinterkopf zu behalten und Ideen zu sammeln. Wahrscheinlich ist die Durchführung einer Benefizaktion, die in ihrer Planung aber ebenfalls noch in den Kinderschuhen steckt.

Zu unserer Überraschung bekamen wir während der JHV Besuch von einer Journalistin des „Westfälischen Anzeigers“, der Hammenser Lokalzeitung. Nachdem ein Foto vom aktuellen Vorstand einschließlich unseres Gemeindepfarrers, der uns seit Jahren nach Kräften unterstützt, gemacht wurde, beantworteten Chorvorsitzende und Chorleiter noch die Fragen der Journalistin.

© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 29.01.2019© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 29.01.2019

Nachbesprechung Start in die Chorsaison 20.01.2019

Es ist frostig kalt und überall hat sich etwas Reif niedergeschlagen. Als wir bei klarem Himmel über Land Richtung Beckum fahren, um erstmals nach monatelanger Pause wieder aufzutreten, geht strahlend golden die Sonne auf. – Wenn das kein gutes Vorzeichen für unseren Re-Start bei einem Gottesdienst in der Beckumer Christuskirche ist!

In der Kirche angekommen, startet gleich das Einsingen. Die Heizung versucht ihr Bestes, doch wir lassen erst mal unsere Jacken an. Zwar sind wir heute in eher kleiner Besetzung am Start, doch alle Stimmen sind ordentlich besetzt. Mal unserem „Chef“, Chorleiter Sebastian Wewer, ins Gesicht geschaut – ist er vielleicht etwas nervös, bevor er den Train mal wieder vor Publikum singen lässt? Nein, eigentlich nicht besonders; selbst offensichtlich gut aufgelegt, verlässt er sich auf seine Gospeltrainer. Mit dem Einsingen scheint er zufrieden zu sein, und erste Gottesdienstbesucher sind es auch, wie uns gelegentlicher Zwischenapplaus verrät. Als immer mehr Leute kommen, ziehen wir uns für einige Minuten ins Gemeindehaus zurück.

Der Gottesdienst wird von uns mit dem Stück „Jesus is right here“ eröffnet. Alles klappt wie in den Proben einstudiert; speziell der Wechsel von Lautstärke und Intensität sowie die winzigen Pausen zur Betonung der Schlüsselwörter im Text. Ein zufriedenes Lächeln des „Chefs“ belohnt und bestätigt uns. Aus dem Auditorium der fast voll besetzten Kirche ist ein langgezogenes „schön“ zu hören; durchaus ungewöhnlich während eines Gottesdienstes.

Nun begrüßt die Pfarrerin B.Schneider die Gemeinde und den Gospeltrain. Schon die einleitenden Worte machen klar, dass sich das Thema „Musik“ wie ein roter Faden durch den heutigen Gottesdienst ziehen wird. „Du Licht des Morgens“ heißt das erste Gemeindelied, welches von uns natürlich unterstützt wird. Offensichtlich ist man in Beckum sangesfreudig, und das getragene Tempo lässt eine feierliche Stimmung aufkommen. Es folgt ein Gebet.

Unser nächster Einsatz erfolgt mit einem oft von uns in dieser Form gesungenen Medley, das chorintern als „The singers prayer“ bekannt ist. Die verschiedenen Stimmungen innerhalb des Medleys bringen wir prima zum Ausdruck, denn wir sind gut in Form. „Cheffe“ nickt anerkennend und das Publikum applaudiert. Schön für uns. Ist das in evangelischen Kirchen eigentlich üblich? In katholischen Gottesdiensten wird heutzutage zwar auch applaudiert, doch eher in Form eines Schlussapplauses. Gefällt uns jedenfalls gut und motiviert für den weiteren Verlauf.

In der Lesung aus dem Alten Testament (1.Sam 16/14-23) geht es um die heilende Kraft der Musik. Wie so oft wird auch heute der Ablaufplan kurzfristig geändert. Das ursprünglich vorgesehene Lied wird durch den Titel „Heaven is a wonderful place“ ersetzt. Kein Problem für uns, denn diesen bekämen wir auch hin, wenn man uns um vier Uhr morgens aus dem Schlaf risse. An dieser Stelle muss dringend ein Lob an den Mann gebracht werden; besser an die Männer, denn sie präsentieren sich harmonisch und kräftig, was angesichts der großen zahlenmäßigen Überlegenheit der Frauenstimmen nicht immer leicht ist. Danke, Jungs.

Neben der kurzfristigen Änderung von Abläufen und der Improvisation gehört auch die Interaktion mit dem Publikum zum typischen „Wewer-Style“. Der Chorleiter spielt den Titel „Halleluja“ an, den der Chor erst einstimmig singt und anschließend als zweistimmigen Kanon. Mit einem Ohr an der Gemeinde und per Schulterblick wird nun überprüft, ob die Leute unaufgefordert aktiv geworden sind. „Sie können ruhig mal mitmachen“ lautet die typische, humorige und leicht flapsige Art des Chorleiters bei der Aufforderung zum Mitmachen. Wewer ist hier in seiner Heimatgemeinde bestens bekannt, und wird wegen seiner unkonventionellen Art der Ansprache geschätzt, denn steife Langeweile ist überhaupt nicht sein Ding. Schnell hat der sonntägliche Chor an die hundert Stimmen, und es kommt Bewegung in die Menschen.

Nach diesem turbulenten Gesang wird es beim Glaubensbekenntnis wieder besinnlicher und ruhiger. Das Gemeindelied „Lobe den Herrn meine Seele“ darf man an dieser Stelle getrost als Danksagung verstehen. Zur Predigt greift die Pfarrerin den „roten Faden“ der Musik wieder auf. Sie sei in Gottesdiensten ein wichtiges Element, spreche die Emotionen an und berühre das Innerste des Menschen. Auch das besondere Wesen der Gospelmusik und deren Herkunft kommt zur Sprache; ebenso deren Hauptanliegen, die Verkündigung der Frohen Botschaft.

Musikalisch unterstrichen werden die Aussagen der Predigt durch den Song „Marvellous things“, der sicher und überzeugend klingt. Man merkt deutlich, dass sich die letzten Trainingsstunden gelohnt haben, denn die Akzentuierung der Rhythmik kommt wunderbar leicht daher. Man vergisst in Momenten wie diesen fast den gottesdienstlichen Rahmen des Auftritts, denn viele der zu beobachtbaren Reaktionen kennen wir sonst von einem Konzertpublikum. Die von Anfang an positive Grundstimmung schenkt uns viele lächelnde, später offen lachende Gesichter, Sitznachbarn tauschen sich aus, man bewegt sich und klatscht. Gospel ist definitiv ansteckend!

Im Anschluss an die der Kollekte unterstützt der Gospeltrain die Besucher beim Lied „Kommt atmet auf, ihr sollt leben“ als Backgroundchor. Nochmals muss hier die aktive Teilnahme und Sangesfreude des Auditoriums betont werden. In dieser Gemeinde scheinen die Bemühungen der Kirchenmusik auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Vor dem Segen werden die Fürbitten gesprochen, im Wechsel mit den einzelnen Strophen des Gemeindeliedes „Lass uns in deinem Namen“.

Am Ende singt der Gospeltrain das Segenslied „Sei behütet“, dessen Text vielen Besuchern geläufig ist und eifrig mitgesungen wird. Das „Oh, happy day“ beschließt den Gottesdienst und unterstreicht in seiner Aussage die wunderbare Stimmung in der Christuskirche zu Beckum in diesem Moment.

Für heute treten wir letztmalig von den Altarstufen ab, und haben dabei ein wohliges Gefühl. Unsere Premiere nach langer Pause ist geglückt! Weitgehend fehlerfrei und als harmonisches Ganzes wirkend, können wir sehr zufrieden sein. Die Gemeinde hat es uns aber auch leicht gemacht, denn man schaute von Beginn an in erwartungsfrohe Gesichter von Leuten, die man nicht erst mühsam für sich gewinnen musste. Das ist halt der Vorteil, wenn man an einem Ort schon mehrfach zu Gast war und man bisher immer zu gefallen wusste. Außerdem waren die Stücke sehr passend zu den Inhalten des Gottesdienstes ausgewählt. Noch ein Tässchen Kaffee im anschließenden Kirchkaffee, ein wenig Smalltalk und Rückmeldungen von Gemeindemitgliedern und schon geht es zurück nach Hamm.

* * *

Nachtrag:

Warum gibt es von diesem Auftritt kein Foto? – Weil sich Trainarchivators Kamera partout weigerte, ohne Speicherkarte ein tolles Motiv festzuhalten. Dieses wird nun für das Kopfkino nachgeliefert:
Man stelle sich vier Gospeltrainerinnen in schicker schwarzer Auftrittskleidung ganz eng nebeneinander in einer Reihe stehend vor. Die wärmenden Winterjacken haben sie noch nicht abgelegt und eigenartiger mit deutlich wehenden Haaren. Was ist da los? – Jemand spricht das Stichwort „Marilyn Monroe“ aus und kommt des Rätsels Lösung damit recht nahe: die Damen stehen auf einem Gitter, durch das von unten die warme Heizungsluft in die Kirche gelangt. Da bekommt die Formulierung vom Aufwärmen vor einem Auftritt doch noch mal eine ganz andere Bedeutung…

Anekdote aus dem Chorarchiv: im Januar 2015 haben Gospeltrainerinnen schon einmal die Kirchenheizung zum Wärmen der Füße genutzt (St.Nikolaus-Kirche, Münster-Wolbeck)

© trainarchivator

Start in die Chorsaison 20.01.2019

Endlich geht es wieder los! Am Sonntag kann man den Gospeltrain wieder live erleben. Die Ev. Kirchengemeinde Beckum hat uns eingeladen, einen Gottesdienst musikalisch mitzugestalten.

Das fast Auftritt freie Jahr 2018 mit einer langen Auszeit unseres Chorleiters Sebastian Wewer liegt hinter uns. Wir waren aber nicht untätig, sondern haben weiterhin mit einer Gastchorleiterin geprobt und uns musikalisch fortgebildet. Diese neuen Impulse und unser runderneuerter Chorleiter sorgten im Herbst für einen guten Start in die reguläre Probenarbeit.

Nun sind wir gespannt, wie unser erster Auftritt nach langer Zeit läuft. Wir können optimistisch sein, denn in der Christuskirche zu Beckum waren wir schon oft zu Gast und haben dort fast ein zweites „Heimspiel“.

PLUS-Gottesdienst 20.01.2019, 10.15 Uhr
Christuskirche, Ev. Kirchengemeinde Beckum
Nordwall 42, 59269 Beckum

Jahresrückblick 2018

Täuscht es oder hat sich der Gospeltrain 2018 ein wenig rar gemacht? – Der Eindruck täuscht nicht! Nachdem wir die Jahre zuvor im Eilzugtempo genommen hatten, wollten wir 2018 gleich mehrere Gänge zurückschalten. Unsere Jahreskonzerte, zahlreiche Hochzeiten, die Gospelkirchentage, dazu große und kleine Sonderveranstaltungen sowie Benefizauftritte; oft waren Termine von Proben und Auftritten dicht gedrängt.

Am 21.01.2018 haben wir noch einen Gottesdienst in unserer Heimatgemeinde Clemens-August-Graf-von Galen in Hamm mitgestaltet und den anschließenden Neujahrsempfang besucht. Danach gab es nur noch Proben, aber keine Auftritte mehr.

Im Laufe des Jahres hat sich unser Chorleiter Sebastian Wewer aus gesundheit-lichen Gründen eine längere Pause genommen, doch für den Train gab es keinen absoluten Stillstand. Es bot sich die Gelegenheit für einige Wochen mit einer befreundeten Chorleiterin zu proben, die wir schon längere Zeit für einen Workshop gewinnen wollten. In relaxter Atmosphäre und ohne Termindruck gab es eine Menge neuen Input. Selbst für die Stimmbildung blieb noch Freiraum.

Im Herbst sprang unser Chef wieder an Bord und legte gleich ´ne ordentliche Schüppe Kohlen auf. Mit neuen Songs und Ideen für ein Konzert im Frühjahr 2019 ging die gemeinsame Probenarbeit wieder los.

Eine Sache kann der Gospeltrain aber auch im „Ruhemodus“ einfach nicht lassen: gleich dreimal gab es chorinterne Feierlichkeiten. Es begann mit einem Neujahrsempfang in Form eines gemütlichen Beisammenseins. Eigentlich war es ein Ersatz für eine Weihnachtsfeier, die wir 2017 einfach nicht im Kalender unterbekommen konnten. Unser Jahreskonzert im Dezember und die kurze Adventszeit hätten eher zu Zeitdruck als zu Besinnlichkeit geführt. Weiter ging es im Hochsommer mit dem bewährten Grillfest, bevor unsere Weihnachtsfeier das Ausrufungszeichen am Ende des Chorjahres setzte.

Inzwischen laufen die Planungen und Proben für das Jahr 2019, in dem wir wieder in der Herz-Jesu-Kirche ein Konzert geben möchten. Selbst das Jahr 2020 ist schon im Hinterkopf, in dem wir 25 Jahre Gospeltrain feiern können.

Silvester 2018

Auf ein gesundes und friedliches Jahr mit viel Gospelmusik.

 

Weihnachten 2018

© trainarchivatorNach dem Trubel der Vorweihnachtszeit wünschen wir allen ein entspanntes Weihnachtsfest, ob fröhlich-turbulent oder ruhig und besinnlich.