Archiv der Kategorie: Wir über uns….

Interview in Lokalzeitung 16.10.2019

Nächstes Jahr kann der Gospeltrain bereits auf eine 25-jährige Chorgeschichte zurück blicken. Natürlich soll das Jubiläum mit einem großen Konzert in unserer Herz-Jesu-Kirche am 21.07.2020 gefeiert werden. Die Vorbereitungen haben bereits jetzt begonnen, denn es ist einiges zu tun.

Natürlich gehört heutzutage Öffentlichkeitsarbeit dazu. Wir haben das Glück, dass unsere Lokalzeitung „Westfälischer Anzeiger“ (WA) immer mal wieder von uns berichtet – von Veranstaltungsankündigungen bis zu Konzertkritiken oder anderen aktuellen Themen rund um den Train.

Bei einem Telefonat mit einem Redakteur erhielt unsere „Bossin“ – Vereinsvorsitzende Christa Etzel – die Zusage, dass man uns auch im Jubiläumsjahr unterstützen wolle; ganz wichtig, denn es soll ein Benefizjahr werden. Das Angebot wurde schnell mit Leben gefüllt, denn schon am 09.12.2019 erhielten wir vor der Probe Besuch von einem Journalisten des WA, der sich gut eine Stunde Zeit für ein Interview mit uns nahm. In diesem Gespräch ging es sowohl um die Geschichte unseres Chores, als auch um zukünftige Pläne. Damit alle Fragen angemessen beantwortet werden konnten, waren neben Chorleiter Sebastian Wewer und der Vereinsvorsitzenden auch zwei langjährige Mitglieder anwesend, die aus den Anfangszeiten berichten konnten.

Heute erschien nun ein sehr ausführlicher Artikel in der Zeitung. Geschmückt wurde er durch ein Foto des Chores, das zu Beginn der Chorprobe entstand.

© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 16.10.2019© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 16.10.2019

Nachbesprechung Chorfreizeit Eversberg 06.-08.09.2019 – Teil 3

Die ausgiebige Mittagspause ist vorbei, wir starten in den Probennachmittag. Auf dem Programm steht der afrikanische Gospel „Masithi“; auch einer der Oldies, die eine Auffrischungskur erhalten sollen. Das Grundgerüst steht stabil, doch am Feinschliff muss immer mal wieder gearbeitet werden, um einen Song aktuell und auftrittsreif zu halten. Nach einer Weile ist dann irgendwie die Luft raus! Es häufen sich die Fehler, die Konzentration ist dahin. Gut, dass im Vorfeld für diesen Zeitpunkt eine Kaffeepause angesetzt wurde, die wir nun gerne annehmen.

Anschließend geht es weiter mit einer Sopranprobe weiter. Für Altos und Männerstimmen ist dies die Gelegenheit, draußen noch mal kurz Luft zu schnappen oder sich einfach ein bisschen entspannt zu unterhalten. Dann erfolgt der Wechsel, und Altos und Männer werden wieder gefordert. In den Stimmproben üben wir einige Feinheiten von „Aaron’s blessing”. Außerdem nehmen wir uns mit „Wade in the water” einen Titel vor, der gefühlt seit ewigen Zeiten im Chor gesungen wird. Unser Musikdirektor hat sich des Arrangements angenommen und es ein wenig aufgefrischt, so dass wir wieder einen neuen Impuls bekommen –auch bei einem altbekannten Lied.

© trainarchivatorZusammen singen – einander ermutigen

Bis zum Abendessen ist noch Zeit für einen weiteren gemeinsamen Probenblock mit allen Stimmen. Es werden alle zuvor an diesem Wochenende geprobten Stücke gesungen, damit sie sich regelrecht einschleifen. Singen, wegpacken, später wiederholen – die Wewersche Lehrmethode. Hat sich in den Jahren mit Sebastian Wewer als Chorleiter bewährt, denn bevor Langeweile oder auch mal Frust bei mangelnden Fortschritten aufkommen, gibt es wieder etwas Frisches für Kopf und Stimmbänder.

© trainarchivatorDas musikalische Pensum fordert uns heraus

Nach diesem Block merken wir dann doch, dass wir ganz schön geschafft sind. Bis hierher haben wir bereits sechs Proben hinter uns gebracht. Auch wenn wir die ganze Zeit eine heitere Stimmung und viel Spaß miteinander hatten, so sind wir doch ordentlich gefordert worden. Nun gehen wir in den Speisesaal, stärken uns und gehen bei netten Tischgesprächen in den Freizeitmodus über.

Ein Highlight hat der Tag aber noch zu bieten: wir treffen uns im Gemeinschaftsbereich, wo wir den Abend rund um ein offenes Feuer verbringen möchten. Nach zwei Chorfreizeiten an gleicher Stelle erahnen wir, was der Abend noch bringen könnte, so dass bereits Vorfreude herrscht. Das Feuer wird angezündet, und es beginnt gemütlich zu knistern und knacken. Natürlich riecht es auch richtig nach Lagerfeuer, doch die Abzugsanlage sorgt dafür, dass es nicht unangenehm ist oder wir im Rauch sitzen. Inzwischen hat sich die Runde gut gefüllt und es wird miteinander geschnattert wie im Hühnerhaus.

© trainarchivatorAm beliebten Indoor-Lagerfeuer

Irgendwann fängt jemand an zu singen, die anderen stimmen ein. Längst ist das Klavier aus dem Probenraum herangeschafft worden, so dass wir sogar instrumental begleitet werden. Gesungen werden zunächst Gospels, die an diesem Wochenende nicht auf dem offiziellen Probenplan stehen, wie z.B. „Jesus be a fence“. Wünsche dürfen geäußert werden, was auch rege gemacht wird. Einige scheinen geradezu darauf gewartet zu haben, aus den „Zwängen“ einer geordneten Probe ausbrechen zu können. Zwischen Annegret und Bibi kommt es bei diversen Solopassagen zu einem regelrechten Sopranbattle (dass es so etwas gibt…!). Auch unser Hermann wird immer lauter.

© trainarchivatorVon Gospel …

Nun wird das Gospelkapitel geschlossen und die Mundorgel rausgeholt. Klar, dass nun die Evergreens unserer Jugend angestimmt werden. Mit dem Lesen der Texte ist es allerdings sehr schwierig, da die Schrift extrem klein ist und der Feuerschein im Dämmerlicht kaum ausreicht. Doch wofür hat der moderne Mensch das Handy erfunden? – Nein nicht zum telefonieren (kaum Netz hier hinter den sieben Bergen), sondern zum Leuchten. Allmählich entgleitet dem Chor, der sonst fromme Lieder singt, ein wenig das Niveau, was der Stimmung allerdings durchaus zuträglich ist. Ob wohl der Alkohol auch dazu beiträgt? Bei „What shall we do with a drunken sailor“ läuft Annegret endgültig heiß und überzeugt mit Soloqualitäten. Eine muss ja voran gehen. Auch bei anderen Titeln finden sich tolle Vorsänger; ob Karin, Eva, Anja oder Bibi.

© trainarchivator… bis Gassenhauer

Inzwischen sind wir „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins angekommen“. Es wird gesungen, geblödelt und gelacht. „Ich hole noch Wein“ machen sich gute Geister nützlich. Die Anstrengungen des Tages haben wir längst hinter uns gelassen, unser privater Alltag liegt unendlich weit hinter uns und der Mann am Klavier ist immer noch allerbester Spiellaune.

© trainarchivatorUnser “Chef” steht das ganze Wochenende auf dem Gaspedal

Ist diese ausgelassene Truppe noch ein Kulturverein? – mag sich die an etwas erhöhter Position sitzende Vereinsvorsitzende mit Blick auf die Gospeltrainer denken. Ob die Neuen immer noch der Meinung sind, bei uns richtig zu sein? – Keine Sorge. Bei aller Ausgelassenheit ist die Stimmung entspannt und niemand übertreibt es mit dem Alkohol. Wir haben nach viel musikalischer Arbeit einfach Spaß miteinander, und können das Singen immer noch nicht lassen. Wir sind froh, dass es keinen Livestream dieser Veranstaltung gibt, doch in der Phantasie planen einige bereits eine Tournee unserer Solisten.

© trainarchivatorGospeltrain: auch in der Freizeit live ein Ereignis

Noch vor Mitternacht löst sich die Gesellschaft nach und nach auf. Erfreulicherweise beteiligen sich viele am Aufräumen, und so hinterlassen wir den Gemeinschaftsbereich in ordentlichen Zustand. Selbst die Spülmaschine wird zu später Stunde noch angestellt. Nur ein wenig Feuergeruch hängt noch im Raum. Und wenn die Wände erzählen könnten!

© trainarchivatorEin Produkt der Phantasie

Sonntag, letzter Tag der Chorfreizeit. Sind wir alle ein wenig müde oder scheint das nur so? – Okay. Der gestrige Abend war turbulent, auch wenn er nicht bis in die frühen Morgenstunden ausgedehnt wurde. Wir sind ja größtenteils bereits im „seriösen Alter“ angekommen. Nach einem entspannten Frühstück geht es erneut an die Arbeit. Allerdings starten wir ganz locker mit einer Übung zum sozialen Miteinander. In zwei konzentrischen Kreisen stehen wir uns gegenüber. Dem Zufallspartner erzählen wir von uns und stellen unsererseits Fragen. Dann bewegen wir uns ein paar Personen weiter, so dass wir einen neuen Zufallspartner bekommen. So sammeln wir quasi Porträts anderer Chormitglieder und diese erfahren etwas über uns selbst. Derartige Chorfreizeiten bieten die Möglichkeit, verstärkt miteinander ins Gespräch zu kommen, einander besser kennen zu lernen. Es gibt zwar einen großen Stamm Gospeltrainer, der sich seit vielen Jahren sehr gut kennt, doch andere sind erst in jüngerer Zeit an Bord gekommen. In den wöchentlichen Proben unterhält man sich dann überwiegend mit den Nachbarn in der eigenen Stimme. Nach früheren Freizeiten oder Teilnahmen an Gospelkirchentagen war immer ein engeres Miteinander aufgrund der neuen gemeinsamen Erfahrungen festzustellen.

© trainarchivatorChorgesang ist Gemeinschaftswerk

Musikalisch steht zunächst „Mayenziwe“ auf der Tagesordnung. Bisher haben wir den Song immer in der Originalsprache Xhosa gesungen, doch auch der englische Text soll zukünftig gesungen werden. Da gilt es noch einige Übung rein zu stecken; zunächst durch rhythmisches Sprechen des Textes, damit man lernt, wie die Silben unterzubringen sind und wann geatmet werden kann. Schließlich nehmen wir uns noch das Stück „Order my steps“ vor, in das sich in letzter Zeit einige Nachlässigkeiten eingeschlichen haben, die es nun wieder abzustellen gilt. Schon bald ist Mittag, und wir gehen letztmalig in den Speisesaal, bevor diese Freizeit schon wieder zu Ende ist und wir uns auf den Heimweg machen.

Bei Abreise fällt der Blick auf das Begrüßungsschild am Parkplatz: „Bei uns können Sie was erleben“ – wie wahr! Für uns steht bereits fest: in zwei Jahren heißt es wieder…

© trainarchivator

 

Nachbesprechung Chorfreizeit Eversberg 06.-08.09.2019 – Teil 2

Heute Morgen ist es deutlich kühler, wolkenverhangen und es hat wohl geregnet. Dennoch kommen wir bei einem ausgiebigen Frühstück gut in den Tag. Es ist zuvor die Anregung ausgegeben worden, sich gezielt immer wieder in anderen Tischrunden zusammen zu setzen, damit man nicht immer nur mit denselben Leuten ins Gespräch kommt. Diese Idee wird von vielen gerne aufgegriffen.

© trainarchivatorSchon beim Frühstück um 8 Uhr gute Laune

Um 9.30 Uhr steht die erste Probe des Tages an, bei der es zunächst um das soziale Miteinander gehen soll. Alle bekommen ein Namensschild, denn einige tun sich mit den Namen etwas schwer – speziell, wenn es um die Leute aus anderen Stimmen geht. Für unsere Neulinge ist es umso schwieriger, so viele Leute neu kennen zu lernen. In mehreren spielerischen Runden mit immer neuen persönlichen Kontakten stellen wir einander vor und beantworten Fragen (Name, Persönliches, seit wann bist du im Chor?)

Für das Einsingen nehmen wir uns Zeit. Ältere und neuere Übungen wechseln einander ab. Beim Lippen flattern lassen werden neuerdings „wiehernd“ Töne erzeugt. Wir reden dann von großen und kleinen Pferden – eine tolle Vorlage für ausgelassenes Gelächter. Auch unsere Gesichtsgymnastik lädt zu verschiedenen Albernheiten ein. Schließlich sind alle locker und eingesungen, haben ein Lächeln im Gesicht. So kann der Chorleiter mit uns arbeiten.

Weiter geht es mit Übungen im Kreis, wobei es um das Aufeinander hören geht, um Tonhöhe und Rhythmus. Gleich fällt auf, wer nicht ganz bei der Sache ist, denn sofort stimmt der Einsatz oder die Tonhöhe nicht – ein ganz einfacher Lerneffekt.

© trainarchivatorIm Trainingslager

Jetzt wollen wir mal sehen, was vom Afro-Gospel „Mayenziwe“ noch hängen geblieben ist, den wir uns bereits gestern zwecks Auffrischung vorgenommen haben. – Chorleiter Sebastian Wewer darf erleichtert feststellen, dass sein gestriger Einsatz nicht folgenlos geblieben ist: sein „lovely Gospeltrain“ hat offensichtlich gut zugehört und ruft nun die neu erarbeiteten Details ab. Okay, noch nicht perfekt, doch man erkennt deutlich, wohin es gehen soll.

Bei „Come on and sing“, einem neu ins Repertoire aufzunehmenden Song, ist der Klang schon ganz prima, so dass unser Gospel-Trainer das Singtempo ordentlich anzieht und das Klatschen mit uns übt. Perfekt einstudiert könnte dies irgendwann mal den schwungvollen Auftakt zu einem Konzert darstellen.

© trainarchivatorGospeltrain – Singen mit Spaß

Die folgende Pause haben wir uns richtig verdient. Eine heute erst angereiste Gospeltrainerin hat frischen Pflaumenkuchen mitgebracht, den man in kleinen Stücken direkt auf die Hand nehmen kann. Zudem hat irgendjemand Kaffee gekocht. Typisch Gospeltrain!

Nun steht „Aaron’s blessing“ auf dem Probenplan. Zwar haben wir uns schon vor Jahren mit diesem Stück beschäftigt, doch es nie vollständig bis zur Auftrittsreife einstudiert. Nun fangen wir komplett von vorne an, denn damals waren einige heutige Gospeltrainer noch gar nicht an Bord. Passage für Passage arbeiten wir uns voran. Wichtig ist uns, Verständnis für den Text zu entwickeln, wobei uns unser „Chef“ durch Mimik und Gestik wertvolle Hilfestellung bietet. Vor allem bei der Vokabel „shine“ scheint er den Raum mit einem ansteckenden Strahlen auszufüllen. Aha, das kapiert jeder.

© trainarchivatorVor dem musikalischen Ausdruck kommt das Textstudium

Nach einigen Durchläufen lässt die Konzentration nach und wir wechseln hinüber zum musikalisch einfacheren Stück „Sandyland“. So schlicht es von seiner Grundstruktur ist, so einfach kann es zum Kanon entwickelt oder durch Klatschen aufgepeppt werden. Diesbezüglich ist der Gospeltrain mit seinem Chorleiter sehr gut aufgestellt, denn dieser – scherzhaft manchmal auch der „Beschleuniger“ genannt – hat schon manchem schlichten Song durch Tempowechsel, Klatschen, Solopassagen oder besondere Details eine ganz eigene musikalische Handschrift verpasst. Nach diesem kleinen Exkurs geht es zurück zu steht „Aaron’s blessing“, wo das Einstudieren weiterer Passagen ansteht.

© trainarchivatorSo soll das klingen? – Hier muss noch Überzeugungsarbeit geleistet werden

Meine Güte! Das dauert wieder mal, bis die Leute ihre Noten und Texte für das nächste Lied raus gekramt haben! Wie üblich klimpert der Chorleiter irgendwas auf dem Klavier, um seine Probenbereitschaft anzuzeigen. Aber was spielt der da? Häufig ist es irgendein Stück für einen Gottesdienst. Aber heute?? Als wir das Stück erkennen, singen wir Gospeltrainer „Tochter Zion“, während draußen dichter Nieselregen niedergeht. Vor manchem geistigen Auge geht der Regen in Schnee über und wir genießen die vorweihnachtliche Stimmung – Anfang September! Chorleiters Meinung: Ihr seid bekloppt; dem ist nichts hinzu zufügen.

© trainarchivator„Chef“ ist bei uns nur einer

Endlich halten alle die Noten für die Hymne „Order my steps“ in den Händen, die wir – die Älteren unter uns werden sich erinnern – erstmals 2007 vom Dortmunder Chor Joyful! bei einem Gemeinschaftskonzert in unserer Herz-Jesu-Kirche Hamm-Norden in Form eines beeindruckenden Vortrags gehört haben. Das wollten wir auch können, und nach längerer Zeit und viel Arbeit konnten wir diesen Song in unser Repertoire aufnehmen. An diesem Wochenende wollen wir uns mit den vielen kleinen Details beschäftigen, die irgendwann in der Routine untergegangen sind, die aber gerade das Spezielle dieser Komposition ausmachen. Hier kommt die Stärke unseres Chorleiters zum Tragen, der eine bildreiche Sprache pflegt, wenn er uns vermitteln möchte, in welcher Weise er welche Passagen gesungen haben möchte. Wenn es dann heißt „fein und gehackt“ oder „dann fließt es so weg“, weiß der Gospeltrainer Bescheid…

© trainarchivatorVolle Konzentration

Zum Ende dieses Probenblocks springen wir nun nochmals von einem Lied zum anderen, wiederholen, was wir heute bisher gesungen haben. Es bleibt eine Probe unvollendeter Stücke, denn bei uns heißt es nach einzelnen Passagen immer „sacken lassen“ und schon beschäftigen wir uns mit einem anderen Song; hört sich durcheinander an, funktioniert aber. Bevor es durch unendliche Wiederholungen zum Einschleifen der Details langweilig wird, bekommen wir vom „Chef“ neuen Input. Interessant zu beobachten, wie Chor und GospelTrainer über die Jahre bei der musikalischen Arbeit einen gemeinsamen Stil entwickelt haben, der bei uns am besten funktioniert. Ein dominanter Chorleiter eines absolut disziplinierten Chores würde vielleicht die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, doch unsere Truppe möchte auch Spaß haben, gemeinsam lachen; am Ende stimmt das Ergebnis – das zählt!

Die Mittagspause unterbricht die musikalische Arbeit. Wir sitzen entspannt im Speisesaal beim Essen beieinander, müssen uns nicht mehr konzentrieren und dürfen nach Herzenslust quatschen. Bis zum nächsten Probenblock ist noch viel Zeit, die jeder nach seinen Vorlieben verbringt. Der Himmel hat seine Schleusen inzwischen geschlossen und die Sonne kommt heraus. So nutzen viele die Freizeit zu einem Spaziergang. Nach mehreren Stunden Musik tut die Stille des Waldes, der direkt hinter dem Matthias-Claudius-Haus beginnt, den beanspruchten Ohren gut.

© trainarchivatorWaldlichtung erlaubt Blick auf Eversberg

Nachbesprechung Chorfreizeit Eversberg 06.-08.09.2019 – Teil 1

Zum dritten Mal veranstaltet der Gospeltrain eine interne Chorfreizeit, um intensiv miteinander zu proben und Spaß zu haben. Es geht wieder für ein Wochenende in das Matthias-Claudius-Haus in Meschede-Eversberg im Sauerland.

© trainarchivatorFrühherbstlicher Sonnenschein – fern aller Ablenkungen im Wald

Die Fahrgemeinschaften trudeln gut gelaunt nacheinander ein. Man bezieht die Zimmer und trifft sich dann auf der Terrasse, um die nächsten Neuankömm-linge zu begrüßen.

© trainarchivatorHaus ist sauber – unsere Prominenz ist da

Nach den bisherigen guten Erfahrungen mit dem für unsere Zwecke sehr geeigneten Haus fühlt sich der aktuelle Besuch schon fast wie „Nachhause-kommen“ an. Hausleiter Guido Schubert begrüßt uns herzlich, kann sich sogar noch an viele Gesichter und gemeinsam erlebte Anekdoten erinnern. Da ist ja schon mal ein guter Start!

Irgendwie gehört ein Grillabendessen zum Anreisetag dazu. Rechtzeitig bestellt, ist das Haus auf unsere Wünsche vorbereitet, und der Hausleiter richtet die Grills her. Leider scheint der Abend etwas kühl zu werden, so dass wir statt auf der Terrasse im Hause essen

© trainarchivatorHausleiter Schubert zündelt persönlich

Seit Jahren hat der Gospeltrain einen Spitzengriller in seinen Reihen, doch leider ist er an diesem Wochenende nicht dabei. Das ist die Bewährungschance für die Herren der Ersatzbank. Neugierig beobachtet von zahlreichen Frauen, geben diese sich keine Blöße und versorgen uns perfekt. [Kopfkino: unsere beiden Altmeister schleichen sich erfolgreich an einen Säbelzahntiger an, erwürgen diesen eigenhändig und schleppen ihn zur heimatlichen Höhle ihrer Sippe – so muss es sich jedenfalls für die beiden Männer am Grill angefühlt haben…].

© trainarchivatorGrillchef Uwe fehlt – Hermann und Kalle schlagen sich prima

© trainarchivatorAnfängliche Skepsis – schlägt später in große Anerkennung um

Chorleiter Sebastian Wewer hat sich bei der Vorbereitung dieser Freizeit Gedanken über den musikalischen Ablauf gemacht und einen Terminplan erstellt; ganz schön ambitioniert, wenn man die Zahl der Probenblöcke mal durchzählt. Los geht es bereits am heutigen Anreisetag nach dem Essen. Auf dem Programm stehen neue Songs, bei denen wir noch in der Phase des Einübens stecken. Darüber hinaus sollen einige alte Stücke wieder aufgefrischt werden, bei denen manche Details verloren gegangen sind.

© trainarchivatorHier ist alles vorbereitet für intensive Probenarbeit

Wir ordnen uns im Kreis an, und beginnen mit zahlreichen Aufwärm-übungen. „Sprechwerkzeuge lockern und die Stimme wecken“ nennt es der „Chef“. Es herrscht ein ordentlicher Lärmpegel; zwischen den Übungen wird gospeltrain-like gequatscht, getuschelt und gekichert. Allerdings muss „Bossin“ Christa kaum zur Ordnung rufen, denn als „professioneller Chor“ (interner Running-Gag) sind wir bei der nächsten Übung wieder konzentriert bei der Sache.

© trainarchivatorAlles hört auf den „Chef“

Mit „Sandyland“ wird zum Auftakt ein einstimmiges Stück ausgewählt, um gut in den Probenabend zu kommen. Klappt gleich ganz prima, und so kann es nach einigen wenigen Hinweisen des Chorleiters an den Versuch als Kanon gehen. Deutlich ist zu merken, dass wir noch in der Probephase stecken, denn der Text sitzt noch nicht völlig auswendig. Wer im Textstudium schon weiter ist, kann gleich viel befreiter singen und muss sich nicht am Heft festhalten. Das wird aber schon!

Der nächste Song „You are holy“ ist ebenfalls ein Frischling ohne Auftrittsreife. Irgendwann wird dieser wunderbar geschmeidig fließen und von der Rhythmik durch die unterschiedlichen Tonlängen leben. Könnte mal ganz zauberhaft klingen, doch bis dahin müssen wir noch ordentlich an der Präzision arbeiten. Aber genau deswegen sind wir dieses Wochenende hier.

© trainarchivatorSo sieht konzentrierte Arbeit aus

„Mayenziwe“ ist zwar schon viele Jahre im Repertoire, doch unser Chorleiter frischt ältere Titel gerne von Zeit zu Zeit wieder auf. Routine macht manchmal etwas nachlässig, und wichtige Details gehen verloren. Dann hört der Fachmann genau hin, um uns mit den entsprechenden Hinweisen in die richtige Richtung zu lenken. Im Laufe der Proben klingen derartig überarbeitete Stücke dann wieder frischer und interessanter – irgendwie entdeckt man sie wieder neu.

© trainarchivatorTenorita Eva ist heute Einzelkämpferin und erntet Bewunderung

Wenn wir im nächsten Jahr unser 25-jähriges Jubiläum feiern, könnte das zum Abschluss der Probe gesungene Lied „Come on and sing“ einen schwungvollen Konzertauftakt bilden. Bis dahin benötigt es noch viel Feinschliff und Detailabstimmung. Der einfache Text stellt aber schon längst kein Problem mehr dar. Jetzt geht es um das Timing beim Wechselgesang und um die eine oder andere Tempoverschärfung.

© trainarchivatorKonzentrationsübung: Sopranos und Altos sitzen im Wechsel

Diese erste Probe ist schon sehr intensiv, und als sie hinter uns liegt, setzt sich die Mehrheit zwanglos und ohne Programm zum gemütlichen Ausklang zusammen. Sehr spät wird es aber nicht, denn morgen steht ein anstrengender Tag mit vollgepacktem Programm an. Gute Nacht.

© trainarchivatorGut vorbereitet für zukünftige Herauforderungen: Kaffee und Nervennahrung

 

Chorfreizeit 2019 steht vor der Tür

Und ehe man sich versieht, sind schon wieder zwei Jahre ins Land gegangen und die Chorfreizeit 2019 steht unmittelbar bevor. Es zieht uns erneut ins Matthias-Claudius-Haus in Meschede-Eversberg im schönen Sauerland. Bei zwei früheren Aufenthalten hat sich das Haus als ideal für unsere Zwecke erwiesen.

Es stehen umfangreiche Proben auf dem Programm – nicht zuletzt weil der Gospeltrain 2020 sein 25-jähriges Bestehen feiern wird. Dabei wird der Spaß natürlich nicht zu kurz kommen. Ansonsten haben wir für die Freizeit zwischen den Proben kein Programm, sondern wir werden uns einfach mal ohne Plan treiben lassen und die gemeinsame Auszeit genießen.

© trainarchivatorDiese Designermappe ist doch besser als jede hochoffizielle Einladung…

 

Alles ist bereit – heute „Gospeltrain in concert“ 26.05.2019

Gestern traf sich der Gospeltrain zur Generalprobe für unser heutiges Konzert vor Ort in der Herz-Jesu-Kirche in Hamm Norden.

© trainarchivatorDie Aufstellung stimmte schon mal

Es galt etwas Atmosphäre zu schnuppern, organisatorische Absprachen zu treffen und letztmalig an einigen Details zu feilen. Die Hauptarbeit lag natürlich längst hinter uns und erfolgte an den Probenabenden.

© trainarchivator„You are my smile“ – heißt es im Songtext

Am Ausdruck kann man natürlich immer etwas verbessern. Und das Publikum schätzt es, wenn wir mit Überzeugung und mit Freude singen. Wie so oft ließen wir uns von Personen, die sich irgendwo im Kirchenraum aufhielten, deren Eindrücke mitteilen und gegebenenfalls Verbesserungen vorschlagen.

© trainarchivatorDer „Chef“, die „Bossin“ und eine neutrale Beobachterin haben uns im Blick

Dann waren alle musikalischen Vorbereitungen abgeschlossen sowie ein- und Auszug geprobt. Wir sehen uns zum Auftritt, wünschen uns regen Besuch und gemeinsam eine schöne Veranstaltung.

© trainarchivatorNoch in „Räuberzivil“…

Übrigens wurde auch in unserer Lokalzeitung, dem „Westfälischen Anzeiger“, zu unserem Konzert eingeladen

© Westfälischer Anzeiger, Hamm, 21.05.2019© Westfälischer Anzeiger, Hamm,  21.05.2019

 

Ihr habt uns noch gefehlt… Welcome on board! 22.05.2019

Heute Abend war die letzte Probe vor unserem Konzert am Sonntag. Chorleiter Sebastian Wewer hatte für uns ein strammes Programm vorbereitet, denn er wollte noch das Eine oder Andere mit uns proben; zu verbessern gibt es immer etwas, und einen gewissen Anspruch haben wir an uns ja auch.

Zwar haben wir durchaus diszipliniert geprobt, doch gelacht wurde dennoch reichlich. Als es mal wieder um kleine Details ging, erinnerte uns der „Chef“ daran, dass wir gar nicht den Ansprüchen wie an einen Super-Mega-Profi-Meisterchor genügen müssen, sondern unser Stammpublikum es schätzt, wenn wir mit Freude und Überzeugung singen. – Recht hat er! Viele Rückmeldungen nach Auftritten betonten immer genau diesen Aspekt, und so manches Fehlerchen gehört heute zum Anekdotenschatz der Chorgeschichte.

Bevor wir nach Hause gingen, hatte der Abend noch einen Höhepunkt zu bieten. Wir durften mit Antje, Astrid und Celine drei neue Mitglieder an Bord des Gospeltrains begrüßen. Einige Wochen zuvor war zudem Sabine zu uns gestoßen.

© trainarchivatorDie berühmte Frage: Wollt ihr an Bord kommen? (Traut ihr euch?)

Alle vier haben die seit einigen Jahren eingeführte und bewährte Phase von zehn Probenteilnahmen absolviert, dabei die Mitglieder und unsere Art der Probenarbeit und des Umgangs miteinander kennen gelernt. Zu unserer Freude haben sich alle Beitrittskandidatinnen für eine Mitgliedschaft entschieden. Wenn die Jungs doch auch mal so sangesfreudig wären wie die Mädels. Interessierten Gospelfreunden wäre der sprichwörtliche rote Teppich gewiss.

© trainarchivatorOriginal-Gospeltrainer Nummer 49, 50 und 51 nach der Schalübergabe

Allen Neuen ein „Herzliches Willkommen“, und auf dass wir viel Freude miteinander haben. Ihr habt sicher längst gemerkt, auf was für eine Truppe ihr euch eingelassen habt. Bei uns ist man nie vor Überraschungen sicher – von spontanen Ablaufänderungen bis zu neuen Auftrittsformaten. Unser „Chef“ ist kreativ, immer neugierig auf neue musikalische Erfahrungen und hat uns schon so manches interessantes Erlebnis ermöglicht. Ihr werdet sehen…