Nachbesprechung Hochzeit in Hamm-Heessen 18.07.2015

© trainarchivatorEin sonniger Samstagnachmittag – wie gemacht zum Heiraten. Für den Gospeltrain eine vertraute Situation. Als wir an der St. Stephanus-Kirche in Hamm-Heessen ankamen, wussten wir noch nicht, dass uns heute etwas Besonderes erwartete: eine internationale Hochzeit; sozusagen „Heessen trifft den Rest der Welt“. Spannend.

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© trainarchivator Der Sonnenschein lockte…

© trainarchivator…doch „Chef“ und „Bossin“ trieben ihre Schäfchen zusammen

In der St. Stephanus-Kirche traten wir heute zum ersten Male auf. Also schauten wir uns zunächst einmal um. Die große Kirche ist vor wenigen Jahren umfassend renoviert und teilweise neu gestaltet worden. Uns empfing ein heller, weiter Kirchenraum von großer gestalterischer Klarheit. Auch die Empore konnte gleich Pluspunkte verbuchen, da sie richtig viel Platz und außerdem eine Tribüne für eine gute Aufstellung bot.

© trainarchivator Hell, klar und schlicht – die Kirche nach der 2013 abgeschlossenen Renovierung

© trainarchivatorSo weiträumig treffen wir es auf den Emporen selten an

Eine kurze Ansage von Chorleiter Sebastian Wewer und der Chor nahm Aufstellung. Das Einsingen verlief reibungslos, die Akustik und der Nachhall versprach kein Problem zu werden. Lediglich die Schwüle sollte uns noch etwas zu schaffen machen. Vor Beginn der Trauung hatten wir wie immer noch einige Minuten Zeit, die man sich individuell vertrieb.

© trainarchivator..© trainarchivator

Einsingen, vorbereiten, Atmosphäre aufnehmen, Hochzeitslieder studieren

Dann ging es los. Wewer, der heute, wie so oft, neben der Chorleitung auch die Orgel übernahm, spielte zum Einzug Wagners Hochzeitsmarsch „Treulich geführt“. Ein schöner, festlicher Auftakt vor einer bunt gemischten Hochzeitsgesellschaft. Dass es sich um eine internationale Trauung handelte, zeigte schon das Hochzeitsprogramm, in dem die einzelnen Programmpunkte jeweils deutsch, französisch, portugiesisch und englisch angekündigt waren.

Pfarrer Wilhelm Lohle begrüßte das Brautpaar und seine Gäste auf Deutsch und erklärte, dass er sein Schulfranzösisch versucht habe zu reaktivieren und schloss eine Begrüßung auf Französisch in freier Rede an. Der Pfarrer hatte sich gut vorbereitet und las alle wesentlichen liturgischen Inhalte zusätzlich auf Französisch vor. Das klappte ganz gut und verhalf manchem Anwesenden wahrscheinlich zu einem besseren Verständnis des Geschehens.

© trainarchivatorEine Empore ist immer auch ein perfekter Ausguck

Nach der Gottesdiensteröffnung kam der Gospeltrain erstmals zum Einsatz. „Lord, hold me“ hieß der erste Song; quasi ein Motto für eine kirchliche Trauung. Die Akustik hatten wir gut im Griff, das Tempo stimmte und so klang es leicht und überzeugend. Auf Kyrie und Tagesgebet folgte die Lesung „Das Hohelied der Liebe“ aus dem ersten Brief Paulus‘ an die Korinther, zweisprachig vorgetragen von Mitgliedern der Hochzeitsgesellschaft.

© trainarchivatorEinsatz – jetzt waren wir ganz bei der Sache

Diese schöne Text durfte sich nun erst einmal setzen, während auf der Orgel „Ombra mai fu“ aus der Oper „Xerxes“ von G.F.Haendel gespielt wurde. In der Liturgie schloss sich das Halleluja an, dann die Lesung aus dem Evangelium (Mt 5,37-48, Über die Nächstenliebe). In der Predigt wurde das Thema erneut aufgegriffen. Unser nächster Titel „Loved“ passte thematisch ganz ausgezeichnet, und bot Raum für persönliches Innehalten. Diese Stimmung war deutlich zu spüren beim Blick auf das ganz andächtige Publikum. In der Kirche waren besondere Momente zu erleben, draußen ging die Samstag-Nachmittag-Routine weiter, wie uns dezente, aber ausdauernde Rasenmähergeräusche verrieten.

© trainarchivator„Loved“ schuf eine ganz besondere Stimmung, Solistin Birgit

Jetzt war alles bereitet für die eigentliche Trauzeremonie. Eine knisternde Spannung lag im Raum; man schien den Atem anzuhalten, um das Geschehen genau zu verfolgen. Selten hat man eine derartige Aufmerksamkeit erlebt. Pfarrer Lohle schritt zur Tat und stellte die entscheidenden Fragen. Der anschließende Segen für das Paar löste die Spannung und der Gospeltrain stimmte „Hallelujah“ als Ausdruck der großen Freude an. Bei genauem Hinsehen konnte man erkennen, dass einige der Gäste dem bekannten Lied leicht swingend folgten.

© trainarchivatorDer entscheidende Moment vor Zeugen

Nach diesem Höhepunkt sorgten die Fürbitten und das gemeinsam von allen Anwesenden gesprochen Vater Unser dafür, dass sich der Blick von der ganz persönlichen Freude wieder etwas „über den Tellerrand“ auf viele andere Aspekte des Lebens richtete. Letztmals traten wir nach Schlussgebet und Abschlusssegen in Aktion, als wir mit dem absoluten Hochzeits-Evergreen „Oh, happy day“ zu den weiteren Feierlichkeiten des Tages überleiteten. Beim Auszug des Paares erklang nochmals die Orgel, ganz feierlich mit dem Hochzeitsmarsch von Mendelssohn. Die sich anschließenden Gäste warfen einen Blick zu uns rauf auf die Empore, und wir durften häufig Applaus entgegen nehmen oder bekamen erhobene Daumen entgegen gestreckt. Wunderbar, so unmittelbar eine Rückmeldung zu bekommen; umso schöner, wenn sie so positiv ausfällt.

© trainarchivator© trainarchivator.

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Auszug der frisch Vermählten…..beobachtet von den Kiebitzen

Die Gospeltrainer hatten sich jetzt den freien Restsamstag verdient, doch schon am nächsten Morgen stand der nächste Auftritt auf dem Terminplan.

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2 Antworten zu “Nachbesprechung Hochzeit in Hamm-Heessen 18.07.2015

  1. Sau geile Fotos mit der neuen Kamera.Trainarchivator, dieser Beitrag mit Text und Fotos ist nicht zu toppen.

  2. Eva m. Brockmann

    Hallo,
    Ich war als Zuschauer auf dieser Hochzeit. Es war wunderbar, dem Chor zuzuhören und die Lieder haben genau zu dieser besonderen Hochzeit gepasst. Auch ich habe zu Halleluja leicht gewippt. Meine Tochter war auf dieser Hochzeit Messdienerin.

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